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2026-139

Mehrere Fehler im Krankenhaus durch Aufmerksamkeit, Ansprechen & Beharrlichkeit verhindert

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Fallbeschreibung:

Liebes Team von mehr-Patientensicherheit, ich möchte mich zunächst für Ihre wertvolle und sehr wichtige Arbeit hier bedanken. Ich habe mich hier vor meinem Krankenhausaufenthalt anhand der Tipps informiert, worauf ich im Hinblick auf Patientensicherheit achten sollte. Dies hat mir bei dem folgenden Erlebten sehr geholfen, vor allem Bedenken jederzeit anzusprechen, aufmerksam, mutig und beharrlich zu sein: Ich musste mich für einen Eingriff am Darm in eine Klinik begeben, der Aufenthalt betrug drei Tage. Obwohl ich um 9.00 Uhr des ersten Tages nüchtern in der Aufnahme sein sollte, hatte ich erst um 13.30 Uhr das Aufnahmegespräch mit der entsprechenden Ärztin. Dazwischen EKG, Blutabnahme und man wollte mir schon einen Zugang für den Eingriff am nächsten Tag legen. Dies habe ich wegen dem Infektionsrisiko abgelehnt und darum gebeten den Zugang erst kurz vor dem Eingriff zu erhalten. Eine ehemalige Intensivschwester, die das EKG bei mir vornahm, sagte dass sie meine Ablehnung gut fände, da ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehen würde, wenn der Zugang zu lange in der Vene wäre. Da dem Eingriff am Darm am nächsten Tag auch eine gründliche Säuberung erfolgen musste, wurde mir am späten Nachmittag das entsprechende Mittel zum Trinken gegeben. Ich durfte nur Wasser und klare Brühe trinken, damit der Darm absolut sauber ist.Am Abend kam ein junger Pfleger zu mir und brachte eine Brühe mit Einlage. Als ich diese sah, sagte ich ihm, dass ich das nicht trinken darf, da sich ja Brotstücke und kleine Gemüsepartikel darin befänden. Er sagte, diese könnte ich doch herausnehmen, was ich ablehnte und ihn bat, bei seiner Kollegin doch einmal nachzufragen, ob ich das wirklich trinken bzw. essen darf. Die Kollegin sagte ihm, dass ich mit meiner Einschätzung Recht habe und bat ihn, mir stattdessen eine ganz klare Gemüsebrühe zu bringen. Am nächsten Morgen, am Tag des Eingriffs, sollte ich weder meine Medikamente noch Wasser zu mir nehmen. Trotzdem kam eine Pflegerin zu mir, brachte meine Medikamente und meinte, diese könnte ich nehmen. Ich sagte zu ihr, dass man mir gesagt hat, dass ich nichts zu mir nehmen dürfe; sie überlegte kurz und sagte dann, ach ja das stimme, ich müsste ja vollkommen nüchtern sein. Was wäre gewesen, wenn ich nicht selbst darauf hingewiesen hätte??? Es ist sehr wichtig, dass man als Patient mitdenkt und Bedenken jederzeit anspricht.

Gut gelaufen:

Freundliches Ärzte-und Pflegepersonal. Dass es dieses Portal hier gibt und meine Krankenkasse dabei mitmacht! Das ist sehr wichtig für alle Versicherten!

Schlecht gelaufen:

s.o.

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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