2024-1103
Missbräuchlicher Umgang mit Medikation (Polymedikation von Psychopharmaka)
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Ich habe häufig Kontakt zu psychisch erkrankten Menschen.
Bei einigen Patient:Innen fällt mir immer wieder auf, dass diese meist unter Polymedikation (oft mehr als 4 Präparate in oft sehr hohen Dosierungen) stehen und darum mitunter starke Einschränkungen infolge Nebenwirkungen zeigen.
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass o.s. nicht einer fachlichen Einschätzung gleichzusetzen ist und o.s. lediglich meinen persönlichen Laien- Eindruck sowie Erfahrung wiedergibt.
Wenn Menschen psychisch erkrankt sind und gleichzeitig mehrere Medikamente einnehmen, kann das eine große Belastung darstellen – für Betroffene selbst, aber auch für ihre Angehörigen. Nebenwirkungen, die aus einer solchen Polymedikation (gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente) entstehen, sind manchmal schwer von den Krankheitssymptomen selbst zu unterscheiden – das macht die Situation besonders schwierig einzuschätzen.
In einer Situation wie dieser – mit einer psychischen Erkrankung, starken Medikamenteneffekten und möglichen kognitiven Einschränkungen – ist es für Betroffene oft nicht realistisch möglich, selbst aktiv auf ihre Versorgung Einfluss zu nehmen. Das ist wichtig anzuerkennen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) ist kostenlos und unabhängig erreichbar und kann Angehörige bei Fragen zu Patientenrechten und Medikation unterstützen. Auf mehr-patientensicherheit.de finden sich weitere Informationen sowie die Möglichkeit, Erfahrungen anonym zu teilen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein 15 Monate altes Kind entwickelte schwere Hypothermie durch unerwärmte Infusionen. Dieser CIRS-Fall zeigt, wie einfache Maßnahmen Leben schützen.
Fall lesen →Ein Patient erhielt jahrelang ein Immunsuppressivum bei fraglicher Diagnose. Erst ein Arztwechsel brachte Klarheit – und deutliche Besserung.
Fall lesen →Wiederholte Unterzuckerungen bei einer Typ-1-Diabetikerin in der Frühreha – weil Angehörige mit Fachwissen nicht eingebunden wurden. Ein CIRS-Fall über Kommunikation.
Fall lesen →Ein Parkinson-Patient erhielt in der Reha das ungeeignete Medikament MCP – mit schwerwiegenden Folgen. Was dieser CIRS-Fall für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →Ein Bisphosphonat-Präparat wurde ohne Untersuchung verordnet und im Liegen eingenommen – mit tödlichen Folgen. Was dieser CIRS-Fall lehrt.
Fall lesen →Eine Seniorin entwickelt nach einem Schlaganfall in der Frühreha ein Delir – möglicherweise durch zu viele Medikamente. Ein Fall über Polypharmazie und Patientensicherheit.
Fall lesen →Eine Seniorin erhielt mehrfach blutdrucksenkende Mittel und wurde zu früh entlassen. Wie kam es dazu? Ein CIRS-Fall über Risiken in der Notaufnahme.
Fall lesen →CIRS-Fall: Propofol für mehrere Patienten genutzt, kaum Monitoring bei ambulanter Narkose. Was das bedeutet und wie Sicherheit aussehen sollte.
Fall lesen →Eine Patientin erhielt vor ihrer Brust-OP versehentlich ihre Blutdruckmittel als Beruhigungsmittel. Ein CIRS-Fall über Sicherheit bei der Medikamentengabe.
Fall lesen →Eine Patientin erhielt im Krankenhaus notwendige Medikamente nicht – mit schwerwiegenden Folgen. Ein CIRS-Fall über Kommunikation und Arzneimittelsicherheit.
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team