2024-1491
Beinahe übersehener Brustkrebs
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Nach langem Hin und Her (jährliche Sonographien und Memmographien im Wechsel) und ständig unbrauchbaren Befunden bei ausgeprägter zystischer Mastopathie wurde auf eigenes Drängen ein Termin zum MRT der Brüste vereinbart.
In diesem zeigte sich ein alle Stanzzylinder durchsetzendes DCIS (duktales Carcinoma in situ). In der Ambulanz wurde mir zu einer BET (brusterhaltenden Therapie) geraten bzw. ich sollte unbedint davon überzeugt werden, obwohl ich längest um eine beidseitige Ablatio aufgrund der massiven Schmerzen durch die riesigen Zysten (die auch ein rechtzeitiges Erkennen von Brustkrebs verhindern) gebeten hatte.
Ich blieb standfest und mein Name befand sich letztlich nacheinander auf drei (!) Operationslisten. Hätte ich eine Plastikbrust gewollt, wäre mir diese sofort eingesetzt worden (mit allen Risiken wie Kapselfibrose, Platzen des Implantats, Lymphome).
Intraoperativ stellte sich heraus, dass sich hinter dem DCIS auch ein invasiver Krebs verbarg. Hätte ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört und wäre nicht für mich eingestanden, hätte ich möglicherweise inzwischen metastasierten Brustkrebs.
Wenn Patient:innen über einen langen Zeitraum mit unklaren Befunden und anhaltenden Beschwerden leben, kann das eine erhebliche Belastung darstellen – körperlich wie emotional. Dass in einer solchen Situation auch die eigenen Behandlungswünsche nicht gehört oder nicht ausreichend ernst genommen werden, macht diese Erfahrung noch schwerer.
Fälle wie dieser zeigen, dass die Diagnose von Brustkrebs bei bestimmten Gewebeveränderungen – wie einer ausgeprägten zystischen Mastopathie (einer gutartigen Erkrankung mit vielen Zysten im Brustgewebe) – durch herkömmliche Untersuchungen erschwert sein kann. Sie zeigen auch, dass die Wahl des operativen Vorgehens eine zutiefst persönliche Entscheidung ist, bei der die Wünsche der betroffenen Person im Mittelpunkt stehen sollten – und dass es manchmal erheblichen Aufwand erfordert, sich diesen Respekt zu verschaffen.
Wer sich in einer vergleichbaren Situation befindet, kann auf verschiedene Wege zurückgreifen, um die eigene Position zu stärken und die für sich passende Versorgung zu erhalten.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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