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2024-1447

Kein Arzt mehr

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Fallbeschreibung:

Arztmangel: Kein Kassenarzt erreichbar – Patientensicherheit gefährdet

Ich habe im November einen Arzttermin, der sehr wichtig ist, da ich an dem Termin eine Untersuchung habe, und nach dem Ergebnis eine Überweisung benötige. Da ich aktute Probleme habe, habe ich bei der Praxis angerufen, um einen vorläufigen Termin zu erhalten.
Da hieß es dann, dass die Praxis schließe und ich keinen Akuttermin erhalten kann. Ich könne meine Krankenakte abholen.
Als ich nach einer Alternative – neuer Arzt fragte, bekam ich die Antwort ich solle es mal überall probieren.
Alle Anfragen waren erfolglos, da die Ärzte keinen neuen Kassenpatienten mehr aufnehmen. Über die 116117 ist der nächste freie Arzt mind. 49 km entfernt. Das ist meiner Meinung nach eine Situation, wo ein Notstand ausgerufen werden muss.
Aber es passiert nichts…….

Gut gelaufen:

Gar nichts,

Schlecht gelaufen:

Aus Zufall habe ich von der Schließung erfahren

Verbesserungsvorschläge:

Fachärzte im Kreis Limburg Weilburg etablieren

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn eine Arztpraxis schließt, stehen Patient:innen oft von einem Tag auf den anderen ohne Versorgung da – und das ausgerechnet dann, wenn dringende Untersuchungen oder Folgetermine anstehen. Diese Situation ist belastend und kann echte gesundheitliche Konsequenzen haben.

Besonders in ländlichen Regionen ist die Versorgungslage mit Facharztpraxen, die neue Kassenpatient:innen aufnehmen, teils sehr angespannt. Die Suche nach einem neuen Arzt oder einer neuen Ärztin kann dann mit erheblichem Aufwand verbunden sein – selbst wenn man aktiv nach Alternativen sucht. In einer solchen Situation gibt es für Betroffene oft keinen einfachen Ausweg: Die Hürden liegen nicht beim persönlichen Einsatz, sondern in der Versorgungsstruktur selbst. Das ist wichtig anzuerkennen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Es gibt einige Wege, die sich in vergleichbaren Situationen als hilfreich erwiesen haben – auch wenn sie nicht in jedem Fall zum Ziel führen.

  • Die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ist unter der Rufnummer 116 117 erreichbar – auch online. Bei dringenden Fällen ist es möglich, ausdrücklich auf die Dringlichkeit hinzuweisen, zum Beispiel: „Ich benötige dringend einen Termin, da eine zeitkritische Untersuchung aussteht.“ Die Servicestelle ist gesetzlich verpflichtet, innerhalb bestimmter Fristen einen Termin zu vermitteln.
  • Die Kassenärztliche Vereinigung des jeweiligen Bundeslandes ist die zuständige Stelle, wenn die Versorgung in einer Region nicht sichergestellt ist. Eine schriftliche Schilderung der Situation – per E-Mail oder Brief – kann dazu beitragen, auf Versorgungslücken aufmerksam zu machen.
  • Die eigene Krankenkasse kann in solchen Situationen unterstützen: Sie ist verpflichtet, bei der Vermittlung eines Termins zu helfen, und verfügt manchmal über Kontakte, die über die 116 117 hinausgehen.
  • Wenn akute Beschwerden vorliegen, ist eine Notaufnahme eine mögliche Anlaufstelle – auch ohne Überweisung. Für weniger dringende, aber nicht aufschiebbare Anliegen kann zudem eine Zweitmeinung oder Beratung per Videosprechstunde eine Übergangslösung sein.

Worauf Sie achten können

  • Beim Erhalt der Krankenakte aus der schließenden Praxis ist es möglich, gleichzeitig nach einem Arztbrief oder einer Zusammenfassung der Befunde zu fragen – das erleichtert die Weiterbehandlung erheblich.
  • Die Dringlichkeit der Situation lässt sich bei der 116 117 oder der Krankenkasse schriftlich dokumentieren – das kann bei späteren Rückfragen hilfreich sein.
  • Versorgungslücken können auch der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) unter 0800 011 77 22 (kostenlos) gemeldet werden – die UPD berät auch dazu, welche Rechte Versicherte in solchen Situationen haben.
  • Eine Rückmeldung auf mehr-patientensicherheit.de ist möglich – solche Berichte helfen dabei, strukturelle Probleme sichtbar zu machen und langfristig Verbesserungen anzustoßen.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie sich in einer ähnlichen Lage befinden und nicht weiterkommen, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) unter 0800 011 77 22 kostenlose und unabhängige Unterstützung. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Ihre Erfahrungen anonym berichten – damit andere von Ihren Erlebnissen lernen können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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