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2024-979

Verrenkung bei OP

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Fallbeschreibung:

Hüftschmerzen nach Prostata-OP: Lagerungsschaden im CIRS

Ich bin in Vollnarkose an der Prostata operiert worden. Darauf hatte ich lange Zeit Schmerzen im rechten Hüftgelenk. Ich führe es auf Maßnahmen bei der OP zurück.

Gut gelaufen:

Ich habe es gegenüber dem Arzt verschwiegen, in der Hoffnung auf Besserung. Mittlerweile ist es auch wieder gut geworden.

Schlecht gelaufen:

Eine Rückenmarksnarkose kam bei mir nicht in Betracht, und ich habe sie abgelehnt. Mit der Vollnarkose konnte ich mich bei der OP nicht melden.

Verbesserungsvorschläge:

Das vorbereitende Gespräch hätte die Problematik im Vorfeld ansprechen können. Als Patient mit Rückenproblemen war Vollnarkose ein Risiko. Es hätte zu Abquetschungen mit bleibenden Schäden kommen können. Das Thema wurde ängstlich umgangen.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Operationen können körperlich belastend sein – und das nicht nur durch den eigentlichen Eingriff. Manche Patient:innen erleben nach einer Operation Beschwerden in Körperbereichen, die scheinbar nichts mit dem operierten Bereich zu tun haben. Das kann verunsichern und die Frage aufwerfen, was während des Eingriffs geschehen ist.

Bei Operationen in Vollnarkose – also einem Schlafzustand, in dem man keinerlei Kontrolle über die eigene Körperhaltung hat – werden Patient:innen in bestimmte Lagerungspositionen gebracht, die für den Eingriff notwendig sind. Bestehen bereits Vorerkrankungen an Gelenken, Wirbelsäule oder Hüfte, kann diese Lagerung zu Beschwerden führen, die erst nach dem Aufwachen spürbar werden. In solchen Situationen haben Betroffene während des Eingriffs selbst keine Möglichkeit, auf ihre Beschwerden hinzuweisen – das ist wichtig anzuerkennen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Im Vorfeld einer Operation gibt es oft Spielräume, die für die eigene Sicherheit genutzt werden können.

  • Vorerkrankungen an Gelenken, der Wirbelsäule oder der Hüfte lassen sich im Aufklärungsgespräch gezielt ansprechen. Eine Formulierung wie „Ich habe Probleme mit meiner Hüfte – kann das bei der Lagerung während der OP berücksichtigt werden?“ eröffnet dem medizinischen Team die Möglichkeit, entsprechende Vorkehrungen zu treffen.
  • Es ist möglich, das Aufklärungsgespräch vor der Operation aktiv zu nutzen, um nach den geplanten Lagerungsmaßnahmen zu fragen – also danach, in welcher Körperposition man während des Eingriffs liegen wird.
  • Falls nach einer Operation unerwartete Schmerzen auftreten – auch an Stellen, die nicht operiert wurden –, kann es hilfreich sein, diese zeitnah dem behandelnden Team mitzuteilen. Eine frühe Abklärung ermöglicht es, mögliche Ursachen zu erkennen und gegebenenfalls zu behandeln.
  • Wenn das Gespräch über Risiken im Vorfeld als unvollständig empfunden wird, ist es möglich, konkret nachzufragen: „Gibt es Risiken durch die Lagerung, die für meine Vorerkrankungen besonders relevant sind?“

Worauf Sie achten können

  • Vorerkrankungen an Gelenken, Hüfte oder Wirbelsäule im Aufklärungsgespräch vollständig benennen – auch wenn sie nicht direkt mit dem geplanten Eingriff zusammenzuhängen scheinen.
  • Nach dem Eingriff auftretende Schmerzen außerhalb des operierten Bereichs dem Behandlungsteam mitteilen, anstatt abzuwarten – eine Abklärung ist möglich und sinnvoll.
  • Das Aufklärungsgespräch vor der Operation als Gelegenheit nutzen, offen über eigene Bedenken und körperliche Einschränkungen zu sprechen.
  • Bei Unsicherheiten nach einer Operation eine erneute Konsultation in Anspruch nehmen – auch dann, wenn die Beschwerden sich zwischenzeitlich gebessert haben.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Operationssaal, Krankenhaus
Geschlecht: männlich

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