2025-131
Wenig aktive Hilfe der Krankenkasse
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Ich bin aus einstiger Freelancer pflichtversichert und Schulden bei der Krankenkasse. Als medizinischer Akut-/Notfall wird die Akutbehandlung übernommen, und auch die Fahrdienste zur Onkologie und zurück – inkl Rollstuhl. Ein Transport zum Zahnarzt (entzündete Wurzel und Zahnextraktion) wurde verweigert. Von der Onkologie erhielt nur ich zwei Mal einen Rollstuhl verordnet, der beide Male von der KrankenKasse abgelehnt wurde. Ich selbst erhielt keinen Ablehnungsbescheid, da das über das Sanitätshaus lief.
Aufgrund meines Tumors und/oder der Behandlung sowie eingetretenen, lebensbedrohlichen Nebenwirkungen wiege ich nur noch knapp 45 kg bei 168 cm Körpergröße und habe laut ärztlichen Berichten aktuell schwere Mangelerscheinungen, starkes Untergewicht sowie einen Muskelschwund. Laut ärztlicher Rollstuhl-Verordnung eine fortschreitende Lähmung.
Als Patient habe ich keine Ahnung, wie eine Verordnung formuliert sein muss, um anerkannt zu werden. Jedenfalls kann ich mich nicht einmal in der eigenen Wohnung ohne Hilfsmittel ins Bad oder die Küche begeben. Da ich neuerdings nicht einmal Antworten auf E-Mail-Anfragen erhalte, auch nicht nachdem ich der KK nun, da ich Rente und Grundsicherung erhalte, Beiträge überwiesen und wegen eines Ratenplans zur Tilgung meiner Außenstände angefragt habe, höre ich nichts und fühle mich sehr allein gelassen.
Eine schwere Erkrankung bringt bereits enorme körperliche und emotionale Belastungen mit sich – wenn dann bürokratische Hürden hinzukommen und dringend benötigte Hilfsmittel nicht bewilligt werden, kann das zusätzlich erschöpfend und demoralisierend sein. Situationen wie diese, in denen Betroffene trotz ärztlicher Verordnung keinen Rollstuhl erhalten und gleichzeitig kaum in der Lage sind, selbstständig für ihre Rechte einzutreten, kommen im deutschen Gesundheitssystem vor – und sie sind nicht hinnehmbar.
In diesem Fall gab es für die betroffene Person aufgrund von schwerem Untergewicht, Muskelschwund und fortschreitender Lähmung nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Das ist wichtig anzuerkennen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und unabhängige Beratung zu Leistungsansprüchen und Beschwerdemöglichkeiten – erreichbar unter www.patientenberatung.de oder telefonisch unter 0800 011 77 22. Auf mehr-patientensicherheit.de können Erfahrungen wie diese anonym gemeldet werden – damit ähnliche Situationen sichtbar werden und zur Verbesserung der Versorgung beitragen.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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