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2025-060

Tumor trotz Krankenhausaufenthalt und Untersuchungen nicht erkannt

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Fallbeschreibung:

Tumor nicht erkannt: Fehldiagnose mit schweren Folgen

Bereits über ein Jahr lang hatte ich beständig starke Bauchschmerzen, Schwindel und Herzbeschwerden. Dies war so stark, dass ich insgesamt drei Mal nachts beim Hausärztlichen Notdienst beziehungsweise dann in der Notaufnahme war. Da ich das Gefühl hatte, ich würde sterben, konnte ich nicht mehr schlafen.

Schließlich habe ich mich selbst ins Krankenhaus einweisen lassen. Hier wurde u.a. ein Bauch-Ultraschall gemacht und ein Belastungs-EKG (mit der Anmerkung, dass die Fußballprofis des örtlichen Bundesliga-Vereins von dem Chefarzt behandelt werden würden, mit denen ich nicht mithalten könne).

Nach zwei Tagen erläuterte mir der Chefarzt, dass ich schlicht zu viel Stress hätte, mir einen Hund kaufen solle, um wenigstens spazieren zu gehen.

Drei Monate später bin ich zu Hause kollabiert (ich war allein). Ich hatte einen Dünndarmdurchbruch. Während der Not-OP wurde ein 20 cm großer, mit dem Dünndarm verwickelter Tumor entdeckt. Neben einem hohen Blutverlust und der Dünndarm-Resektion (mit Nebenfolgen bis Heute), habe ich auch eine Art Angststörung entwickelt. Todesangst begleitet mich ständig.

Gut gelaufen:

Eine hervorragende Operation im zweiten Krankenhaus.

Schlecht gelaufen:

Meine Beschwerden wurden überhaupt nicht ernst genommen. „Stress“ heißt: nicht ernst nehmen. Dabei sind Stress-Symptome ja Belastungssymptome. Problem nur: ich hatte keine Stress-Symptome, sondern Symptome u.a. diverse Stoffwechselstörungen durch den nicht mehr funktionierenden Dünndarm. Völlig unklar ist, warum der Tumor bei der Abdomensonographie im Krankenhaus nicht erkannt worden ist.

Verbesserungsvorschläge:

Stress und Belastungen sind kein Faktor, der entlastet, weiter nach einer Ursache zu suchen. Die Kausalitäten sind sowieso zumeist konstruiert.

Weitere Infos:

Die Nachfolgen des nicht erkannten Tumors verfolgen mich physisch und psychisch bis heute.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Anhaltende, starke körperliche Beschwerden können Menschen über lange Zeit an ihre Grenzen bringen – körperlich wie seelisch. Wenn trotz mehrfacher Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte keine Ursache gefunden wird, ist das eine zutiefst belastende Erfahrung, die sich auch nach der Behandlung in Form von Ängsten und psychischen Folgen niederschlagen kann.

In solchen Situationen kann es vorkommen, dass Symptome auf psychosoziale Ursachen wie Stress zurückgeführt werden, obwohl eine körperliche Erkrankung vorliegt. Diagnostische Verfahren – zum Beispiel eine Abdomensonographie (Ultraschalluntersuchung des Bauchraums) – können in bestimmten Fällen keinen eindeutigen Befund liefern, selbst wenn eine ernsthafte Erkrankung vorhanden ist. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Beschwerden nicht real oder bedeutsam sind.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn körperliche Beschwerden trotz Untersuchungen ungeklärt bleiben, gibt es Möglichkeiten, aktiv weiter nach einer Ursache zu suchen.

  • Bei anhaltenden, schweren Beschwerden ohne befriedigende Erklärung ist es möglich, ausdrücklich nach weiteren diagnostischen Schritten zu fragen – zum Beispiel: „Meine Beschwerden bestehen seit über einem Jahr und werden nicht besser. Welche weiteren Untersuchungen wären denkbar?“
  • Eine Zweitmeinung einzuholen ist jederzeit möglich – ohne dass dafür ein besonderer Anlass oder eine Begründung gegenüber der behandelnden Praxis oder Klinik erforderlich ist. Ein anderes Fachgebiet, etwa die Gastroenterologie (Fachbereich für Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts), kann unter Umständen einen anderen Blickwinkel einbringen.
  • Es kann hilfreich sein, die eigenen Symptome schriftlich festzuhalten – mit Datum, Häufigkeit, Stärke und möglichen Begleitumständen. Solche Aufzeichnungen können bei Gesprächen mit Ärztinnen und Ärzten nützlich sein, um die Chronologie und Schwere der Beschwerden nachvollziehbar darzustellen.
  • Wenn die angebotene Erklärung für die eigenen Beschwerden nicht stimmig wirkt, ist es möglich, das direkt anzusprechen: „Ich nehme den Hinweis auf Stress ernst, aber ich habe das Gefühl, dass meine körperlichen Symptome dadurch nicht vollständig erklärt werden. Können wir gemeinsam überlegen, ob es noch andere mögliche Ursachen gibt?“

Worauf Sie achten können

  • Eine Erklärung wie „Stress“ oder „psychische Belastung“ schließt eine körperliche Erkrankung nicht aus – beides kann gleichzeitig vorliegen oder auch unabhängig voneinander bestehen.
  • Bei unklaren, anhaltenden Bauchbeschwerden ist es möglich, gezielt nach einer gastroenterologischen oder internistischen Abklärung zu fragen, falls diese noch nicht erfolgt ist.
  • Starke oder sich verändernde Beschwerden – insbesondere plötzliche Verschlimmerungen – sind ein möglicher Anlass, sofort eine Notaufnahme aufzusuchen oder den Notruf 112 zu rufen.
  • Wer nach einem belastenden medizinischen Erlebnis unter Ängsten oder psychischen Beschwerden leidet, kann sich an spezialisierte Beratungs- oder Unterstützungsangebote wenden – körperliche und seelische Folgen einer schweren Erkrankung verdienen gleichermaßen Aufmerksamkeit.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Notaufnahme, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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