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2025-219

Erst in zweiter Klinik behandelt nach Verschlucken und festsitzendem Essenstück

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Fallbeschreibung:

Fremdkörper im Hals: Verzögerte Notfallversorgung in der Klinik

Ich suchte das Notfallzentrum auf, da ich mich beim Abendessen verschluckt hatte und das verschluckte Stück trotz eigener Maßnahmen weiterhin feststeckte. Nach der Anmeldung und ersten Untersuchungen (Blutdruckmessung, Blutabnahme) wurde ich mehrfach von verschiedenen Ärzten befragt. Es wurde festgestellt, dass das verschluckte Stück festsitzt und eine Gastroskopie zur Entfernung notwendig sei. Trotz mehrfacher Versuche, Wasser oder Speichel zu schlucken, war dies nicht möglich, was ich den Ärzten auch mitteilte. Diese machten den Schluckversuch und stellten das auch fest.Die Schmerzen nahmen zunehmend zu. Ich wurde erneut ins Wartezimmer geschickt.

Später informierte mich ein Arzt, dass der Eingriff erst am nächsten Morgen stattfinden solle und ich über Nacht bleiben müsse, was ich ausdrücklich ablehnte. Mein Einwand wurde zwar zur Kenntnis genommen, jedoch erhielt ich keine weitere Rückmeldung, wie zuvor zugesagt.Der Arzt wollte sich nochmals mit dem Hintergrund besprechen und Rückmeldung geben. Stattdessen wurde ich ohne weitere Aufklärung von zwei Transporteuren auf eine Station gebracht, wo ich – entgegen meines ausdrücklichen Willens – stationär aufgenommen werden sollte. Über den weiteren Ablauf oder die Dringlichkeit der Untersuchung wurde ich nicht informiert, lediglich, dass die Untersuchung im Verlauf des nächsten Tages stattfinden würde.

Angesichts der zunehmenden Schmerzen und der fehlenden Kommunikation habe ich das Krankenhaus verlassen und eine andere Notaufnahme aufgesucht. Dort wurde die notwendige Gastroskopie sofort durchgeführt. Der behandelnde Arzt wies mich ausdrücklich darauf hin, dass es sich um einen absoluten Notfall gehandelt habe und bei weiterem Zögern eine Operation notwendig geworden wäre. Mein Kreatininwert war zwischenzeitlich auf über 3,5 mg/dl angestiegen, was auf eine erhebliche Beeinträchtigung meiner Gesundheit hindeutet.
Dass die Pizzalieferung jedoch vom Notfallzentrum entgegengenommen wurde und nur die beauftragten Transporteure mit mir die Station mitgeteilt haben, muss ich noch erwähnen.

Zusätzlich zu dieser unzureichenden medizinischen Versorgung habe ich eine Rechnung über zwei stationäre Tage erhalten, obwohl ich diese Leistung nicht in Anspruch genommen habe.

Beschwerdepunkte:

Unzureichende medizinische Versorgung: Trotz eindeutiger Notfallsymptomatik wurde die notwendige Behandlung nicht zeitnah durchgeführt.

Mangelhafte Kommunikation: Versprochene Rückmeldungen blieben aus, und ich wurde über den weiteren Ablauf nicht informiert.

Falsche Angaben und Fehlinformationen: Ich wurde stationär aufgenommen, obwohl ich dies abgelehnt hatte, und erhielt im Nachgang eine Rechnung über zwei stationäre Tage, die nicht der Wahrheit entspricht.

Gefährdung meiner Gesundheit durch Verzögerung der Behandlung.

Forderungen:

Eine schriftliche Stellungnahme zu den genannten Vorfällen und eine Erklärung, wie es zu diesen Abläufen kommen konnte.

Eine Überprüfung der Qualifikation und Ausbildung der behandelnden Ärzte, insbesondere hinsichtlich der Kommunikation mit Patienten sowie der Einschätzung und Einleitung notwendiger Behandlungen – insbesondere, wenn sich Ihre Klinik als Einrichtung der Spitzenmedizin versteht.

Die Korrektur der fehlerhaften Abrechnung und eine schriftliche Bestätigung, dass keine Kosten für eine nicht erfolgte stationäre Aufnahme berechnet werden.

Information darüber, wie künftig sichergestellt wird, dass vergleichbare Situationen vermieden werden.
Die Antwort von der Klinik war, dass die Ärzte verneinen, dass ich nicht schlucken konnte. Haben mir Leitlinien gesendet. Keine Entschuldigung. Kein Wort über die mangelnde Kommunikation.Kein Wort das ich mit komp. Nierenins. keine Infusion bekommen habe. Das das folgende Krankenhaus (kein Haus der Maximalversorgung was ich auch noch Excellenskrankenhaus bezeichnet) die Lage sofort erkannt haben.
Leider steht hier nicht der Patient im Mittelpunkt.

Gut gelaufen:

Gut gelaufen ist,das ich direkt von der Pflegekraft Blutdruck gemessen bekommen habe und sie sich meinen Beschwerden angehört hat.

Schlecht gelaufen:

Kommunikation. Versprochene Rückmeldungen bleiben aus. Keine weitere Kommunikation. Drei Ärzte schauen, aber keine Kompetenz, sondern telefonische Nachfrage mit dem Hintergrund. (Wenn es gelaufen ist)Bei Beschwerdemanagement wird man als Patient auch nicht erst genommen. Schlecht ist das ich beim nächsten Krankenhaus ausgeschimpft worden bin,wieso ich nicht eher gekommen bin,da es ein absoluter Notfall ist. Vorher war ich jedoch an einer Exzelleniklinik. Ich bin kein Arzt. Wenn die Ärzte das an der Klinik nicht wissen, woher ich ?

Verbesserungsvorschläge:

Ehrlich mit Patienten umgehen und auch hinterher nicht Fehler eingestehen.Wenn der Patient nicht mehr als Patient wahrgenommen wird,sondern beim Personal als störender Faktor muss daran gearbeitet werden

Weitere Infos:

Das Beschwerdemanagment geht nicht auf die Fakten ein,sondern antwortet pauschal mit Leitlinien

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Ein festgestecktes Stück im Hals oder in der Speiseröhre ist eine ernste Situation, die mit starken Schmerzen und großer Verunsicherung verbunden sein kann. Wenn in einer solchen Lage die Kommunikation nicht klappt und zugesagte Rückmeldungen ausbleiben, ist das für Betroffene besonders belastend.

Fälle wie dieser zeigen, dass es in Notaufnahmen zu Verzögerungen und Informationslücken kommen kann – auch dann, wenn eine Person ihre Beschwerden klar schildert und aktiv nachfragt. Wie dringend eine Behandlung ist, lässt sich als Patient oder Patientin von außen oft nicht einschätzen – das ist keine Frage von Wissen oder Aufmerksamkeit, sondern liegt in der Natur medizinischer Entscheidungen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich in einer Notaufnahme nicht ausreichend informiert oder gehört fühlt, hat verschiedene Möglichkeiten, aktiv auf die eigene Situation aufmerksam zu machen.

  • Es ist möglich, beim Pflegepersonal oder an der Anmeldung gezielt nachzufragen, wenn eine zugesagte Rückmeldung ausbleibt – zum Beispiel: „Mir wurde gesagt, ich erhalte noch eine Rückmeldung vom Arzt. Können Sie mir sagen, wann das der Fall sein wird?“
  • Wenn sich Schmerzen oder Beschwerden während des Wartens deutlich verschlechtern, kann man das ausdrücklich und ruhig ansprechen – etwa: „Meine Schmerzen haben seit der letzten Untersuchung deutlich zugenommen. Ich möchte das bitte dokumentiert haben.“
  • Das Recht auf Information über den geplanten Behandlungsablauf steht jedem Patienten und jeder Patientin zu. Eine stationäre Aufnahme setzt grundsätzlich die eigene Zustimmung voraus – eine Ablehnung kann klar und schriftlich mitgeteilt werden.
  • Wenn das Gefühl entsteht, dass die eigene Situation nicht ernst genommen wird, ist es möglich, eine Begleitperson hinzuzuziehen oder nach dem zuständigen Oberarzt bzw. der zuständigen Oberärztin – also der nächsthöheren ärztlichen Instanz – zu fragen.

Worauf Sie achten können

  • Ärztliche Zusagen lassen sich kurz schriftlich festhalten – zum Beispiel Uhrzeit und Inhalt einer versprochenen Rückmeldung in einem Notizbuch oder auf dem Mobiltelefon notieren.
  • Bei einer Verschlechterung der Beschwerden während der Wartezeit ist es sinnvoll, das Pflegepersonal sofort und direkt zu informieren – nicht abzuwarten, bis man erneut aufgerufen wird.
  • Wer sich mit einer Abrechnung konfrontiert sieht, die nicht dem tatsächlichen Aufenthalt entspricht, kann schriftlich Widerspruch einlegen – Krankenkassen und die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) können dabei unterstützen.
  • Wenn eine Antwort auf eine Beschwerde unbefriedigend ausfällt oder nicht auf konkrete Punkte eingeht, ist es möglich, sich an externe Stellen zu wenden – etwa an die Patientenombudsstelle der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung oder an die UPD.

Sie sind nicht allein

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, unabhängige Beratung bei medizinischen, rechtlichen und versicherungsbezogenen Fragen rund um die Gesundheitsversorgung – auch wenn es um fehlerhafte Abrechnungen oder unbefriedigende Beschwerdebearbeitungen geht. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu melden, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de – denn jeder Bericht kann dazu beitragen, die Versorgung für alle zu verbessern.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Notaufnahme, Krankenhaus
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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