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2026-002

Tumor der Bauchspeicheldrüse im CT nicht erkannt

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Fallbeschreibung:

Pankreaskarzinom im CT übersehen – CIRS-Fall

Nach etlichen Wochen mit starker Gewichtsabnahme, anhaltenden Oberbauchschmerzen und Übelkeit (kein Erbrechen), was sich beides verstärkte, ließ ich mich vom Hausarzt ins Krankenhaus zur weiteren Abklärung einweisen. Nach einer orientierenden Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes wurde ein CT mit Kontrastmittel von Brustkorb und Bauch gemacht. Im Befund dazu hieß es: „Unauffällige Darstellung des Pankeasparenchyms ohne Anhalt für eine suspekten raumfordernden Prozess.“ Weitere Ultraschall- und Endosonographie des Bauchraums, insbesondere von Bauchspeicheldrüse und Gallenbereich, ergaben keine pathologischen Befunde. Ich wurde entlassen mit dem Rat, mich orthopädisch weiter untersuchen zu lassen.
Die Schmerzen hörten jedoch nicht auf, steigerten sich, so das ich eine andere Klinik aufsuchte, um den starken Beschwerden auf den Grund zu gehen. Am gleichen Tag noch erhielt ich als Befund des neuerlichen CTs, dass sich im CT ein starker Verdacht auf ein Pankeaskarzinom ergeben hatte. Dieses Bild hätte man auch bereits im CT de ersten Krankenhauses erkennen können. – Alle weiteren Untersuchungen ergaben dann, dass ich an Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Metastasen in der Leber leide.

Gut gelaufen:

Alle Untersuchungen in der zweiten Klinik wurden ausgesprochen sorgfältig ausgeführt; dieses Krankenhaus veranlasste dann auch noch meine rasche Verlegung in ein Universitätsklinikum, um für mich angesichts der Schwere der Erkrankung eine optimale Behandlung zu gewährleisten.

Schlecht gelaufen:

Es ist tragisch, dass die Auswertung des ersten CTs explizit einen Tumorbefall der Bauchspeicheldrüse ausschloss und damit alle bis Mitte Dezember nachfolgenden Therapeuten und deren Behandlungen – ganz abgesehen von den unnötig verursachten Kosten im vierstelligen Bereich – in die Irre führte bzw. ins Leere laufen ließ (Orthopäde: CT der Brustwirbelsäule o.B.; Hausarzt: ratlos; Internist: Versuch mit anderen Magensäureblockern; Osteopath: suchte und fand Verspannungen, aber natürlich nicht die Ursache meiner Schmerzen). Zudem verzögerte sich dadurch eine Behandlung meines Karzinoms nicht nur um drei Wochen, sondern wegen der Weihnachts- und Neujahrstage um fünf Wochen, in denen sich der Tumor samt Metastasen evtl. weiter ausbreiten konnte.

Verbesserungsvorschläge:

Wenn die Möglichkeit eines Tumors der Bauchspeicheldrüse im Raum steht (was in meinem Fall eindeutig gegeben war), sollte es zwingend Vorschrift sein, dass zwei Ärzte den CT-Befund unabhängig voneinander begutachten. Dieser Mehraufwand wäre in meinem Fall ganz klar gerechtfertigt gewesen (vgl. Aufwand, Kosten und Patienten-Belastung der nach der Fehldiagnose erfolgten Untersuchungen)!

Weitere Infos:

Nur 11% der Patienten mit Diagnose „Pankreaskarzinom“ leben noch länger als 5 Jahre – vielleicht hätte eine frühere Erkennung meine Lebenszeit verlängert.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Diese Erfahrung ist außerordentlich belastend: anhaltende, sich steigernde Beschwerden, viele Untersuchungen ohne klares Ergebnis – und am Ende eine schwere Diagnose, die zunächst übersehen wurde. Solche Situationen, in denen ein Befund nicht erkannt wird, sind in der Medizin selten, aber sie kommen vor, und sie können weitreichende Folgen haben.

Bildgebende Untersuchungen wie ein CT – kurz für Computertomographie, ein Querschnittsbild des Körpers mithilfe von Röntgenstrahlen – sind leistungsfähige Diagnosemittel. Ihre Aussagekraft hängt jedoch von mehreren Faktoren ab: der Qualität der Aufnahme, der Erfahrung der auswertenden Person und dem Zeitpunkt der Untersuchung im Krankheitsverlauf. Ein unauffälliger Befund schließt eine Erkrankung nicht immer mit Sicherheit aus – besonders dann nicht, wenn die Beschwerden fortbestehen oder sich verschlimmern.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn Beschwerden trotz Untersuchungen bestehen bleiben, gibt es einige Möglichkeiten, die zur eigenen Sicherheit beitragen können.

  • Eine Zweitmeinung einholen: Wenn Befunde nicht zur erlebten Beschwerdesituation zu passen scheinen, ist es möglich, einen anderen Arzt oder eine andere Klinik um eine unabhängige Einschätzung zu bitten. Das ist ein legitimer und in Deutschland gesetzlich verankerter Anspruch – gerade bei schwerwiegenden oder unklaren Diagnosen.
  • Vorherige Bilddaten anfordern und mitbringen: CT-Aufnahmen werden digital gespeichert. Es ist möglich, sich die Bilder auf einem Datenträger aushändigen zu lassen und sie bei der nächsten Untersuchung mitzubringen. So kann eine neue Ärztin oder ein neuer Arzt die Aufnahmen selbst beurteilen – unabhängig vom schriftlichen Befund.
  • Beschwerden konkret und vollständig schildern: Es kann hilfreich sein, Symptome, deren Verlauf und Veränderungen schriftlich festzuhalten und bei jedem Arztgespräch vollständig zu benennen – zum Beispiel: „Ich habe seit acht Wochen starke Oberbauchschmerzen, die sich verschlimmern, und habe deutlich an Gewicht verloren.“
  • Hartnäckig nachfragen, wenn etwas nicht stimmt: Wenn eine Diagnose sich nicht stimmig anfühlt oder die Beschwerden nach einer Entlassung nicht besser werden, ist es möglich, aktiv um eine erneute Vorstellung oder Überweisung zu bitten – auch mit Formulierungen wie: „Meine Beschwerden haben sich nicht gebessert. Ich möchte, dass wir die Ursache weiter abklären.“

Worauf Sie achten können

  • Nehmen Sie Bilddaten (CT, MRT, Röntgen) bei Entlassung oder nach einer Untersuchung als Datei oder Datenträger mit – das ist auf Anfrage möglich und erleichtert eine spätere Zweitmeinung erheblich.
  • Wenn mehrere Fachärzte unterschiedliche Behandlungsansätze versucht haben, ohne dass die Ursache gefunden wurde, kann eine erneute Bildgebung oder eine Untersuchung in einem größeren Zentrum sinnvoll sein.
  • Eine Kombination aus deutlicher Gewichtsabnahme, Oberbauchschmerzen und Übelkeit über mehrere Wochen ist ein Hinweis, der in der ärztlichen Abklärung besondere Aufmerksamkeit verdient – es ist möglich, gezielt danach zu fragen, ob alle in Frage kommenden Ursachen geprüft wurden.
  • Universitätskliniken und spezialisierte Tumorzentren verfügen über interdisziplinäre Teams – das heißt, Fachleute aus verschiedenen Bereichen arbeiten gemeinsam an einer Diagnose. Bei unklaren oder schwerwiegenden Befunden ist eine Überweisung dorthin eine Option, die sich erfragen lässt.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis, Krankenhaus, Notaufnahme, sonstiger Bereich
Geschlecht: männlich

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