2024-036
Medikamentenüberdosierung
Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular
Überdosierung eines bestimmten Medikamentes führte zu bekannten Nebenwirkungen. In meinem Fall zu Selbstmordabsichten.
Der/die verantwortliche Arzt/ Ärztin gab zu, das Medikament überdosiert zu haben und dass es eine der Nebenwirkungen des Medikamentes ist.
Ein Krankenhausaufenthalt ist für viele Menschen ohnehin eine belastende Erfahrung – wenn dann schwerwiegende Nebenwirkungen einer Medikamentengabe hinzukommen, kann das die Situation erheblich verschärfen. Suizidgedanken (also Gedanken daran, sich selbst das Leben zu nehmen) als Folge einer Medikamentenüberdosierung sind eine ernste unerwünschte Arzneimittelwirkung, die in der medizinischen Fachliteratur für bestimmte Wirkstoffe bekannt ist.
In einem solchen Moment sind Betroffene durch die Wirkung des Medikaments selbst in ihrer Handlungsfähigkeit stark eingeschränkt. Es ist wichtig, das ausdrücklich anzuerkennen: In einer Situation wie dieser gab es für die betroffene Person keinen realistischen Spielraum, aktiv einzugreifen oder sich selbst zu schützen. Die Verantwortung für die korrekte Dosierung liegt bei den behandelnden Fachkräften.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und vertrauliche Beratung für Menschen, die schwierige Erfahrungen mit medizinischer Behandlung gemacht haben – auch telefonisch und in mehreren Sprachen. Auf mehr-patientensicherheit.de finden Betroffene und Angehörige weitere Informationen sowie die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu berichten und damit zur Verbesserung der Versorgung beizutragen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Nach einer Wirbelsäulenversteifung litt eine Patientin tagelang unter extremen Schmerzen. Ein CIRS-Fall über unzureichendes Schmerzmanagement und seine Folgen.
Fall lesen →Ein Patient mit jahrzehntelanger Depression berichtet über Leitlinienabweichungen in der Psychiatrie und deren Folgen. CIRS-Fall auf mehr-patientensicherheit.de.
Fall lesen →Bei einer Angiografie wurde ein krampflösendes Medikament vergessen. Dieser CIRS-Fall zeigt, wie Kommunikation Fehler aufdecken kann.
Fall lesen →Eine geplante Hüft-OP scheiterte in der Schleuse: Die Anästhesistin war auf Morbus Addison nicht vorbereitet. Ein CIRS-Fall über Kommunikationslücken.
Fall lesen →Ein Patient wurde trotz schwerer Nebenwirkungen wie Herzschmerzen und Kreislaufkollaps monatelang falsch medikamentös eingestellt. Was dieser Fall lehrt.
Fall lesen →Falsche Medikamentenkombination bei Restless-Legs-Syndrom führte zu Augmentation. Dieser CIRS-Fall zeigt, wie wichtig Fachkompetenz und Patientensicherheit sind.
Fall lesen →Eine zu niedrig dosierte Aciclovir-Verschreibung bei Gürtelrose blieb zwei Tage unbemerkt. Wie ein CIRS-Fall zeigt, warum Nachfragen Leben verbessert.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall zeigt, wie fehlende Aufklärung, ausbleibende Blutkontrollen und Dosiserhöhungen eines Antipsychotikums zum Tod führten.
Fall lesen →Nach einer Brust-OP wurde die lebensnotwendige Hydrocortison-Therapie einer Patientin mit Morbus Addison nicht weitergeführt. Ein lehrreicher CIRS-Fall.
Fall lesen →Sturz im Bad, Antiepileptika ohne EEG-Nachweis: Ein CIRS-Fall zeigt, wie mehrere Fehler auf einer Stroke Unit zu schwerwiegenden Folgen führten.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team