2024-1372
Seltene Erkrankung nicht beachtet
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Ich hatte eine Bruskrebs-op. Im Vorfeld hatte ich angegeben, dass ich eine seltene Erkrankung habe. Eine Hypophysitis = sekundäre Nebenniereninsuffizienz, Morbus Addison .
Meinen Notfallausweis und Behandlungsschema von der Endokrinologin lagen vor.
Ich benötige täglich Hydrocortison und in Stresssituationen muss die Dosis angepasst werden. Vollnarkose erfordern bei Einleitung 100 ml Hydrocortison. Das funktionierte noch.
Dann sollte fortlaufen über 24 Std/ 100 ml fließen. Das war schon im Aufwachraum nicht gegeben und verweigerte es mir.
Auf Station immer wieder darauf hingewiesen und selbsttätig meine eigenen Tabletten 20 mg Hydrocortison, um eine Addisonkrise zu vermeiden, eingenommen.
Stunden später dann der 24 Std-Tropf. Den sollte man zweimal erhalten. Aber ich wurde entlassen und sollte auf ovale Einnahme umsteigen. Da keiner wusste wie, laut Schema die normale Tagesdosis verdoppeln ( man hatte auch meinen
Medikamentenplan) wurde ich ohne Medikamente und Behandlungsschema entlassen.
Wäre ich alt und Senioren, hätte ich versterben können. Das ist so, wenn man dem Diabetiker sein Insulin verweigern würde.
Klinikum Fürth
Eine Operation ist für den Körper eine erhebliche Belastung – und für Menschen mit einer seltenen Erkrankung kann diese Belastung besondere Risiken mit sich bringen, die im Klinikalltag nicht immer ausreichend bekannt sind. Wenn eine notwendige Medikation trotz vorliegender Unterlagen nicht konsequent fortgeführt wird, kann das für Betroffene nicht nur belastend, sondern gefährlich sein.
Menschen mit einer Nebenniereninsuffizienz – das ist eine Erkrankung, bei der die Nebennieren nicht genug lebenswichtige Hormone produzieren – sind darauf angewiesen, dass ihr Körper in Stresssituationen wie einer Operation gezielt mit dem Hormon Hydrocortison versorgt wird. Fehlt diese Versorgung, kann es zu einer sogenannten Addison-Krise kommen, einem lebensbedrohlichen Notfall. Dass Betroffene in solchen Situationen selbst eingreifen und auf ihre Behandlung hinweisen, zeigt, wie wichtig das eigene Wissen über die Erkrankung sein kann – und gleichzeitig, wie viel Kraft das kostet.
Wer eine seltene Erkrankung hat und einen Eingriff plant, kann durch gezielte Vorbereitung dazu beitragen, dass die eigene Behandlung auch im Klinikalltag sichtbar bleibt.
Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder Unterstützung suchen, steht Ihnen die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos zur Verfügung. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Ihren Fall anonym melden und damit dazu beitragen, dass solche Situationen künftig besser erkannt und verhindert werden.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
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