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2025-369

Unerkannte Laktoseintoleranz als Ursache schwerer Schlafstörungen und Depressionen

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Fallbeschreibung:

Ich hatte 20 Jahre lang eine unerkannte Laktoseintoleranz. Die Symptome waren schwere Schlafstörungen und Depressionen, die letztendlich zu einem Ende meiner beruflichen Karriere geführt haben. Ich habe den Zusammenhang letztendlich durch ein Ernährungstagebuch selbst herausgefunden. Danach wurde es erst durch einen Laktoseintoleranztest bestätigt. Esse ich um 18 Uhr abends Laktose, kann ich erst um 6 Uhr morgens Schlaf finden. Mitlerweile gehen immer wieder Forschungsergebnisse durch die Presse, die den Zusammenhang bestätigen. Die Behandlung meiner Beschwerden erfolgte mit Psychotherapie und Medikamenten. Nichts davon hat gewirkt.

Gut gelaufen:

Ich konnte, nachdem ich meine Intoleranz selbst ermittelt hatte, immerhin einen Test bekommen, sodass mir jetzt auch geglaubt wird. Schlafstörungen und Depressionen verschwinden, wenn ich auf Laktose verzichte.

Schlecht gelaufen:

Es gibt zu wenig Bewusstsein bei Ärzten über die Folgen, die eine sogenannte „symptomlose“ Laktoseintoleranz haben kann.

Verbesserungsvorschläge:

Es heißt, dass noch mehr Forschung nötig ist im Bereich von Laktoseintoleranz und Folgen. Allerdings haben rund 30 % der Bevölkerung eine Laktoseintoleranz, Schlafstörungen und Depressionen sind weit verbreitet. Ich würde mir wünschen, dass nicht alles immer auf die Psyche geschoben wird, sodass die Menschen eine Psychotherapie verschrieben bekommen, aber keine Plätze. Sie werden dann komplett allein gelassen, obwohl die Lösung in manchen Fällen einfach sein kann. Wir haben 10.000 Suizide pro Jahr in Deutschland. Es wäre im Mindesten eine bessere Aufklärung über Laktoseintoleranz und mögliche Folgen wünschenswert. Den meisten Menschen ist bisher nicht mal klar, dass Brot häufig deutlich mehr Laktose enthält als Hartkäse (Milch im Brotteig).

Weitere Infos:

Ich würde mir mehr Forschung, Awareness und Aufklärung bzgl. der sehr häufigen Laktoseintoleranz wünschen. Gesamtgesellschaftlich würde ich es sogar für sinnvoll halten, den Laktoseintoleranztest als Vorsorgeuntersuchung für alle zu etablieren. Das scheint teuer, aber entsprechend der Forschung können dadurch evtl. viele Fälle von Arbeitsausfällen aufgrund von Schlafstörungen und Depressionen vermieden und auch Kosten bei Psychotherapeuten eingespart werden.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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