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2025-348

Bewusste Falschaussage der Hausärztin hat angemessenen GdB verhindert

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Fallbeschreibung:

Ich habe ME/CFS, damals etwa Bell 10-20. Nachdem ich sie über die Erkrankung aufgeklärt hatte, hat meine damalige Hausärztin für den Antrag auf den GdB und im Widerspruchsverfahren korrekte Angaben über meinen Zustand gemacht. Während halbjährlichen Hausbesuchen hat sie sich entsetzt über meinen schlechten Zustand geäußert, allerdings keinerlei Therapieversuch unternommen oder mich sonst wie unterstützt. Im Klageverfahren hat sie dann, ohne mich seit dem Ausfüllen des Fragebogens zum Widerspruch gesehen zu haben, plötzlich komplett umgedreht, behauptet alles sei psychosomatisch und ich hätte „eine Psychoedukation abgelehnt“, sei am Zustand also selbst Schuld. Sie hatte, als ich kaum in der Lage war alleine aufs Klo zu gehen, eine stationäre Psychotherapie empfohlen, damit ich „versorgt sei“. Das hatte ich mit ausführlicher Begründung und Aufklärung abgelehnt, da es gerade in meinem Zustand eine gefährliche Falschbehandlung gewesen wäre. Als Beweis für meine angebliche psychische Labilität hat sie u.a. einen 7 Jahre alten Bericht einer Psychotherapie vorgelegt in dem ohne Nachweis oder Begründung stand, meine Beschwerden seien psychischer Ursache. Diese Beschwerden hatten sich dann aber später als Folgen einer Unverträglichkeit herausgestellt. Das wusste meine Hausärztin. Bei der Frage um stationäre Aufenthalte schrieb sie, trotz deutlich aktuellerer Aufenthalte, ich sei mal wegen einer Nierenbeckenentzündung stationär gewesen. Ich war allerdings wegen der daraus resultierenden Urosepsis dort. Deutlich gefährlicher. Alleinstehend wäre es mir vllt nicht aufgefallen, aber dieses Herunterspielen zieht sich wie ein roter Faden durch den Fragebogen. Auch hat sie mich als immobil eingestuft, aber behauptet ich hätte keinen Hilfsbedarf. Warum sie das gemacht hat weiß ich nicht, aber sie muss genau gewusst haben was sie da tut und dass ich mich nicht würde wehren können. Effektiv war es psychische, körperliche und finanzielle Gewalt, da ich wegen ihr noch immer keinen angemessenen GdB habe und damit noch immer auf notwendige Hilfe verzichten muss, sowie finanziell deutlich prekärer lebe.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Ärzte können ohne jegliche Konsequenzen fürchten zu müssen, wissentlich ihren Patienten schaden und notwendige Hilfe verweigern. Es gibt keine Möglichkeiten für schwerkranke Patienten sich zu wehren.

Verbesserungsvorschläge:

Barrierearme Meldestellen und Unterstützung für Patienten, ein System bei dem Ärzte Konsequenzen erwartet

Weitere Infos:

Keine Angaben

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Ärztin oder Arzt beim Hausbesuch, Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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