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2025-291

Nachsorge nach Darmkrebs OP Rektumkarzinom UICC Stadium 3

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Fallbeschreibung:

Nachsorge nach Darmkrebs-OP: Niemand fühlt sich zuständig

Bei der Vorsorgeuntersuchung wurde ein positiver Abstrich erhalten.
Trotz Überweisung an den Facharzt hat es ein 3/4 Jahr bis zur Darmspiegelung gedauert. Nach dem dortigen Befund Fortgeschritten ging alles recht schnell und positiv weiter. Sowohl alle weiteren Untersuchungen,OP und Aufenthalt im Krankenhaus verliefen sehr gut und die beteiligten Personen waren freundlich und offen und hilfreich.
Aber die Nachsorge ist gruselig.
Die Onkologie sagt, die Gastroentologie ist zuständig. Diese sagen, der Hausarzt ist zuständig sie machen nur die erforderlichen Untersuchungen. Und jetzt sagt der Hausarzt, er wäre nicht zuständig, ich soll mich zukünftig an die Gastroentologie wenden um alles weitere zu organisieren. Der Kreislauf hat sich geschlossen. Niemand hilft weiter, niemand fühlt sich verantwortlich und ich entnehme dem , daß Nachsorge und die Ängste der Patienten auf Metastasen völlig egal sind .

Gut gelaufen:

Krankenhausaufenthalt

Schlecht gelaufen:

Die Bereitschaft der Ärzte, einem Patienten hinterher zu helfen.

Verbesserungsvorschläge:

Jemand, der die Patienten vernünftig aufklärt, wer wann zuständig ist und es auch Praxen gibt, die es organisieren und gemeinsam durchführen.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Krebsdiagnose und eine große Operation zu durchleben ist für Betroffene eine enorme Belastung – körperlich wie seelisch. Umso schwerer wiegt es, wenn nach einer gut verlaufenen Behandlung in der Nachsorge plötzlich unklar bleibt, wer eigentlich zuständig ist und wohin man sich mit Fragen und Ängsten wenden kann.

Der vorliegende Fall zeigt ein bekanntes strukturelles Problem: Wenn mehrere Fachdisziplinen – hier Onkologie (Krebsmedizin), Gastroenterologie (Magen-Darm-Heilkunde) und Hausarztpraxis – beteiligt sind, kann die Koordination der Nachsorge zwischen den Einrichtungen fallen. Keine einzelne Stelle hat dabei versagt – und dennoch fühlt sich am Ende niemand verantwortlich. Dieses sogenannte „Schnittstellenproblem“ ist im Gesundheitssystem gut dokumentiert.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich in einer solchen Situation wiederfindet, kann aus eigener Initiative einige Schritte einleiten – auch wenn es nicht selbstverständlich ist, dass Betroffene das leisten müssen.

  • Einen Nachsorgeplan schriftlich einfordern: Bereits vor der Entlassung aus dem Krankenhaus ist es möglich, den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin zu fragen: „Wer ist nach der Entlassung meine koordinierende Ansprechperson für die Nachsorge – und können Sie mir das schriftlich mitgeben?“ Viele Kliniken verfügen über einen Sozialdienst oder eine Entlassungskoordination, die dabei unterstützen kann.
  • Ein Tumorboard oder Tumorzentrum anfragen: Bei Krebserkrankungen ab einem bestimmten Stadium ist es üblich, dass Fälle in einem sogenannten Tumorboard besprochen werden – einem interdisziplinären Gremium aus verschiedenen Fachärztinnen und Fachärzten. Es kann sinnvoll sein, nachzufragen, ob ein solches Board einberufen wurde und ob daraus eine Empfehlung zum Nachsorgeplan vorliegt.
  • Den Arztbrief aktiv nutzen: Der Entlassbrief des Krankenhauses enthält in der Regel Empfehlungen zur weiteren Behandlung. Es ist möglich, diesen Brief in jeder Folgepraxis direkt anzusprechen und zu fragen: „Im Entlassbrief steht, dass Nachsorgeuntersuchungen empfohlen werden – wer übernimmt diese Koordination konkret?“
  • Onkologische Beratungsstellen einbeziehen: Krebsberatungsstellen – etwa der Deutschen Krebshilfe oder regionaler Träger – bieten kostenlose, unabhängige Unterstützung an. Sie helfen dabei, den richtigen Ansprechpartner zu finden, und können bei der Kommunikation mit Praxen begleiten.

Worauf Sie achten können

  • Liegt nach der Klinikentlassung ein schriftlicher Nachsorgeplan vor, der konkret benennt, welche Untersuchungen wann und bei wem stattfinden?
  • Ist eine koordinierende Stelle – z. B. eine Praxis, ein Tumorzentrum oder ein Case-Manager – namentlich benannt, die bei Fragen und Problemen erreichbar ist?
  • Ist bekannt, welche Untersuchungen zur Nachsorge empfohlen werden – und in welchen Abständen?
  • Gibt es eine Möglichkeit, sich bei Unsicherheiten oder Ängsten zeitnah an eine Fachperson zu wenden – ohne erst im „Zuständigkeitskreis“ von Praxis zu Praxis verwiesen zu werden?

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus, Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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