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2026-089

Postoperative Nachsorge beim Orthopäden

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Fallbeschreibung:

Nachsorge nach OP: Lücken in der orthopädischen Betreuung

Rückmeldung zur postoperativen Nachsorge: Ich möchte Ihnen eine Rückmeldung zu meinem Termin in einer orthopädische Praxis geben.

Nach meiner Operation aufgrund einer kompletten Hamstring-Ruptur nach Unfall habe ich mich zur weiteren Nachsorge vorgestellt. Ich hatte dabei die Erwartung, dass mein Bein untersucht und der aktuelle Heilungs- und Funktionszustand überprüft wird, um die weitere Belastungssteigerung und Rehabilitation zu besprechen.

Eine körperliche Untersuchung oder Überprüfung der Beweglichkeit fand nicht statt. Ebenso erhielt ich keine konkrete Anleitung zur weiteren Belastungssteigerung oder zum Rehabilitationsverlauf.

Beim ersten Termin wurde mir zwar ein Rezept für Krankengymnastik ausgestellt. Ich habe dabei darauf hingewiesen, dass aufgrund der aktuellen Auslastung meiner Physiotherapiepraxis nur wenige Termine (ca. 5 Behandlungen) möglich sind. Auf diesen Hinweis erfolgte keine weitere Rückmeldung oder Anpassung der Therapieplanung.

Stattdessen wurde mir später mitgeteilt, ich solle selbst ausprobieren, was möglich sei, und bei Schmerzen einen Schritt zurückgehen. Auf meine Frage nach der weiteren Vorgehensweise wurde ein erneuter Kontrolltermin in etwa drei Monaten genannt.

Zusätzlich wurde mir mitgeteilt, dass eine Rehabilitationsmaßnahme im Anschluss an die Operation durch das Krankenhaus hätte beantragt werden müssen, was bei mir nicht erfolgt ist. Eine weiterführende Klärung oder alternative Vorgehensweise wurde hierzu nicht angeboten.

Das Gespräch wurde anschließend ohne weitere Untersuchung oder konkrete Therapieempfehlung beendet.

Ich habe mich dadurch in der weiteren medizinischen Betreuung nach einer schwerwiegenden Operation nicht ausreichend angeleitet und begleitet gefühlt. Aus diesem Grund sehe ich mich wirklich gezwungen, einen anderen Orthopäden zu finden, der mich ärztlich weiter begleitet! Ich überlege noch, ob es Sinn macht, dass ich mich schriftlich an das Praxis-Team wende und den Vorfall nochmals schildere?! Allerdings glaube ich, dass es nichts bringen wird!

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Nach einer schwerwiegenden Operation – wie der Versorgung einer vollständigen Hamstring-Ruptur (ein Riss der hinteren Oberschenkelmuskulatur) – ist eine strukturierte Nachsorge für den Heilungsverlauf von großer Bedeutung. Es kann vorkommen, dass Kontrolltermine kürzer ausfallen oder weniger konkrete Rückmeldungen beinhalten, als Betroffene sich erhofft haben – und dass dabei das Gefühl entsteht, mit offenen Fragen allein gelassen zu werden.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich nach einem Nachsorgetermin unzureichend informiert fühlt, hat verschiedene Möglichkeiten, aktiv für die eigene Versorgung einzutreten.

  • Es ist möglich, konkrete Fragen schon vor dem Termin schriftlich aufzulisten und diese gezielt anzusprechen – zum Beispiel: „Können Sie mir erklären, wie ich mein Bein in den nächsten Wochen belasten darf und woran ich erkenne, dass ich zu weit gehe?“
  • Wenn die Physiotherapie-Kapazität begrenzt ist, kann man ausdrücklich nach Alternativen fragen – etwa nach einem Rezept mit höherer Behandlungszahl, der Überweisung an eine andere Praxis oder nach ergänzenden Selbstübungen mit schriftlicher Anleitung.
  • Wer das Gefühl hat, dass eine Rehabilitationsmaßnahme (eine strukturierte Anschlussbehandlung nach einer Operation) möglicherweise noch beantragt werden kann, hat die Möglichkeit, gezielt nachzufragen – etwa: „Gibt es noch einen Weg, eine Rehabilitation nachträglich zu beantragen, oder welche Stelle kann mir dabei helfen?“ Auch Krankenkassen beraten hierzu kostenlos.
  • Ein Wechsel zu einer anderen orthopädischen Praxis ist jederzeit möglich und kann ein sinnvoller Schritt sein, wenn die bisherige Betreuung als unzureichend erlebt wird. Eine Zweitmeinung einzuholen ist ein legitimes Recht jeder Patientin und jedes Patienten.

Worauf Sie achten können

  • Bei einer körperlichen Untersuchung nach einer Muskel- oder Sehnenoperation kann es hilfreich sein, aktiv nachzufragen, ob Beweglichkeit und Kraft überprüft werden – und wie der Befund einzuordnen ist.
  • Eine schriftliche oder mündliche Rückmeldung zum Rehabilitationsverlauf – inklusive Angaben zu Belastungsgrenzen und nächsten Schritten – ist ein sinnvoller Bestandteil jedes Nachsorgetermins. Es ist möglich, dies ausdrücklich einzufordern.
  • Wenn Fragen zu Kostenträgern, Rehabilitationsanträgen oder Zuständigkeiten offen bleiben, ist die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) eine kostenfreie Anlaufstelle für Orientierung und Unterstützung.
  • Eine schriftliche Rückmeldung an die Praxis – wie im Fall überlegt – kann durchaus sinnvoll sein: Sie dokumentiert das Erlebte und gibt dem Praxisteam die Möglichkeit zur Rückmeldung. Ob dies der richtige Weg ist, lässt sich individuell abwägen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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Wichtige Mitteilung:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,

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