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2024-1522

ambulante Anästhesie ohne Überwachung und eine Propofolampulle für mehrere Patienten

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Fallbeschreibung:

Narkoseüberwachung ambulant: Risiken bei Propofol-Mehrfachnutzung

Ein Anästhesist benutzt in Zahnarztpraxen täglich Propofolampullen für mehrere Patienten.
Zudem werden die Patienten während der Narkose nicht an ein EKG angeschlossen, meist wird nicht einmal der Blutdruck gemessen. Meist erfolgt die Überwachung ausschließlich über Pulsoxymeter.

Die Überwachung im Aufwachraum erfolgt immer durch Angehörige ohne jegliches Monitoring. In Ausnahmefällen wird mal für ein paar Minuten ein Fingerpulsoxymeter angebracht.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Die eklatanten Hygienemängel und Unterschreitung von Mindeststandards erfolgt tagtäglich aus monetären Gründen.

Verbesserungsvorschläge:

Unangekündigte Kontrollen mit strenger Reglementierung bei Verstößen.

Weitere Infos:

Der betroffene Anästhesist ist überwiegend in einem Bundesland X, teilweise aber auch im anderen Bundesland Y tätig.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Narkose – auch außerhalb eines Krankenhauses, etwa beim Zahnarzt – ist ein medizinischer Eingriff, der besondere Sorgfalt erfordert. Es kann vorkommen, dass die dabei eingesetzten Überwachungsmaßnahmen und hygienischen Standards nicht den geltenden Mindestanforderungen entsprechen, ohne dass Betroffene dies im Vorfeld erkennen können.

Propofol ist ein Narkosemittel, das ausschließlich für eine einzelne Person verwendet werden darf – die Nutzung einer Ampulle für mehrere Personen birgt ein ernstes Infektionsrisiko (also das Risiko, Krankheitserreger übertragen zu bekommen). Zur sicheren Überwachung während einer Narkose gehören laut den Leitlinien der Fachgesellschaften neben einem Pulsoxymeter (einem Gerät, das den Sauerstoffgehalt im Blut misst) auch ein EKG (Herzstromkurve) sowie regelmäßige Blutdruckmessungen. Auch im Aufwachraum ist eine medizinische Überwachung durch Fachpersonal – nicht durch Angehörige allein – vorgesehen. In Situationen, in denen diese Standards nicht eingehalten werden, ist das Risiko für Komplikationen erhöht.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich auf einen ambulanten Eingriff in Narkose vorbereitet, kann sich im Vorfeld informieren und konkrete Fragen stellen – das ist ein legitimer und wertvoller Beitrag zur eigenen Sicherheit.

  • Vor dem Eingriff ist es möglich, gezielt nachzufragen, welche Überwachungsgeräte eingesetzt werden. Eine mögliche Formulierung: „Welche Geräte zur Überwachung meines Herzens, meines Blutdrucks und meiner Sauerstoffsättigung werden während der Narkose eingesetzt?“
  • Es kann sinnvoll sein, nach dem Ablauf im Aufwachraum zu fragen – und insbesondere, ob die Überwachung dort durch medizinisch geschultes Personal erfolgt: „Wer betreut mich nach dem Eingriff, bis ich vollständig wach bin?“
  • Bei Zweifeln an den hygienischen Bedingungen – zum Beispiel wenn erkennbar ist, dass Medikamente für mehrere Personen verwendet werden – ist es möglich, den Eingriff zu verschieben und die Situation zunächst zu klären oder eine andere Praxis aufzusuchen.
  • Informationen zu den geltenden Standards für ambulante Anästhesie lassen sich über die Patientenberatung oder Fachgesellschaften einholen, bevor ein Termin vereinbart wird.

Worauf Sie achten können

  • Werden während der Narkose EKG, Blutdruckmessung und Pulsoxymetrie eingesetzt? Das ist der empfohlene Mindeststandard.
  • Erfolgt die Betreuung im Aufwachraum durch medizinisches Fachpersonal – nicht ausschließlich durch mitgebrachte Angehörige?
  • Werden Medikamente erkennbar für jede Person neu und einzeln vorbereitet?
  • Haben Sie die Möglichkeit, vor dem Eingriff in Ruhe Fragen zu stellen, und werden diese offen beantwortet?

Sie sind nicht allein

Wenn Sie Erfahrungen wie die beschriebenen gemacht haben oder Bedenken zu einer ambulanten Behandlung bestehen, können Sie sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos und anonym unter 0800 011 77 22. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es außerdem möglich, eigene Erlebnisse anonym zu melden und damit zur Verbesserung der Versorgung beizutragen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: männlich

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