das erste Ereignis liegt schon ein paar Jahre zurück, damals hatte ich aus emotionaler Betroffenheit nicht daran gedacht, es zu melden, aber da es sich jetzt beinahe wiederholt hat, hier jetzt beide:
Ich bin Ärztin mit fibrös-zyst. Mastopathie, und damals der erste Knoten, im Ultraschall beim Gynäkologen in der Praxis „mit 95%iger Wahrscheinlichkeit ist das nur eine Zyste“, Überweisung zur Mammographie:
bei der Mammographie dann das Problem, die Assistentin drückt auf einen Knopf, und das Gerät fährt enger, sodass es ohne Vorankündigung mit einem sehr starken Motor auf ca. 3cm das Gewebe quetschte, obwohl die Brustdrüse 6cm-bretthartes Gewebe ist, Resultat: die sog. Zyste platze durch das Gerät, massive Schmerzen ganz kurz bei der Durchführung und dann noch für ca. 1 Tag leichte Schmerzen.
Schlimmer die Angst, wenn das jetzt doch maligne war, und jetzt ist es geplatzt, na dann gut Nacht.
Also blieb mir nur abzuwarten, ob in den nächsten 5 Jahren noch was nachkommt, was dann zum Todesurteil wird, aber glücklicherweise die Zyste anscheinend tatsächlich gutartig, denn es ist jetzt schon 7 Jahre her.
Jetzt wieder mal ein größerer Knoten, diesmal wollte derselbe Gynäkologe nicht mehr selbst sonographieren, das sei neuerdings Sache der Radiologen, Überweisung zu Sono und Mammagraphie, ich sage ihm gleich, vergessen Sie bei mir die Mammographie, das letzte Mal ist die Zyste dabei geplatzt, das riskiere ich nicht nochmal und bekanntermaßen ist bei meinem dichten Drüsengewebe ja die Aussagekraft eh nicht gut gewesen damals.
Kein Verständnis für meine Argumentation seitens des Gynäkologen (Mann), Mammagraphie dürfe weh tun, da müsse man durch, wenn man mit der Diagnostik weiterkommen wolle.
In dem radiol. MVZ dann Aufruf zur Mammographie, und ich sagte, bevor wir die Mammographie machen, möchte ich erst das Sono haben, wenn das ausreichend gut beurteilbar ist, dann brauchen wir die Stahlenbelastung ja evtl. nicht.
Nein, geht nicht, wird mir in dieser Reihenfolge nicht angeboten, entweder ich versuche zumindest die Mammographie, oder ich bekomme beides nicht.
Ich erkläre den Grund, die Drüse ist nicht auf weniger als 6 cm komprimierbar, sonst droht eine Verletzung, und weil ich aktuell minus 1 kg/Woche hatte, seit 4 Wochen DD Hitze, ist mir das zu gefährlich, ich erkläre, das letzte Mal ist schon eine Zyste geplatzt,das will ich nicht nochmal erleben.
Sehr freundlich-verständnisvolle Assistentin, verspricht, wir probieren, wie weit wir kommen, falls es nicht geht, brechen wir halt ab.
Problem: sie hält ihr Versprechen nicht, hört nicht auf, als ich Stopp sage, textet stereotyp, „jajaj, gleich gleich, einen kleinen Moment noch dann haben Sie es geschafft“. Ich komme aus dem Gerät schon nicht mehr raus, die Platten haben so Griff auf der Haut, ich kann die Brust nicht mehr rausziehen, ich schreie laut sie soll sofort aufhören, macht sie aber nicht, ich schlage daher so fest ich kann auf das Gerät, da bekommt sie Angst ich mache es kaputt und löst die Platten wieder. Schade, dass ich so blöd war, da ohne Zeugen hin zu gehen.
Nach diesem abgebrochenen Versuch holt sie die Radiologin, diese versucht wieder, mich zu nötigen, unter Drohung, ich würde mir selbst schaden, wenn ich die Mammographie nicht machen lasse, ohne dass sie die Vorgeschichte kennt. Und meinen initialen Schmerzenschrei und mein Gefluche danach hat man sicher bis auf den Flur gehört.
Zumindest bekomme ich dann nach harter Diskussion (eine ängstlichere Patientin hätte hier wohl den kürzeren gezogen) die Sonographie: große, eher gutartig aussehende Zyste.
Meine Argumentation, dass ein 6cm-Tumor, der evtl. maligne sein könnte (über den wir vor der Sonographie ja noch nichts wussten), nicht auf 3cm gequetscht werden sollte, weil das ein Risiko für eine Metastasierung ist, wollte sie nicht hören, die Leitlinien seien so und so. Die Leitlinien sind aber mit gesundem Menschenverstand anzuwenden, und ich bin mir sicher, es gibt Befunde, die sich nicht für eine Mammagraphie qualifizieren, das muss man doch per Sono vorher evaluieren:
man kann schließlich mit dem Sono-Kopf die Größe sehr genau bestimmen, indem man drauf drückt, auf wieviel er sich komprimieren lässt, das hat dann ein Mensch in der Hand, der dann in Echtzeit sieht, ob da was zu platzen droht.
Das Mammographie-Gerät, das fährt einfach auf ca. 3 cm runter, ohne Kompromisse, ohne über die Risiken nachzudenken.
Und außerdem schaden wir dem Ruf der Mammographie: viele Frauen gehen deswegen nicht zur Vorsorge, weil sie solche Geschichten gehört haben. Dabei ist es für Patientinnen ohne fibrös-zyst. Mastopathie ein schmerzloses, und bei einem Tumor <3cm auch risikoarmes Verfahren.
1. Ich vermute, die Assistentin könnte aus anderem Land kommen, sie schien mir nicht sadistisch, eher ängstlich, hat vermutlich Angst, wenn sie die Qualität-Vorgaben, d.h. gute Beurteilbarkeit, d.h. die ca. 3 cm nicht macht, dann arbeitet da eine andere, und sie wird zurückgeschickt.
2. bei der Radiologin unreflektierter therapeut. Trott, Betriebsblindheit, keine Bereitschaft, logisch zu denken bzgl. 3cm vs 6cm, weil sie sich ja dann mit dem Vorwurf beschäfitgen müsste, dass es ja dann Pat. gegeben haben muss, die sie mir ihren Gerät umgebracht hat, wenn das hier immer so gelaufen ist.
3. Problem-Lösung: bei nicht-Anlass-bezogenen Mammographien des Routine-Screenings: grundsätzlich schmerzfrei durchführen, und wenn das nicht geht, rechtzeitig abbrechen, setzt aber vorraus, dass das Gerät eine stückweise Kompression mit Stopp-Möglichkeit kann. Und falls Schmerzen, dann erst Sono, um die mögliche Kompressions-Tiefe festzulegen.
und bei anlass-bezogenen Mammographien: immer erst Sonographie, bevor Mammographie.
und Patienten-Aufklärung: sollen zu zweit gehen, damit ein Zeuge dabei ist.