2024-050
Gelähmt nach Hüft-Operation
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Es wurde in einem Krankenhaus eine neue Hüfte eingesetzt. Bereits am nächsten Tag berichtet die
Patientin, das rechte Bein sei völlig gelähmt.
Bis zur Entlassung berichtet die Patientin täglich über ihre Lähmung. Eine neurologische Behandlung erfolgt nicht. Die Patientin wird ohne Reha entlassen mit den Worten: Suchen Sie einen Neurologen auf.
Bis heute liegt keine Diagnose vor. Das Bein ist voll gelähmt. Es droht der Rollstuhl.
Eine Operation, die das Leben verbessern soll, und dann eine Lähmung – das ist eine erschütternde Erfahrung, für Betroffene wie für Angehörige gleichermaßen. Komplikationen nach einer Hüftoperation sind selten, aber sie kommen vor; was danach folgt, macht für den weiteren Verlauf einen entscheidenden Unterschied.
In diesem Fall trat unmittelbar nach dem Einsetzen einer künstlichen Hüfte eine vollständige Lähmung des Beins auf. Eine Lähmung nach einer solchen Operation kann verschiedene Ursachen haben – etwa eine Schädigung oder Reizung des Hüft- oder Ischiasnerves. Eine zügige neurologische Abklärung (Untersuchung durch Nervenspezialistinnen oder -spezialisten) ist dabei entscheidend, um die Ursache zu erkennen und Behandlungsmöglichkeiten zu eröffnen. In einer Situation wie dieser, in der die Patientin täglich über ihre Beschwerden berichtete und dennoch keine fachspezifische Untersuchung eingeleitet wurde, gab es für sie selbst nur begrenzten Spielraum zum Eingreifen – das ist wichtig anzuerkennen.
Wenn Sie oder Angehörige von Ihnen eine ähnliche Situation erlebt haben, steht Ihnen die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos für Rat und Orientierung zur Verfügung. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie eigene Erfahrungen anonym melden und damit dazu beitragen, dass andere von ähnlichen Situationen besser geschützt werden.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein CIRS-Fall zeigt: Knieoperation ohne Sichtung der MRT-Bilder führte zu Narben, Verzögerungen und dauerhaften Beschwerden. Was daraus zu lernen ist.
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Fall lesen →Nach einer Wirbelkanal-Operation blieben die Beschwerden – ein CIRS-Fall über unvollständige OP, Dura-Verletzung und bleibende Taubheit im Fuß.
Fall lesen →Ein Patient zweifelt, ob seine Dickdarm-Teilentfernung nötig war. Konservative Optionen wurden erst nach der OP besprochen. Ein CIRS-Fall zur Aufklärung.
Fall lesen →Ein Patient erlebte während einer Handgelenk-OP Schmerzen wach mit – weil der Venenzugang verrutschte. Was passierte und was daraus gelernt werden kann.
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Fall lesen →Nach einer Hüft-OP tritt Taubheit am Oberschenkel auf – ein Nerv wurde verletzt. Dazu kam fehlende Nachsorge. Was dieser CIRS-Fall zeigt.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall zeigt: Komplikationen bei einer Gebärmutterspiegelung hatten schwere Folgen – Uterusperforation, Kehlkopfschaden und unerfüllter Kinderwunsch.
Fall lesen →Hüftbruch nach Sturz: mangelnde Schmerztherapie, Schraubenfehler, Re-Operationen und widersprüchliche Infos – ein Patientenbericht aus der CIRS-Datenbank.
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Die Betriebskrankenkassen:
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