2026-060
Desorientierte Patientin ohne Infos entlassen
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Meine Mutter (Ende 80, massiv gehbehindert, phasenweise desorientiert) wurde ohne Angehörige zu informieren nach einem Herzkatheter entlassen. Eine Taxifahrerin setzte sie empört vor der Haustür ab. Das KH war der irrigen Meinung, ihr gleichaltriger Mann wäre prima in der Lage sie zu pflegen. Zum Glück war ich da und es gelang, am späten Freitag Nachmittag dringend nötige ambulante Pflege zu organisieren.
Eine Entlassung aus dem Krankenhaus ist für ältere und pflegebedürftige Menschen ein kritischer Moment – besonders dann, wenn sie sich in einem geschwächten Zustand befinden und die Unterstützung durch Angehörige nicht koordiniert wurde. Wenn wichtige Informationen zwischen Krankenhaus, Patient:in und pflegenden Angehörigen nicht ausgetauscht werden, kann die Versorgung zu Hause ins Stocken geraten – selbst dann, wenn das Behandlungsteam von einer sicheren Situation ausgeht.
In diesem Fall wurde eine hochbetagte, phasenweise desorientierte Patientin nach einem Herzkatheterteingriff (einem minimalinvasiven Verfahren zur Untersuchung oder Behandlung des Herzens) ohne Absprache mit den Angehörigen entlassen. Hinzu kam eine Unstimmigkeit zwischen den mitgegebenen Medikamenten und der im Arztbrief enthaltenen Medikamentenliste – eine Situation, die zusätzliche Sorgfalt erfordert hätte. Es ist wichtig anzuerkennen: Die Patientin selbst war in dieser Situation nicht in der Lage, steuernd einzugreifen.
Wenn Sie einen nahestehenden Menschen mit Pflegebedarf begleiten, können folgende Schritte dazu beitragen, den Übergang aus dem Krankenhaus sicherer zu gestalten:
Wenn Sie als Angehörige:r Fragen zur Versorgung oder zu Ihren Rechten haben, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und neutrale Beratung an. Eigene Erfahrungen – positive wie schwierige – können Sie außerdem auf mehr-patientensicherheit.de anonym melden und so dazu beitragen, die Versorgung für andere zu verbessern.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein Patient forderte frühzeitig Entlassmanagement an – doch Sozialdienst und Anschlussversorgung blieben aus. Ein Fall über strukturelle Lücken im Krankenhaus.
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Fall lesen →Ein Patient wurde trotz ärztlicher Hospizempfehlung ins betreute Wohnen entlassen. Was dabei schiefging und was das für die Patientensicherheit bedeutet.
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team