2025-125
Fehlende Kapazität: Kein Allergologe
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„Mein“ Allergologe verzog. Seit über 6 Jahren versuche ich nun an eine allergologische Praxis angebunden zu werden, ohne Erfolg. Entweder haben sie keinen Platz mehr oder finden mich als Patientin mit einer größeren Anzahl an (nachgewiesenen) Allergien zu kompliziert. Auch hörte ich Aussagen, wie: „Dafür sind wir nicht kompetent genug.“ „Wir machen das nur nebenher.“ „Suchen Sie sich lieber jemand anderen.“
Eine verlässliche fachärztliche Betreuung zu verlieren und trotz intensiver Suche über Jahre hinweg keine neue Anbindung zu finden – das ist eine belastende Erfahrung, die Betroffene in eine schwierige und teils gefährliche Lage bringen kann. Besonders wenn schwere allergische Reaktionen, sogenannte anaphylaktische Reaktionen (lebensbedrohliche Überreaktionen des Immunsystems auf Allergene), regelmäßig auftreten, ist eine kontinuierliche fachärztliche Begleitung medizinisch dringend geboten. In Deutschland fehlen in bestimmten Regionen Facharztkapazitäten – das betrifft die Allergologie besonders. Für Betroffene mit komplexen Krankheitsbildern kann die Suche dadurch zur eigenen Aufgabe werden, obwohl sie eigentlich Anspruch auf Versorgung haben.
In einer Situation wie dieser – mit schwerem, regelmäßig wiederkehrendem Krankheitsgeschehen und strukturellem Versorgungsmangel über mehrere Jahre – gab es für die Betroffene keinen realistischen Spielraum, die Situation allein aufzulösen. Das ist wichtig anzuerkennen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, unabhängige Beratung für Menschen, die Schwierigkeiten bei der Inanspruchnahme medizinischer Versorgung haben – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenlos, montags bis freitags). Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu berichten, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein Patient wartet 6 Monate auf einen Kardiologen-Termin – ohne Gespräch, ohne Anamnese. Was bei der Herzinsuffizienz-Abklärung schiefläuft.
Fall lesen →Ein Patient mit Aortenklappenstenose wartet über ein Jahr auf einen Kardiologen-Termin. Ein CIRS-Fall über Versorgungslücken für Kassenpatienten.
Fall lesen →Trotz Überweisung und Termin abgewiesen: Ein PTBS-Betroffener schildert 5 Jahre Kampf um psychotherapeutische Versorgung – ein CIRS-Fall über Versorgungslücken.
Fall lesen →Dringlichkeitsüberweisung, kein Termin: Ein Patient wartet 6 Monate auf eine Magenspiegelung – die Diagnose lautete Magendurchbruch.
Fall lesen →Patient mit Bandscheibenvorfall wartet 3,5 Stunden in der Notaufnahme – ein Fall über Triage, Schmerzversorgung und Kapazitätsgrenzen.
Fall lesen →Eine Patientin mit Schwäche und starkem Husten wurde in der Hausarztpraxis abgewiesen. Erst die Notaufnahme erkannte: bakterielle Lungenentzündung und Grippe.
Fall lesen →Ein Patient wartet bis zu 13 Monate auf einen Kardiologen-Termin. Wie Vermittlungscodes und Dringlichkeitsvermerke den Zugang zur Versorgung beeinflussen.
Fall lesen →Nach einer Augen-OP wartet ein Patient seit 2 Monaten auf einen Folgetermin – ohne Rückmeldung. Ein Fall über Kommunikationslücken im Gesundheitswesen.
Fall lesen →Patient mit akuten Ohrenschmerzen wird abgewiesen – kein Hausarzt, kein Notfalltermin. Ein CIRS-Fall über Versorgungslücken im deutschen Gesundheitssystem.
Fall lesen →Eine pflegebedürftige Patientin wird trotz schmerzhaftem Hautausschlag in der Sprechstunde abgewiesen. Was das für Betroffene bedeutet.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team