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2026-081

Falschfokussierung bei der Diagnostik auf Tumor – starke Blutung über Tage

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Fallbeschreibung:

Diagnostikfokus auf Tumor verzögert Behandlung bei GI-Blutung

Ich bin mit starken GI Blutungen in die Klinik eingewiesen worden, dort notfallmäßig aufgenommen worden und dann mit Verdacht auf Lebererkrankung auf die IMC verlegt worden. Dort hat sich zuständige Oberärztin irgendwie darauf versteift, dass die diagnostizierte Leberzirrhose den Ursprung in einem Tumor hat und ich wurde tagelang darauf untersucht und getestet (Biopsien, CT, Ultraschall, Endosono, etc.).

Während dieser Tage verlor ich literweise Blut, das durch diverse EK jeden Tag wieder aufgefüllt wurde, jedoch ohne Gabe von Elektrolyten o.Ä. und unter völliger Nüchternheit. Keine Nahrungs – und Flüssigkeitsaufnahme. Laut diensthabenden ÄrztInnen bekäme ich genügend Flüssigkeit über die ständig angehängte Antibiotikainfusion. Auch wurde mir keine Ernährung i.V. gegeben oder sonstige Proteingaben, was den Zustand der Leber natürlich immer weiter verschlechterte.
Nach über 12 Tagen Untersuchungen, ständigen massiven GI Blutungen, die nicht unter Kontrolle gebracht wurden, drohte ich mit einer Anzeige, wenn sich jetzt nicht endlich Hepathologen mit einschalten, um die Blutungen endlich unter Kontrolle zu bekommen. Dies wurde dann widerwillig nach meinem Anruf bei der Polizei getan und auch sehr schnell eine Lösung gefunden, die dann am nächsten Tag auch direkt umgesetzt wurde.

Die korrekte, naheliegendste und schnellste Diagnose war eine Leberzirrhose mit Pfortaderstau, die Standardmässig dann behandelt wurde. Und es gab keinerlei Anzeichen eines Tumors.
Zu guter Letzt habe ich auch noch eine allergische Reaktion auf einen Wechsel des Antibiotikums gehabt, was aber trotz mehrfachen Ansprechens niemanden interessierte und die Reaktion über Ausschlag, Juckreiz, Schwellungen bis zur Atemnot ging. Erst als ich in Anwesenheit eines Pflegepersonals wieder zum Telefongriff und die Polizei anrief wurde reagiert.

Gut gelaufen:

Leider ganz und gar nichts.

Schlecht gelaufen:

Versteifung auf ein nicht naheliegendes Problem und somit Unterlassung einer schnellen Diagnostik zum Wohlbefinden des Patienten bis hin zu unterlassener Hilfeleistung und sogar schwerwiegenderen Taten.

Verbesserungsvorschläge:

Diese IMC sollte sich denfititiv bewusst werden, was eine intensivmedizinische Betreuung, bzw. in diesem Falle eine teilintensiv-medizinische Betreuung bedeutet und nicht sich daran aufhalten, Phantomen hinterher zu jagen um die Einnahmen der Klinik zu verbessern.

Weitere Infos:

Der Patient muss an erster Stelle stehen und nicht der zwanghafte Drang, etwas zu finden, was sehr viel Geld und langwierige Behandlungen bringt. Auf dieser Abteilung ist man verloren und verlassen.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine schwere Erkrankung, die mit massivem Blutverlust einhergeht, ist körperlich und seelisch extrem belastend – umso mehr, wenn man das Gefühl hat, dass die dringlichste Gefahr nicht im Mittelpunkt der Behandlung steht. Solche Erfahrungen können tief erschüttern und das Vertrauen in die medizinische Versorgung nachhaltig beeinträchtigen.

In der Medizin kann es vorkommen, dass ein erster Verdacht – zum Beispiel auf eine bestimmte Grunderkrankung – die diagnostische Aufmerksamkeit stark auf sich zieht. Währenddessen können andere, unmittelbar behandlungsbedürftige Probleme wie eine anhaltende Blutung in den Hintergrund geraten. Für Betroffene ist es in solchen Situationen besonders schwer, wenn sie körperlich geschwächt sind und dennoch selbst aktiv werden müssen, um Gehör zu finden.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn Betroffene oder Angehörige das Gefühl haben, dass ein akutes Problem nicht ausreichend behandelt wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten, innerhalb des Krankenhauses Gehör zu finden.

  • Es ist möglich, gezielt nach dem Behandlungsplan zu fragen – also danach, welches Problem als erstes behandelt wird und warum. Eine konkrete Frage könnte sein: „Was ist gerade das dringlichste Ziel Ihrer Behandlung bei mir – und wie gehen wir mit der anhaltenden Blutung um?“
  • Wer das Gefühl hat, dass ein akutes Symptom nicht ernst genommen wird, kann darum bitten, dass eine Fachärztin oder ein Facharzt aus einem anderen Bereich hinzugezogen wird – zum Beispiel: „Ich würde gerne eine zweite Einschätzung von einer Hepatologin oder einem Hepatologen einholen.“
  • Eine Begleitperson kann in solchen Situationen eine wichtige Unterstützung sein: Sie kann Beobachtungen dokumentieren, Fragen stellen und – wenn nötig – selbstständig das Gespräch mit dem Pflegeteam oder dem ärztlichen Dienst suchen.
  • Wenn Symptome wie Ausschlag, Juckreiz oder Atemnot auftreten, die neu sind oder sich verändern, ist es möglich, das Pflegepersonal ausdrücklich darauf hinzuweisen und um eine zeitnahe ärztliche Einschätzung zu bitten – auch wenn man dies bereits zuvor angesprochen hat.

Worauf Sie achten können

  • Fragen Sie nach, wenn Sie nicht verstehen, warum bestimmte Untersuchungen gemacht werden – oder warum ein akutes Problem scheinbar nicht im Vordergrund steht.
  • Halten Sie fest, welche Symptome Sie wann bemerken – auch während eines Krankenhausaufenthalts. Kurze Notizen oder Angaben an eine Begleitperson können helfen, Veränderungen nachvollziehbar zu machen.
  • Es ist möglich, beim Krankenhaus nach einem Patientenfürsprecher oder einer Patientenfürsprecherin zu fragen – das sind unabhängige Anlaufstellen innerhalb vieler Krankenhäuser, die Betroffenen helfen können, ihre Anliegen zu kommunizieren.
  • Wenn Sie sich in einer Situation nicht ausreichend versorgt fühlen, ist es möglich, dies direkt und klar zu benennen – zum Beispiel gegenüber der Stationsleitung oder dem ärztlichen Dienst der Abteilung.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie nach einem Krankenhausaufenthalt Fragen zu Ihrer Behandlung haben oder das Erlebte einordnen möchten, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und neutrale Beratung an. Ihre Erfahrung können Sie auch auf mehr-patientensicherheit.de anonym mitteilen – damit andere von Ihrem Erleben lernen können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus, Intensivstation
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

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