2025-069
Vom ersten Krankenhaus bis zum Tod waren es 2 Wochen
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– Oma kommt ins Krankenhaus, sie war am gleichen Tag gestürzt
– nach einem Tag ohne Befund entlassen, Schmerzmittel verschrieben
– am nächsten Tag wieder in Krankenhaus, weil Schmerzen im Rücken zu schlimm
– Schmerzmittel verabreicht (Kanüle im Arm)
– Einstichstelle entzündet sich, wird nicht behandelt) –> Enkelin kommt aus der Pflege und beschwert sich. Krankenhaus ordnet nur Kühlung für die Ellenbeuge an
– endlich noch einen Tag später Röntgen des schmerzenden Rückens
– erst zwei Tage später Befund (Wirbelbruch), Anordnung zur Erstellung des Korsetts dauert wieder lange
– mittlerweile sehr hohe Dosen Schmerzmittel und Entzündungshemmer –> kaum noch ansprechbar
– nun folgte das künstliche Koma
– auf Nachfrage kam die Antwort, dass sich der Zustand verbessert
– am nächsten Vormittag ist die gestorben
– das Korsett hat sie nie getragen
– im Behandlungsabschlussbericht standen viele zusätzliche Befunde, die nie zur Debatte standen oder erwähnt wurden. Einige wurden durch die Behandlung hervorgerufen und nicht ausreichend behandelt
Vom ersten Krankenhaus bis zum Tod waren es 2 Wochen. Katastrophal erschreckend
Der Verlust eines nahestehenden Menschen ist tief erschütternd – besonders dann, wenn der Weg dorthin von Unsicherheit, Warten und dem Gefühl geprägt war, nicht gehört zu werden. Situationen wie diese, in denen sich der Zustand eines Menschen trotz Krankenhausaufenthalt rasch verschlechtert und Diagnosen sowie Behandlungen verzögert erfolgen, kommen vor – und sie hinterlassen bei Angehörigen oft neben der Trauer auch viele offene Fragen.
Ältere Menschen sind nach einem Sturz besonders gefährdet: Verletzungen wie ein Wirbelbruch (ein gebrochener Wirbel in der Wirbelsäule) können im ersten Moment unauffällig erscheinen und dennoch schwerwiegend sein. Gleichzeitig können Komplikationen im Krankenhaus – etwa eine entzündete Einstichstelle einer Kanüle (Nadel für Medikamente im Arm) – schnell zu ernsteren Problemen führen, wenn sie nicht konsequent beobachtet und behandelt werden. In einer Situation wie dieser hatten weder die Patientin noch die Angehörigen einen einfachen Hebel, um den Verlauf direkt zu verändern – das ist wichtig anzuerkennen.
Wer ältere oder geschwächte Menschen im Krankenhaus begleitet, kann in manchen Situationen eine wichtige Rolle übernehmen – nicht als medizinische Fachkraft, sondern als vertraute Person, die beobachtet, nachfragt und kommuniziert.
Wenn nach einem solchen Erlebnis Fragen offen bleiben oder der Wunsch besteht, den Verlauf besser zu verstehen, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und unabhängige Beratung für Betroffene und Angehörige an. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu teilen, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de – jeder Bericht kann dazu beitragen, die Versorgung für andere zu verbessern.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team