2025-059
Blutwert falsch behandelt
Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular
Ich bin seit vielen Jahren beim Onkologen in Behandlung. Ich war nach fast 4 Monaten in der Praxis und es wurde ein Hämatokrit Wert von 41 festgestellt. Da es mir nicht gut ging und ich mir sicher war, daß der Wert falsch ist, wurde der Wert angeblich nochmals überprüft.
Ich bekam zur Antwort sie waren woanders. Ich verneinte das und sagte es sei ein Wunder ich bin geheilt. Man gab mir einen neuen Termin. An diesem Tag war der Hämatokrit Wert über 50.
Ich beschwerte mich und es kam heraus, der 2 Tage danach gemachte Laborwert über 46 war.
Anstatt mich zu benachrichtigen, ließ man den vereinbarten Termin. Ich finde es unverantwortlich die späteren Laborwerte einfach zu ignorieren und einfach ohne Kontrolle abzulegen.
Ausserdem wird vor der Behandlung kein Blutdruck mehr gemessen, und es kam öfters vor, daß es den Patienten nach der Behandlung schlecht ging. An dem Tag war die Ärztin alleine in der Praxis und verließ diese für 2 Stunden und 20 Minuten, um im Krankenhaus stationären Patienten zu versorgen.
Die Praxis lief voll weiter ohne Arzt/Ärztin. Zudem sollte man sich mal die Rezessionen der Praxis ansehen und dem nachgehen.
Wenn Laborwerte – also Blutwerte, die im Labor gemessen werden – nicht wie erwartet ausfallen, ist das für Betroffene oft beunruhigend, besonders bei einer langjährigen onkologischen Erkrankung. Der Hämatokritwert (ein Maß dafür, wie viel Prozent des Blutes aus roten Blutkörperchen besteht) kann sich rasch verändern und ist bei manchen Erkrankungen ein wichtiger Kontrollwert. Wenn ein aktualisierter Laborwert nach einem ersten Testergebnis vorliegt, aber nicht in die weitere Behandlungsplanung einfließt, kann das dazu führen, dass Betroffene unnötig lange auf eine Reaktion warten – oder dass relevante Veränderungen zu spät bemerkt werden.
Wer in einer langjährigen Behandlung aktiv mitverfolgen möchte, was mit seinen Werten geschieht, hat verschiedene Möglichkeiten dazu.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Wichtige Laborbefunde blieben monatelang unbekannt. Ein CIRS-Fall zeigt, wie fehlende Kommunikation die Patientensicherheit gefährdet.
Fall lesen →Eine vertauschte Laborprobe führte zu einem falschen Negativ-Befund – mit Folgen: erneute Ansteckung und wiederholte Antibiotikatherapie. Ein CIRS-Fall.
Fall lesen →Ansteigende Blutzuckerwerte wurden nach einer Hüft-OP mehrfach nicht beachtet. Die Folge: bleibender insulinpflichtiger Diabetes. Ein CIRS-Fall zur Laborkontrolle.
Fall lesen →Ein Patient entwickelte ein akutes Nierenversagen – die Warnsignale in den Laborwerten blieben tagelang unbemerkt. Was dieser Fall für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →Ein zu hoher Kaliumwert wurde nicht rechtzeitig kommuniziert. Wie fehlende Rückmeldung zu einer tödlichen Hyperkaliämie führen kann – ein CIRS-Fall.
Fall lesen →Verspätete Tumordiagnose, fehlende Aufklärung, Fehler bei Chemo und OP: Ein CIRS-Fall zeigt, wie Kommunikationsmängel fatale Folgen haben können.
Fall lesen →Ein Eisenmangel blieb trotz Bluttest unentdeckt – weil Ferritin nicht gemessen wurde. Ein Patientenfall zeigt, wie wichtig der richtige Laborwert ist.
Fall lesen →Nach einer Hernien-OP blieb ein hoher Blutverlust unerkannt – mit schweren Folgen. Ein CIRS-Fall über fehlende Kommunikation im Krankenhaus.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team