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2024-1083

Verspätete Diagnose trotz monatelanger Schmerzen in der Schulter

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Fallbeschreibung:

Verspätete Schulterdiagnose: Wenn Schmerzen nicht ernst genommen werden

Monatelange Schmerzen in der Schulter. Arzt nahm mich nicht ernst. Habe sachlich erklärt, dass ich starke Schmerzen habe. Erst als ich vor Verzweiflung weinte (was sehr selten vorkommt), klopfte er mir wohlwollend auf die Schulter und meinte, daß schaffen wir schon.

Bin dann zum Schmerztherapeuten: Tilidin ohne größere Nachfrage…dann in eine Klinik. Dort nach CT und Röntgen neues Schultergelenk. Endlich schmerzfrei. Das hat laaaannge gedauert und mich zermürbt. Zu diesem „Hausarzt“ gehe ich nicht mehr.

Gut gelaufen:

OP, Reha und beständiges üben waren erfolgreich. Der Arm und die Schulter sind wieder schmerzfrei und meine Lebensqualität hat sich deutlich erhöht!

Schlecht gelaufen:

Keine differenzierte bzw eine verspätete Diagnose. Die ewige Warterei auf Termine beim Arzt und für CT/MRT und dann wieder beim Arzt sind eine Zumutung, wenn man vor Schmerzen verzweifelt ist und nicht schlafen kann. Dann haben die Ärzte keine Zeit für detaillierte Informationen und rauschen von einem Raum zum Anderen.

Verbesserungsvorschläge:

Zeitnahe Termine. Zeit für den Patienten mit entspr. verständlichen Informationen. Ich möchte ernst genommen werden, auch als Frau. Spezielle Medikationen für Frauen. Wir sind nicht hysterisch, bitte mehr Einfühlungsvermögen. Termine auch für Berufstätige. Mehr Studienplätze für Ärzte. Mehr Ärzte. Geld in Deutschland investieren und nicht die halbe Welt damit versorgen.

Weitere Infos:

Da ich danach noch wegen nicht Erkennens einer verschleppten Lungenentzündung in eine Lungenklinik mußte, wäre ich über eine gut qualifizierte Ärzteschaft nicht gerade unglücklich. Dieser Hausärztin habe ich auch den Rücken gekehrt…

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Monatelange Schmerzen zu ertragen und dabei das Gefühl zu haben, nicht gehört zu werden – das ist eine tiefe Belastung, die weit über das körperliche Erleiden hinausgeht. Es ist bekannt, dass Schmerzen, insbesondere bei Frauen, in medizinischen Einrichtungen mitunter nicht die gleiche Aufmerksamkeit erhalten wie andere Beschwerden – ein strukturelles Problem, das in der Forschung unter dem Begriff „Gendermedizin“ (Medizin, die biologische und soziale Unterschiede zwischen den Geschlechtern berücksichtigt) seit Jahren diskutiert wird.

Wenn Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, ohne dass eine klärende Diagnose gestellt wird, kann wertvolle Zeit vergehen – und das Warten selbst wird zur zusätzlichen Belastung. Der vorliegende Fall zeigt, wie lang und zermürbend dieser Weg sein kann, aber auch: dass eine erfolgreiche Behandlung möglich war, sobald die richtige Versorgung erreicht wurde.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer anhaltende Schmerzen erlebt und das Gefühl hat, nicht ausreichend gehört zu werden, kann verschiedene Wege nutzen, um die eigene Situation aktiv zu beschreiben und die Versorgung voranzubringen.

  • Schmerzen konkret dokumentieren: Ein kurzes Schmerztagebuch – auch als Notiz auf dem Smartphone – kann helfen, Intensität, Zeitpunkt und Auswirkungen auf den Alltag festzuhalten. Diese Informationen lassen sich beim Arztgespräch gezielt einbringen, etwa: „Die Schmerzen bestehen seit X Wochen, nachts zwischen 2 und 4 Uhr am stärksten, und ich kann seitdem nicht mehr schlafen.“
  • Eine zweite Meinung einholen: Bei anhaltenden oder ungeklärten Beschwerden ist es möglich, eine weitere Arztpraxis oder eine Fachambulanz aufzusuchen. Das ist kein Misstrauensvotum, sondern ein legitimer Schritt – und in Deutschland gesetzlich zugesichertes Recht.
  • Gezielt nach Diagnostik fragen: Es ist möglich, direkt nachzufragen, welche Untersuchungen – etwa Bildgebung wie Röntgen, Ultraschall oder MRT – in Betracht kommen und warum bestimmte Schritte (noch) nicht eingeleitet werden.
  • Eine Begleitperson mitnehmen: Eine vertraute Person beim Arztgespräch kann helfen, Informationen aufzunehmen, nachzufragen und die eigene Wahrnehmung zu spiegeln. Das ist besonders hilfreich, wenn man durch Schmerzen oder Erschöpfung belastet ist.

Worauf Sie achten können

  • Werden Ihre Beschwerden konkret nachgefragt – etwa Dauer, Intensität, Auswirkung auf den Alltag – oder wird das Gespräch rasch abgeschlossen?
  • Erhalten Sie eine verständliche Erklärung, warum eine bestimmte Behandlung oder Untersuchung empfohlen oder nicht empfohlen wird?
  • Haben Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen – und werden diese beantwortet?
  • Wird Ihnen bei unklarer Diagnose oder ausbleibendem Behandlungserfolg eine Überweisung zu einer Fachärztin oder einem Facharzt angeboten?

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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