2024-1287
Verweigerung einer Herzkateteruntersuchung und Verordnung von Nustendi mit Nebenwirkungen
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Bin 83, habe zwei Herzinfarkte, eine doppelseitige Lungenembolie und bereits 6 Stents an den Herzkranzgefäßen, die alle noch offen sind. Bei einen Herzkateter mit einem Ersatzgerät konnte ein distaler RCA – Verschluß nicht geöffnet werden und sollte auf dem aktuellen am nächsten Tag durchgeführt werden. Der Oberarzt lehnte vor diesen Eingriff kurzfristig den Eingriff wegen einem zu hohen Cholesterinwet niedrigem HDL und hohem LDL ab und verordnete mir Nustendi 180/10mg ,obwohl ich ihm sagte, daß ich alle Cholesterinsenker hatte und davon starke Muskelschmerzen bekam und absetzen mußte. Dazu muss ich sagen, daß ich seit langem oberschenkelamputiert bin. Ich nahm das Medikament unter großen immer stärkeren Schmerzen am rechten Bein bis ich eine akute Lumboischialgie am rechten Bein bei Bandscheibenvorfall L4/5 mediolateral mit Nervenwurzelkompression erlitt. Wegen Vorerkrankungen in einen weiteren Krankenhaus aber nicht operiert wurde ( verschluß der herzkranzarterie), bis dahin erreichte ich mit Nustendi keine adäquatenn Gesamtscholesterinwerte wie der Oberarzt von mir forderte. Nun leide ich nicht nur am Herzen sondern an unerträglichen Schmerzen vom Gesäß bis zum rechten Fuß. Der Hausarzt, obwohl auf die Unverträglichkeit des Nustendi von mir hingewiesen und das dies ab einen Alter ab 70 Jahren nicht mehr verschrieben werden soll, ignorierte meinen Einwand und verschrieb es mir weiter.
Wenn man mit einer schweren Vorerkrankungsgeschichte medizinische Behandlungen in Anspruch nimmt, ist man auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Behandlungsteam angewiesen – und darauf, dass die eigenen Erfahrungen ernst genommen werden. Es kann vorkommen, dass Bedenken zu Medikamentenunverträglichkeiten oder zur eigenen Krankengeschichte nicht ausreichend in Behandlungsentscheidungen einfließen, was zu belastenden Situationen führen kann.
In einem Fall wie diesem gab es für den Betroffenen aufgrund seines Alters, seiner komplexen Vorerkrankungen und der akuten medizinischen Lage nur sehr begrenzten Spielraum, auf Entscheidungen unmittelbar Einfluss zu nehmen – das ist wichtig anzuerkennen.
Für Menschen mit komplexen Krankheitsverläufen kann es hilfreich sein, die eigene Krankengeschichte gut dokumentiert parat zu haben und sich aktiv in Behandlungsgespräche einzubringen – soweit die Situation es erlaubt.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und unabhängige Beratung zu medizinischen und rechtlichen Fragen rund um die Gesundheitsversorgung – auch wenn man das Gefühl hat, mit seinen Anliegen nicht gehört zu werden. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Ihre Erfahrungen anonym melden und so dazu beitragen, dass ähnliche Situationen in Zukunft besser erkannt werden.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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