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2026-061

Keine Diagnosestellung von Lymphödem nach Bestrahlungstherapie

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Fallbeschreibung:

Lymphödem nach Bestrahlung: Späte Diagnose trotz klarer Symptome

Nach 2 OPs und 6 wöchiger Bestrahlungstherapie habe ich ca. 2 Monate später ein generalisiertes sekundäres Lymphödem entwickelt, was trotz Kardinalsymptomen (erhebliche Gewichtszunahme (> 30) kg in kurzer Zeit, Ödemartiges Aufschwemmen, Kältegefühl, Atemprobleme) weder von der Hausärztin, Kardiologen (ich habe mir selbst über die Notnummern einen Termin besorgt), Bestrahlungsteam (bei Nachsorge) noch Radiologen (ich hatte MRT und CT Untersuchung) erkannten.

Gut gelaufen:

Nach finaler Überweisung – auf mein Drängen und nach Monaten – zur Gefässchirurgen hat diese mich, trotz voller Praxis, eingeschoben und konnte in kürzester Zeit (während eines Termins) das Problem erkennen und ein weiteres Problem (Venen und Arterien) ausschliessen.

Schlecht gelaufen:

Keiner fühlte sich richtig zuständig Hausärztin völlig überfordert mit der Situation und Erkrankung: ständig einfach nur 4 Wochen-Krankschreibungen ohne diagnostischen und therapeutischen Plan, wiederholte Bestimmung meiner Schilddrüsenwerte (trotz guter Einstellung und anderen Habitus sls bei Hypothyreose), Kontraindikation: Diuretika und Herztabletten (vor kardiologischer Untersuchung gegeben, die ich nicht einnahm – Kardiologe meinte, sie einfach wegzuwerfen), unzureichende Dokumentation (Hausärztin machte widersprüchliche Angaben über Supplemente und Schritte und auch meiner vorhergegenden Aussagen), widersprüchliche Schritte zb Rat zur Diät und Ernährungsberatung, dann Rat zur kohlenhydratreichen Kost weil ich „zu wenig esse und damit eine Stoffwechselstörung“ hätte – unglaublich

Verbesserungsvorschläge:

Ärzte müssen generell mehr über das Lymphsystem wissen Ärzte müssen Kooperationen unterstützen und nicht weiterführende Massnahmen klein reden, zb in meinem Fall Überweisung zum Gefässchirurgen, Lymphdrainage und Kompression Generell sollte verbessert werden: klinische Untersuchung, weitere Diagnostik gezielt einsetzen, nicht „Rumdoktern“ mit Supplementen und Medikamenten

Weitere Infos:

Ich möchte ganz klar nochmals betonen, dass es hierbei nicht um ein Lipödem oder vordergründig um einen ästhetischen Fall ging, sondern um eine starke Beeinträchtigung meiner Lebensqualität unmittelbar nach einem onkologischen Fall – letzendlich habe ich länger an den Nebenwirkungen der Krebstherapie (Lymphöden ohne Entnahme eines einzigen Lymphknotens) gelitten als am eigentlichen Krebs

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Krebserkrankung zu durchleben und dann mit schwerwiegenden Beschwerden in der Nachsorge auf sich allein gestellt zu sein – das ist eine außerordentlich belastende Erfahrung. Dass erhebliche körperliche Symptome über einen langen Zeitraum nicht eingeordnet werden, kann für Betroffene erschöpfend, verwirrend und entmutigend sein.

Ein sekundäres Lymphödem ist eine Erkrankung des Lymphsystems, bei der Gewebsflüssigkeit nicht mehr ausreichend abtransportiert wird – als mögliche Folge von Operationen oder Bestrahlungstherapien im Rahmen einer Krebsbehandlung. Die Symptome können vielfältig sein und mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Wenn mehrere behandelnde Stellen in der Nachsorge beteiligt sind, kann es vorkommen, dass keine von ihnen die Gesamtverantwortung für die Diagnostik übernimmt – und Beschwerden dadurch lange unerklärt bleiben.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer nach einer Krebsbehandlung neue oder anhaltende Beschwerden bemerkt, kann durch einige Schritte dazu beitragen, dass die eigene Situation besser eingeordnet wird.

  • Beschwerden schriftlich festhalten: Es kann hilfreich sein, Symptome mit Datum, Häufigkeit und Stärke zu dokumentieren – auch Gewichtsveränderungen, Schwellungen oder Atembeschwerden. So lässt sich bei Arztterminen ein klares Bild vermitteln: „Ich habe in den letzten acht Wochen mehr als zehn Kilogramm zugenommen und bemerke zunehmende Schwellungen – das möchte ich gern gezielt abklären lassen.“
  • Den Zusammenhang mit der Vorbehandlung aktiv ansprechen: Es ist möglich, bei jeder behandelnden Stelle darauf hinzuweisen, dass die Symptome nach einer Strahlentherapie aufgetreten sind – auch wenn dies in der Akte steht. Manche Zusammenhänge werden erst durch eine gezielte Nachfrage sichtbar.
  • Eine Koordinierungsfunktion einfordern: Bei komplexer Nachsorge mit mehreren Fachrichtungen kann es sinnvoll sein, bei der Hausarztpraxis oder der behandelnden Onkologie (Krebsmedizin) ausdrücklich nach einer Person zu fragen, die den Überblick behält und bei Bedarf gezielte Überweisungen veranlasst.
  • Bei anhaltender Unsicherheit eine zweite Meinung einholen: Wenn Beschwerden über mehrere Wochen bestehen und keine klärende Diagnose gestellt wird, ist es möglich, eine andere Fachrichtung – etwa Gefäßmedizin, Lymphologie (Fachgebiet für Erkrankungen des Lymphsystems) oder eine spezialisierte Klinikambulanz – direkt anzusprechen oder um eine Überweisung zu bitten.

Worauf Sie achten können

  • Neue Symptome nach einer Strahlen- oder Chemotherapie können Spätfolgen der Behandlung sein – auch wenn sie erst Wochen oder Monate später auftreten.
  • Eine rasche, starke Gewichtszunahme in Verbindung mit Schwellungen und Atembeschwerden ist ein Hinweis, der zeitnah abgeklärt werden kann – auch durch eine gezielte Überweisung.
  • Es ist möglich, bei Arztterminen ausdrücklich nach einem diagnostischen Plan zu fragen: „Was sind die nächsten Schritte, und wann erwarten wir ein Ergebnis?“
  • Wer das Gefühl hat, dass Beschwerden nicht ernst genommen oder nicht ausreichend eingeordnet werden, kann eine andere Praxis oder eine spezialisierte Einrichtung aufsuchen – das ist kein Vertrauensbruch, sondern ein legitimer Schritt im eigenen Versorgungsprozess.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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