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2024-1086

Zahn beim Intubieren abgebrochen

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Fallbeschreibung:

Zahn bei Intubation abgebrochen – Kosten & Patientenrechte

Ich wurde an der Leber operiert. Beim Intubieren ist ein Schneidezahn abgebrochen. Der Zahn war noch da und würde direkt im Krankenhaus provisorisch eingesetzt. Damit nicht genug, nach einigen Tagen hatte ich eine Darm Perforation – Notoperation, künstliches Koma.

Der Zahn war wieder abgebrochen und diesmal weg. Kein Problem sagte man mir, wir sind ja versichert.

Die Versicherung hat allerdings eine Kostenübernahme abgelehnt mit der Begründung: kein Behandlungsfehler, eine Aufklärung habe ja stattgefunden.

So habe ich zu allem auch noch die Zahnbehandlung zu zahlen! Ärgerlich?

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine schwere Operation ist für Betroffene und Angehörige bereits eine große Belastung – wenn dann noch unerwartete Komplikationen hinzukommen und im Nachhinein auch noch finanzielle Forderungen entstehen, ist das eine zusätzliche und sehr belastende Erfahrung. Der geschilderte Fall zeigt, wie komplex sich Situationen entwickeln können, in denen mehrere Eingriffe aufeinanderfolgen und dabei verschiedene Stellen – Krankenhaus, Versicherung, Zahnarzt – involviert sind.

Eine Intubation (das Einführen eines Beatmungsschlauchs über den Mund in die Atemwege) ist ein Routineverfahren, bei dem jedoch in seltenen Fällen Zähne beschädigt werden können – insbesondere wenn diese vorgeschädigt oder durch Zahnersatz geschwächt sind. Dass die Kostenübernahme durch eine Versicherung abgelehnt wird, ist rechtlich möglich, kann für Betroffene aber schwer nachvollziehbar und belastend sein.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich auf eine geplante Operation vorbereitet, kann vorab einige Schritte in Betracht ziehen, um im Fall einer Komplikation besser informiert und abgesichert zu sein.

  • Vor der Operation nach dem Intubationsrisiko fragen: Bei der Aufklärung vor einem Eingriff ist es möglich, gezielt nach dem Risiko für Zähne oder vorhandenen Zahnersatz zu fragen – zum Beispiel: „Gibt es bei meinen Zähnen ein besonderes Risiko bei der Beatmung, und was passiert, wenn etwas beschädigt wird?“
  • Kostenfrage im Aufklärungsgespräch ansprechen: Es kann hilfreich sein, bereits vor dem Eingriff zu fragen, wer im Fall einer Zahnschädigung für die Kosten aufkommt – und ob die Klinik eine entsprechende Haftpflichtversicherung hat.
  • Ablehnungsbescheid der Versicherung nicht einfach hinnehmen: Eine Ablehnung durch eine Versicherung ist kein endgültiges Urteil. Es ist möglich, Widerspruch einzulegen oder eine unabhängige Beratung – etwa bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) – in Anspruch zu nehmen.
  • Schriftliche Dokumentation sichern: Nach einer Komplikation empfiehlt sich das Aufbewahren aller relevanten Unterlagen – Arztbriefe, Krankenhausberichte, Korrespondenz mit der Versicherung – um eine spätere Prüfung zu erleichtern.

Worauf Sie achten können

  • Im Aufklärungsgespräch vor einer Operation ist es möglich, gezielt nach Risiken zu fragen, die den eigenen Zahnstatus betreffen – vor allem bei bestehendem Zahnersatz, Implantaten oder vorgeschädigten Zähnen.
  • Bei einer Versicherungsablehnung kann eine kostenfreie Beratung bei der UPD (Tel. 0800 011 77 22) helfen, die eigene Rechtslage einzuschätzen.
  • Alternativ ist eine Beratung bei einer Patientenschutzorganisation oder einem auf Medizinrecht spezialisierten Anwalt möglich.
  • Erfahrungen wie diese können – anonym – auf mehr-patientensicherheit.de gemeldet werden, damit andere von ähnlichen Situationen erfahren und sich vorbereiten können.

Sie sind nicht allein

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenfreie und unabhängige Beratung bei medizinischen, rechtlichen und versicherungsbezogenen Fragen rund um die Gesundheitsversorgung. Weitere Informationen und ähnliche Fallberichte finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Operationssaal, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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