2026-203
Erst falsche, dann zu geringe Medikation erhalten
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Hinweis: Pregabalin macht körperlich abhängig und muss beim Absetzen langsam über Wochen ausgeschlichen werden.
Ich bin seit 2 Jahren Schmerzpatient und nehme täglich die Maximaldosis (600mg) Pregabalin, dies habe ich bei der Aufnahme in der Klinik mehrfach schriftlich angegeben.
Nach erfolgreicher Rippen-OP habe ich auf der Station jedoch stattdessen 600mg Gabapentin täglich erhalten. Der Wirkstoff ist zwar in etwa gleich, aber ca. 6(!) Mal schwächer.
Nach zweifacher Beschwerde bekam ich 150mg Pregabalin statt der 600mg Gabapentin, mit der Erklärung, dass das ja nun deutlich stärker sei und ich doch nun zufrieden sein solle.
Nach weiteren 3 Tagen der Beschwerde wurde endlich verstanden, dass ich nicht korrekt medikamentiert wurde. Statt dies jedoch zu ändern wurde mir erklärt, dass man eine solch starke Medikation nicht einfach ohne Absprache mit meinem Hausarzt ausgeben könne.
Am Folgetag passierte nichts, den Tag darauf folgte meine planmäßige Entlassung.
Eine Operation ist für viele Menschen bereits eine belastende Erfahrung – umso schwieriger ist es, wenn man gleichzeitig merkt, dass die gewohnte Medikation nicht wie angegeben verabreicht wird. Situationen wie diese zeigen, wie es trotz vorhandener schriftlicher Informationen zu Verwechslungen bei Medikamenten oder Dosierungen kommen kann, und wie aufwendig es sein kann, diese Unstimmigkeiten während eines Krankenhausaufenthalts zu klären.
Pregabalin und Gabapentin (beides Wirkstoffe, die unter anderem bei Nervenschmerzen eingesetzt werden) gehören zwar zur gleichen Wirkstoffgruppe, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Wirkstärke. Wer – wie im vorliegenden Fall – seit längerer Zeit auf eine bestimmte Dosierung eingestellt ist, kann bei einer plötzlichen Umstellung nicht nur unzureichend behandelte Schmerzen erleiden, sondern auch körperliche Entzugserscheinungen entwickeln, weil der Körper an den Wirkstoff gewöhnt ist und ein abruptes Absetzen oder eine starke Reduzierung nicht problemlos verträgt.
Wer längerfristig Medikamente einnimmt und einen Krankenhausaufenthalt plant, kann vorab einige Schritte unternehmen, die die Weitergabe dieser Informationen erleichtern.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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