2025-001
Novalgin erhalten trotz bekannter Allergie
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Ich musste mich einer Operation in der Hals-Nasen-Ohren-Klinik wegen Entfernung eines Tumors der Speicheldrüse unterziehen. Bereits 4 Wochen zuvor war ich für 10 Tage zur Behandlung der stark entzündeten Speicheldrüse in dieser Klinik.
Im Vorfeld musste ich zwei Anamnese-Bögen ausfüllen, in denen ich unter anderem auf die Frage nach Allergien ausfüllte, dass ich eine starke Allergie auf das Medikament Novalgin habe und schon einmal mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert wurde wegen eines anaphylaktischen Schocks.
Zusätzlich habe ich es auf der Station noch persönlich den Pflegern und Schwestern gesagt, da ich ja mit Schmerzmitteln behandelt wurde. Ich habe also selbst mit darauf geachtet.
Als ich dann jedoch operiert wurde und beim Aufwachen aus der Narkose noch nicht ganz bei mir war, habe ich nicht bemerkt, dass man mir Tropfen mit Novalgin gegeben hat. Kurze Zeit später kündigte sich der anaphylaktische Schock bereits an, mit Ausschlag am ganzen Körper, Luftnot, Blutdruckabfall
usw. Es dauerte ein Weile bis ein Pfleger auf mein Klingeln kam und dieser musste erst noch eine Ärztin finden, die nach ca. 15-20 Minuten kam.
Eine bekannte schwere Allergie sorgfältig zu kommunizieren – und dennoch das betreffende Medikament zu erhalten – ist eine zutiefst belastende Erfahrung. Der in diesem Fall beschriebene anaphylaktische Schock (eine lebensbedrohliche allergische Reaktion des gesamten Körpers) zeigt, wie folgenreich eine solche Situation werden kann.
Die betroffene Person hatte ihre Allergie im Vorfeld mehrfach und auf verschiedenen Wegen mitgeteilt: schriftlich in Anamnese-Bögen (Fragebögen zur Krankengeschichte) und mündlich gegenüber dem Pflegepersonal. Unmittelbar nach der Operation – in der Phase des Aufwachens aus der Narkose – war ein aktives Eingreifen jedoch nicht möglich. Dieser Umstand ist wichtig anzuerkennen: In diesem Moment gab es für die betroffene Person keinen realistischen Spielraum, die Medikamentengabe zu verhindern.
Gerade in der direkten Phase nach einer Operation können Begleitpersonen eine wichtige Rolle übernehmen, wenn Betroffene noch nicht vollständig ansprechbar sind.
Wer nach einem solchen Erlebnis Fragen hat oder Unterstützung sucht, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos und vertraulich unter 0800 011 77 22. Eigene Erfahrungen lassen sich außerdem auf mehr-patientensicherheit.de anonym melden und tragen so dazu bei, die Versorgung für alle zu verbessern.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
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