2024-189
Keine Kommunikation zwischen Chirurg und Station
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– Operation einer Bauchdecken-Hernie
– Mikroinversiver Eingriff
– hoher Blutverlust (30 %)
In der Nacht nach der OP Sauerstoff-Sättigung 70 %; zusätzlich akutes Nierenversagen. Statt Sauerstoff zu geben, worum ich gebeten hatte, wurden Atemübungen gemacht, was bei einer Bauch OP nichts gebracht hatte. Aus Zeitmangel wurde ich dann mit dem Rat „tief ein und ausatmen“ allein gelassen.
Sollte am Tag nach der OP entlassen werden. Habe Zimmer geräumt u nur noch auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung gewartet.
Ergebnisse waren extrem schlecht. Nieren-Filtrationsrate bei 10, Erytrozyten bei 8, etc. Also Entlassung zurück und wieder aufs Zimmer. Dann ging die Sucherei los: woher kommt denn das Nierenversagen, usw. her. Bei der Visite drauf angesprochen, sagte der Chefarzt nur „mit den Werten können wir Sie nicht entlassen“. Kein Wort über den Blutverlust.
Nachmittags am Tag nach der OP bekam ich nachmittags die erste Kochsalz-Infusion. Die ging daneben und in den Arm. Zugang gezogen und das war es dann. Am 2. Tag nach der OP bekam ich dann eine Kochsalz Infusion und am 3.tag noch eine. Da man auf Station nicht wusste, woher mein Nierenversagen u schlechten Blutwerte kamen, wurde am 3.tag ein Nierenkonsil veranlasst. Der Nephrologe sagte „kein Wunder, sie haben bei der OP 30 % Ihres Blutes verloren“. Der Chefarzt war ab dem 2.Tag nach der OP auf Kongress u konnte nicht befragt werden.
Habe dann die Klinik auf eigenen Wunsch entlassen. Im Arztbrief hieß es dann „wir entlassen ihn im guten Allgemeinzustand in die häusliche Umgebung“.
Als ich in der folgenden Woche den Chefarzt, der mich operiert hatte, darauf ansprach, reagierte er völlig erbost: „Sie haben kein Blut verloren. Ich habe aber sofortige Infusionen rund um die Uhr veranlasst“.
Überheblich, keine Fehler zugeben – die passieren können – aber das Schlimmste war die offensichtlich fehlende/schlechte Kommunikation zwischen Chirurgie und der Station.
Jetzt, nach 2 Monaten sind meine Blutwerte immer noch nicht in Ordnung, massive Schmerzen im Bauchraum und eingeschränkte Nierenfunktion.
Eine Operation, die komplikationsreich verläuft, und dann das Gefühl, dass wichtige Informationen nicht ankommen – das ist eine Erfahrung, die erschöpft und verunsichert. Wenn nach einem Eingriff kritische Befunde wie ein hoher Blutverlust nicht systematisch an das weiterbehandelnde Team weitergegeben werden, kann es vorkommen, dass Symptome und Laborwerte nicht im richtigen Zusammenhang bewertet werden – mit spürbaren Folgen für die Versorgung.
Wer nach einem operativen Eingriff das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt oder Informationen fehlen, kann selbst aktiv werden – soweit die eigene Kraft es zulässt.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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