2024-1432
Nicht bemerkter Schlaganfall während Krankenhausaufenthalt
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Mein Vater hatte eine kleine OP und musste danach noch stationär im Krankenhaus bleiben, er durfte erst einmal nicht aufstehen. Einige Krankenschwestern waren sehr unfreundlich und haben ihn auf der Bettpfanne 2,5 Stunden liegen gelassen. Mit der Begründung: Sie bleiben so lange darauf liegen, bis da was drin ist.
Als ich am nächsten Tag wieder zu Besuch war, lag er regungslos im Bett und konnte nicht sprechen. Ich habe die Krankenschwester gefragt, was hier los ist: Nichts, seine Vitalwerte sind in Ordnung. Auf die Nachfrage, wann er zuletzt getrunken und gegessen hat, kam nur: Weiß sie nicht genau.
Sein Bettnachbar meinte heute bisher nicht. Ich habe ihn sofort an den Tropf mit Flüssigkeit legen und den Arzt rufen lassen.
Der kam nach über 2 Stunden gehetzt aus der Notaufnahme und versuchte meinen Vater anzusprechen. Der reagierte kaum. Er sagte: „Da ist alles okay, seine Vitalwerte sind in Ordnung“, und ging dann.
Sein Bettnachbar sagte: Ich passe auf ihn auf, wenn es schlimmer wird, ruft er mich sofort an.
Zum Glück ist er am nächsten Tag wieder in das andere Krankenhaus verlegt worden, wo er vorher war. Die haben mich dann sofort angerufen und gefragt, was mit ihm los ist und dann beim 2. Anruf später gesagt, dass er einen Schlaganfall hatte, der nicht bemerkt worden ist.
Die Oberschwester rief mich am nächsten Tag an und ich habe mich über die schlechte und unzureichende Behandlung beschwert.
Einen Angehörigen hilflos im Krankenbett zu erleben und um Hilfe kämpfen zu müssen – das ist eine außerordentlich belastende Erfahrung. Dieser Fall zeigt, wie ein Schlaganfall (eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn) bei einem älteren, bettlägerigen Patienten während eines stationären Aufenthalts unerkannt bleiben kann.
Ältere Menschen nach einer Operation sind oft geschwächt, können sich nicht selbst bemerkbar machen und sind auf die Aufmerksamkeit anderer angewiesen. Veränderungen in Sprache, Bewegung oder Reaktionsvermögen können in diesem Kontext leicht übersehen oder fehlgedeutet werden – besonders wenn Vergleichswerte wie technische Messdaten (sogenannte Vitalzeichen) unauffällig erscheinen. In einer Situation wie dieser gab es für den Patienten selbst keinen realistischen Spielraum zum Eingreifen – das ist wichtig anzuerkennen.
Angehörige kennen den betroffenen Menschen oft besser als das Pflegepersonal – und können genau deshalb einen wichtigen Beitrag leisten, wenn sie Veränderungen wahrnehmen.
Wer als Angehörige oder Angehöriger eine solche Erfahrung gemacht hat, kann sich kostenlos und unabhängig bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) beraten lassen – telefonisch, online oder vor Ort. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es außerdem möglich, Erlebnisse wie dieses anonym zu melden, damit sie zur Verbesserung der Patientensicherheit in Deutschland beitragen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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