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2025-023

Schmerzhafte Behandlung bei Physiotherapie

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Fallbeschreibung:

Physiotherapie: Schmerzen, Hygienemängel und Abrechnungsdruck

Die Physiotherapie war schmerzhaft. Der Therapeut hat ständig mitgeteilt, dass er keine Zeit hat, für die Behandlung.

Die Therapieliege war verschmutzt. Das Kopfteil wurde, selbst nach Nachfrage, nicht mit einem Einmaltuch abgedeckt. Ich musste mein Handtuch drüber legen, wodurch ich nicht gut atmen konnte.

Nach 10 Minuten Behandlung wurde ich entlassen. Nächsten Tag hatte ich starke Schmerzen im behandelten Bereich.

Ich habe alle übrigen Termine dort abgesagt, worauf die Mitarbeitern zu mir sagte, ich müsse noch die restlichen 4 Termine unterschreiben, damit die Praxis abrechnen könne und dass obwohl ich nur 2 Termine wahrgenommen habe.

Gut gelaufen:

Nichts

Schlecht gelaufen:

Schlechte und schmerzvolle Behandlung. Nächsten Tage noch Schmerzen. Sehr schmutzig. Zeitdruck bei der Behandlung. Termine abrechnen, die nicht stattfanden und Aufforderung ich solle unterschreiben.

Verbesserungsvorschläge:

Alles

Weitere Infos:

Ich möchte, dass das Therapiezentrum überprüft wird, besonders die Aufforderung, ich solle für Termine unterschreiben, die ich nicht wahrgenommen habe.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Erfahrungen wie diese – schmerzhafte Behandlung, unhygienische Bedingungen und anschließende Unsicherheit über Abrechnungsfragen – können sehr belastend sein und das Vertrauen in die Versorgung erschüttern. Solche Situationen kommen vor, und es ist wichtig, dass Betroffene wissen, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen.

In diesem Fall zeigte sich ein Zusammentreffen mehrerer problematischer Umstände: wahrgenommener Zeitdruck während der Behandlung, fehlende Hygienestandards bei der Behandlungsliege sowie eine nachträgliche Aufforderung, Termine zu unterzeichnen, die nicht stattgefunden hatten. Letzteres ist ein ernstzunehmender Vorgang, da das Unterzeichnen von Dokumenten rechtliche Folgen haben kann.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Es gibt einige Möglichkeiten, wie Betroffene in ähnlichen Situationen für sich selbst eintreten können – wenn sie das möchten und es die Umstände erlauben.

  • Schmerzen während einer physiotherapeutischen Behandlung können direkt angesprochen werden. Eine Formulierung wie „Die Behandlung ist gerade sehr schmerzhaft – kann der Druck verringert werden?“ macht deutlich, dass eine Anpassung gewünscht ist, ohne eine Konfliktsituation zu erzeugen.
  • Wenn Hygienestandards nicht eingehalten werden – etwa eine verschmutzte Liege oder fehlendes Einmaltuch –, ist es möglich, dies vor Behandlungsbeginn anzusprechen und um Abhilfe zu bitten. Eine kurze Nachfrage wie „Kann die Liege bitte frisch abgedeckt werden?“ ist jederzeit berechtigt.
  • Vor dem Unterzeichnen von Dokumenten ist es sinnvoll, sich ausreichend Zeit zu nehmen und den Inhalt zu verstehen. Niemand ist verpflichtet, unter Druck sofort zu unterschreiben. Eine Reaktion wie „Ich nehme das Dokument gerne mit und schaue es mir in Ruhe an“ ist möglich und legitim.
  • Wenn eine Praxis auf der Unterschrift für Termine besteht, die nicht wahrgenommen wurden, kann eine unabhängige Beratung – etwa bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) – hilfreich sein, um die eigene rechtliche Situation einzuschätzen.

Worauf Sie achten können

  • Behandlungsliegen und Kopfteile in physiotherapeutischen Praxen werden üblicherweise mit Einmalauflagen oder frischen Tüchern abgedeckt – diesen Standard darf man einfordern.
  • Beschwerden oder Beobachtungen lassen sich auch nach der Behandlung schriftlich festhalten – ein kurzes Gedächtnisprotokoll mit Datum und Uhrzeit kann hilfreich sein, falls man später Fragen klären möchte.
  • Niemand ist verpflichtet, Dokumente zu unterzeichnen, deren Inhalt nicht zutreffend ist oder die man nicht vollständig verstanden hat – auch nicht auf ausdrückliche Aufforderung des Praxispersonals.
  • Meldungen über Mängel in therapeutischen Einrichtungen können an die zuständige Kassenärztliche Vereinigung oder – bei Verdacht auf Abrechnungsbetrug – an die eigene Krankenkasse weitergegeben werden.

Sie sind nicht allein

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, neutrale Beratung zu Fragen rund um Behandlungsqualität, Hygiene und Abrechnungsstreitigkeiten – erreichbar unter www.patientenberatung.de. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu melden, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Therapeutische Einrichtung (Physio-, Ergo-, Logotherapie, Hebammenhilfe etc.), Ambulante Praxis
Geschlecht: weiblich

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