Icon Mehr-Patientensicherheit
2026-034

4 std. Wartezeit und keine Behandlung hat begonnen.

Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular

Fallbeschreibung:

Lange Wartezeit in der Notaufnahme: Bandscheibenvorfall

Ich bin in der Notfallklinik aufgenommen worden. Bandscheibenvorfall. Ich nahm eine Ibuprofen 800. 3 Pers. waren zur Behandlung vor mir.

Eine Krankenschwester machte eine Voreinschätzung, wie schwer meine Erkrankung ist. Danach , überholten mich die nachgehenden Patienten, die wohl als erheblich kranker eingestuft wurden. Nach 3,5 Std. sagte die Schwester, es wird noch lange dauern.

Ich brach die Wartezeit ab, da auch die Ibu nachliess.

Die Schwester meinte, ich solle mir neben der Nephrologie-Abt. Schmerzmittel aufschreiben lassen. Ich musste jedoch warten, bis ich daran kam.

Dazu war ich nicht in der Lage. Die Schwester entschuldigte sich bei mir und sagte, gestern hätte eine Frau 8 Std. gewartet, da nur 2 Ärzte für die Region zuständig sind.

Dies kann nicht im Sinne der Gesetzlichen Krankenkasse sein.
Ich bitte um Erfassung im Portal.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Das eine Krankenschwester entscheidet, wer behandelt wird oder nicht.

Verbesserungsvorschläge:

Nr. Vergeben.

Weitere Infos:

Das System muss reformiert werden. Die behandelnden Ärzte für den Notfall also Wochenddienste wurden alle eingestellt.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Ein Bandscheibenvorfall kann mit erheblichen Schmerzen verbunden sein – körperlich und emotional eine belastende Situation. Wenn die Wartezeit in der Notaufnahme dann mehrere Stunden beträgt und Schmerzmittel nachlassen, ist das eine besonders schwere Erfahrung.

In Notaufnahmen wird nach einem standardisierten Verfahren gearbeitet, das als Triage (deutsch: Ersteinschätzung) bezeichnet wird. Dabei schätzt medizinisches Fachpersonal ein, wie dringend eine Behandlung notwendig ist. Wer als weniger dringend eingestuft wird, wartet länger – auch wenn die eigenen Beschwerden als sehr schwer erlebt werden. An Wochenenden und Feiertagen kann der Personalmangel diese Wartezeiten zusätzlich verlängern. Das ist eine strukturelle Realität vieler Notaufnahmen in Deutschland.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer in einer Notaufnahme wartet, hat verschiedene Möglichkeiten, die eigene Situation aktiv zu kommunizieren.

  • Es ist möglich, das Pflegepersonal bei einer Verschlechterung der Symptome gezielt darauf hinzuweisen – zum Beispiel: „Meine Schmerzen haben sich seit der Ersteinschätzung deutlich verschlimmert. Kann ich neu bewertet werden?“ Eine erneute Einschätzung ist in vielen Notaufnahmen ausdrücklich vorgesehen.
  • Wer vorhandene Schmerzmedikamente mitgebracht hat, kann beim Erstgespräch aktiv ansprechen, dass diese bald aufgebraucht sein werden – das kann bei der Einschätzung der Dringlichkeit eine Rolle spielen.
  • Es ist möglich, sich bereits beim Eintreffen nach der voraussichtlichen Wartezeit und nach Möglichkeiten zur Schmerzversorgung während der Wartezeit zu erkundigen.
  • Steht eine Begleitperson zur Verfügung, kann diese übernehmen, wenn die eigene Kraft nachlässt – zum Beispiel Nachfragen stellen oder den aktuellen Zustand schildern.

Worauf Sie achten können

  • Bei der Ersteinschätzung alle aktuellen Beschwerden vollständig schildern – auch Begleitsymptome wie Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen, die auf eine ernstere Situation hinweisen können.
  • Veränderungen des Zustands während der Wartezeit aktiv melden – nicht abwarten, ob das Personal von sich aus nachfragt.
  • Den Namen und die Telefonnummer der behandelnden Einrichtung notieren, um im Nachhinein Rückfragen stellen oder Feedback geben zu können.
  • Eigene Medikamente und einen aktuellen Medikamentenplan bei sich tragen – das erleichtert die Einschätzung und spart Zeit in der Behandlung.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Notaufnahme, Krankenhaus
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

Icon Pfeil nach unten

Wählen Sie eines der anderen Themen

Wählen Sie das Thema aus, das zu Ihrem Fall am besten passt oder über welches Sie weitere Informationen und berteits veröffentlichte Fälle lesen möchten. Alternativ können Sie Ihren Fall auch direkt über das Meldeformular berichten.
Ersatzkassen des vdek

Die Betriebskrankenkassen:

Wichtige Mitteilung:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,

Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team