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2026-007

Mangelhafte Befundmitteilung

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Fallbeschreibung:

Befundmitteilung vergessen: Risiken durch fehlende Kommunikation

Wesentliche gesundheitsgefährdende Laborbefunde mit Diagnosen wurden mir nicht rechtzeitig mitgeteilt, obwohl eine schnelle Weiterbehandlung notwendig gewesen wäre. Diese habe ich nur durch Zufall viele Monate später erfahren, weil ich die Befunde anforderte. Dass solche Informationen einfach unerwähnt bleiben, ist für mich ein klarer Behandlungsfehler.

Außerdem erwarte ich von einer Gynäkologin, dass sie sich auch mit Verhütungsmitteln für gleichgeschlechtlichen Geschlechtsverkehr auskennt. Auch hier wurde ich leider nur unzureichend beraten.

Auf Nachfragen bekam ich keine hilfreiche Antworten. Die E-Mail-Kommunikation war zudem völlig unprofessionell und nicht Datenschutzkonform: keine Signatur, kein Name, kein erkennbarer Ansprechpartner, einfache Weiterleitung von Scans.

Meine ausführliche Feedback-Mail blieb komplett unbeantwortet – nicht einmal eine kurze Rückmeldung. Dieser Umgang mit Patientinnen ist respektlos und Verantwortungslos. Ich habe die Praxis verlassen und kann sie absolut nicht empfehlen.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Es kann sehr belastend sein, wichtige Informationen zur eigenen Gesundheit erst mit großer Verzögerung zu erhalten – und dann auch noch durch eigene Initiative. Wenn Laborbefunde (das sind Untersuchungsergebnisse aus Blut- oder anderen Körperproben) nicht zeitnah weitergegeben werden und gleichzeitig das Gefühl entsteht, mit Fragen nicht gehört zu werden, erschüttert das das Vertrauen in die medizinische Versorgung erheblich.

Solche Situationen kommen vor: Befunde werden nicht aktiv kommuniziert, Beratungsangebote entsprechen nicht den individuellen Bedürfnissen, und Rückmeldungen auf Beschwerden bleiben aus. Das sind Konstellationen, die Patientinnen und Patienten in eine schwierige Lage bringen können – besonders dann, wenn schnelles Handeln medizinisch notwendig gewesen wäre.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer möchte, kann bei der Kommunikation rund um Befunde und Beratung selbst einige Weichen stellen.

  • Aktive Rückmeldung zu Befunden anfragen: Zu Beginn einer Behandlung oder nach einer Laboruntersuchung ist es möglich, konkret zu erfragen, wie und wann Ergebnisse mitgeteilt werden – etwa: „Wie erfahre ich von meinen Befunden, und bis wann kann ich damit rechnen?“
  • Akteneinsicht in Anspruch nehmen: Das Recht auf Einsicht in die eigene Patientenakte (alle gespeicherten Gesundheitsdaten und Befunde) ist gesetzlich verankert. Es ist jederzeit möglich, Befunde schriftlich anzufordern – auch vorsorglich, ohne konkreten Anlass.
  • Spezialisierte Beratung suchen: Wenn die Beratung in einer Praxis nicht den eigenen Bedürfnissen entspricht – etwa bei spezifischen Fragen zu Verhütung oder sexueller Gesundheit – kann es hilfreich sein, ergänzend Beratungsstellen aufzusuchen, die auf diese Themen spezialisiert sind, wie etwa Gesundheitszentren für LGBTIQ+ oder Sexualmedizinische Beratungsstellen.
  • Beschwerden dokumentieren und einreichen: Wer eine unbeantwortete Feedback-Mail oder unzureichende Kommunikation erlebt, kann die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des jeweiligen Bundeslandes oder die zuständige Ärztekammer kontaktieren. Diese nehmen Patientenbeschwerden entgegen und können vermitteln.

Worauf Sie achten können

  • Wurde klar vereinbart, auf welchem Weg und in welchem Zeitraum Befunde mitgeteilt werden?
  • Werden E-Mails mit Gesundheitsdaten verschlüsselt oder über sichere Kanäle versandt – und ist ein Ansprechpartner mit Name und Funktion erkennbar?
  • Fühlen Sie sich mit Ihren Fragen ernst genommen – auch wenn sie spezifische oder persönliche Themen betreffen?
  • Erhalten Sie auf schriftliche Anfragen oder Beschwerden zumindest eine kurze Eingangsbestätigung?

Sie sind nicht allein

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und unabhängige Beratung bei Fragen rund um Patientenrechte und medizinische Versorgung – telefonisch, online und in vielen Regionen auch persönlich. Auf mehr-patientensicherheit.de können ähnliche Erfahrungen gemeldet werden, damit andere Betroffene und das Gesundheitswesen davon lernen können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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