2024-1195
Sehnenriss als Nebenwirkungen von Cholesterinsenker
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In einem bestimmten Jahr wurde mir von meinem Hausarzt / meiner Hausärztin Atorvastatin als Cholesterinsenker verordnet. Es erfolgte keine Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen. Ab dem Ende des Jahres registrierte ich Schmerzen im rechten Knie, die mir z. B. Joggen unmöglich machten.
Mein Arzt/ Meine Ärztin überwies mich zu einem Spezialisten/ einer Spezialistin. Er/ Sie stellten keinen möglichen Zusammenhang mit der Atorvastatin-Einnahme her. Zunächst diagnostizierte ein Spezialist/ eine Spezialistin eine Arthrose. Nach einem Ärztewechsel wurde ein MRT gemacht und eine Sehnenentzündung diagnostiziert.
Im Frühjahr eines bestimmten Jahres riss ich mir bei einer relativ geringen Belastung, dem Aussteigen aus einer Straßenbahn die Quadrizepssehne am linken Knie. Erst die Ärzte im Krankenhaus vermuteten die Ursache hierfür in der Artovastatin-Einnahme. Das Medikament wurde daraufhin abgesetzt.
Wenn Beschwerden auftreten, die zeitlich mit einem neu verschriebenen Medikament zusammenhängen könnten, ist das nicht immer sofort erkennbar – weder für Betroffene noch für das behandelnde Personal. Gerade bei Medikamenten, die schon länger eingenommen werden, wird ein möglicher Zusammenhang mit neuen Symptomen manchmal erst spät oder gar nicht in Betracht gezogen.
Statine (Medikamente zur Senkung des Cholesterinspiegels, zu denen auch Atorvastatin gehört) können in seltenen Fällen Muskeln und Sehnen beeinträchtigen. Diese Nebenwirkung ist in der Fachinformation des Medikaments beschrieben, wird aber im Alltag nicht immer mit entsprechenden Beschwerden in Verbindung gebracht. Wenn mehrere Fachpersonen an der Behandlung beteiligt sind, kann es passieren, dass dieser Zusammenhang im Verlauf aus dem Blick gerät.
Wer neu auftretende Beschwerden beobachtet, die möglicherweise mit einem Medikament zusammenhängen könnten, hat verschiedene Möglichkeiten, aktiv zu werden.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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