2024-837
Keine Bluttransfusion nach Eingriff trotz Blutverlust erhalten
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Ich habe mir in einem Krankenhause mehrere und teils sehr große Gebärmutter-Myome laparoskopisch entfernen lassen. Nach dem Aufwachen war ich über den zweiten Zugang erstaunt und fragte die Pflegekraft, was es damit auf sich hat – sie sagte mir, ich hätte viel Blut verloren und da ich Zeugin Jehovas wäre, hätte man mir keine Bluttransfusion geben können, daher wären nur Medikamente notwendig. Da dies nicht der Fall ist und ich das Gehörte kaum glauben konnte, fragte ich auch die nächste Pflegekraft und erhielt dieselbe Antwort. In der Folge war ich mehrere Wochen sehr schlapp.
Eine Operation erfolgreich hinter sich zu bringen und dann zu erfahren, dass eine wichtige Behandlungsentscheidung auf einer falschen Annahme beruhte – das kann erschütternd und schwer zu begreifen sein. In diesem Fall wurde einer Patientin nach einem größeren Blutverlust keine Bluttransfusion (Übertragung von Spenderblut) gegeben, weil das medizinische Team irrtümlich davon ausging, sie lehne diese aus religiösen Gründen ab. Diese Annahme war falsch. Wie es zu dieser Verwechslung kam, lässt sich im Nachhinein nicht abschließend klären.
Informationen zur Religionszugehörigkeit oder zu persönlichen Überzeugungen gehören nicht zur Routinedokumentation – und dennoch können solche Angaben in seltenen Fällen fälschlicherweise mit einer Patientenakte verknüpft werden. Die Folgen können erheblich sein.
Wer sich auf einen geplanten Eingriff vorbereitet, kann einige Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass die eigenen Wünsche korrekt dokumentiert und bekannt sind.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Tagelange Blutungen, Mangelernährung, Antibiotikareaktion: Ein CIRS-Fall zeigt, wie Diagnosefixierung die Patientensicherheit gefährden kann.
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Die Betriebskrankenkassen:
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