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2026-001

Fehlende Spiegelbrille (Prisma-Brille) bei MRT- oder CT Untersuchungen

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Fallbeschreibung:

Prismabrille bei MRT/CT: Hilfsmittel für Klaustrophobie

Trotzt meiner Platzangst bei Untersuchungen im MRT/CT und gezielter Nachfrage einer „Spiegelbrille“ habe ich bisher weder in einem ambulanten Röntgeninstitut noch in irgendeinem Krankenhaus eine solche bekommen.
Man bot mir stehts nur ein Beruhigungsmittel an, das mich jedoch für den Rest des Tages fahr- und arbeitsunfähig gemacht hat.
Mit Aussagen des medizinischen Personals wie: „haben wir nicht“, „wurde uns gestohlen“ oder „sind zu teuer“ sah ich mich gezwungen mir mit einfachen und günstigen Hilfsmitteln eine solche Spiegelbrille (metallfrei) selbst zu basteln.
Funktioniert super und mein Problem ist gelöst.

Gut gelaufen:

Die selbstgebastelte Prismen-Brille funktioniert super und mein Problem der Platzangst wurde mit einfachen Mitteln gelöst. Die Brille kann weiterhin jederzeit für solche Untersuchungen eingesetzt werden.

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Kontrolle solcher Institute bzgl. ihrer Ausstattung zum Wohle des Patienten. Schulung des Personals bzgl. Umgang und Auskünften an den Patienten.

Weitere Infos:

Da MRT- und CT-Untersuchungen relativ teure Untersuchungen sind bzw. mit den Krankenkassen abgerechnet werden, viele Menschen (Pat.) unter Platzangst leiden und nicht durch ein (nicht nebenwirkungsfreies) sedierendes Medikament für den Untersuchungstag lahmgelegt werden möchten, wäre es eine Überlegung wert, ganz simple Einwegbrillen oder auch desinfizierbare Prismen-Brillen vorzuschreiben.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Platzangst – medizinisch auch Klaustrophobie genannt – ist eine weit verbreitete Erfahrung, die MRT- oder CT-Untersuchungen zu einer echten Belastung machen kann. Wenn Hilfsmittel, die diese Belastung reduzieren könnten, nicht verfügbar sind oder nicht angeboten werden, stehen Betroffene vor einer schwierigen Abwägung zwischen Untersuchung und persönlichem Wohlbefinden.

Eine sogenannte Prismenbrille – auch Spiegelbrille genannt – ist eine spezielle Brille, die den Blick so umlenkt, dass man beim Liegen im Gerät nach vorne aus der Röhre herausschauen kann, anstatt die enge Umgebung direkt wahrzunehmen. Das kann bei Platzangst sehr hilfreich sein. Solche Brillen sind in manchen Einrichtungen vorhanden, in anderen nicht – die Ausstattung ist unterschiedlich.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer eine MRT- oder CT-Untersuchung vor sich hat und unter Platzangst leidet, kann sich im Vorfeld gezielt informieren und vorbereiten.

  • Vorab gezielt nachfragen: Es ist möglich, bereits bei der Terminvereinbarung nach einer Prismenbrille zu fragen – zum Beispiel: „Ich leide unter Platzangst. Haben Sie eine Prismenbrille oder andere Hilfsmittel, die mir während der Untersuchung helfen können?“ So lässt sich frühzeitig einschätzen, welche Unterstützung die Einrichtung anbieten kann.
  • Eigene Hilfsmittel mitbringen: Wie dieser Fall zeigt, ist es möglich, sich eine metallfreie Prismenbrille selbst anzuschaffen oder herzustellen und zur Untersuchung mitzubringen. Viele einfache Modelle sind im Handel erhältlich und speziell für die Verwendung im MRT geeignet – wichtig ist dabei, dass alle Teile metallfrei sind.
  • Alternativen besprechen: Neben Hilfsmitteln gibt es weitere Möglichkeiten, die Untersuchung erträglicher zu machen – etwa Augen schließen, Atemübungen oder das Tragen einer Augenmaske. Ein offenes Gespräch mit dem Personal im Vorfeld kann helfen, gemeinsam passende Wege zu finden.
  • Sedierung als eine von mehreren Optionen betrachten: Ein Beruhigungsmittel – also ein Medikament, das entspannt oder leicht sediert – kann in manchen Situationen sinnvoll sein, geht aber mit Nebenwirkungen wie eingeschränkter Fahrtüchtigkeit einher. Es ist möglich, das Für und Wider gemeinsam mit dem ärztlichen Personal abzuwägen, ohne dass diese Option als einzige Alternative erscheint.

Worauf Sie achten können

  • Bei der Terminvereinbarung die Platzangst ansprechen und nach verfügbaren Hilfsmitteln fragen – nicht erst vor Ort.
  • Beim Mitbringen einer eigenen Prismenbrille vorab bestätigen lassen, dass alle Teile metallfrei sind – das ist im MRT aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich.
  • Wenn Sedierung angeboten wird: konkret nach Alternativen fragen und bei Bedarf eine Begleitperson organisieren, falls man sich für das Medikament entscheidet.
  • Erfahrungen – positive wie schwierige – auf mehr-patientensicherheit.de melden: Solche Berichte helfen dabei, Versorgungslücken sichtbar zu machen und Verbesserungen anzustoßen.

Teilen Sie Ihre Erfahrungen

Der hier geschilderte Fall ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine selbst entwickelte Lösung anderen Menschen mit ähnlichen Erfahrungen Mut machen kann. Wenn Sie selbst Erfahrungen gemacht haben – ob mit hilfreichen Hilfsmitteln oder mit Situationen, in denen Unterstützung gefehlt hat – können Sie diese anonym auf mehr-patientensicherheit.de melden und so dazu beitragen, dass das Thema in der Gesundheitsversorgung mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus, Ambulante Praxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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