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2025-108

Ursache von starken Schmerzen in Achillessehne nicht behandelt

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Fallbeschreibung:

Achillessehnenschmerz 18 Monate unbehandelt – CIRS-Fall

Herbst 23 Borreliose im linken Bein
Arztbesuch wegen Schmerzen an der Achillessehne (sichtbare Verdickung) – Überweisung zum Orthopäden
Ende 23 Orthopäde stellt Achillessehnenentzündung fest, verordnet Physiotherapie, Antibiotikum 1 Woche und MRT
6 Monate später MRT und sichtbare Tendinitis festgestellt
Orthopäde behauptet: da ist nichts und wird laut mir gegenüber
Überweisung zum Fußchirurgen
Dortige Diagnose: Bursitis Achillessehne, Verordnung: Physiotherapie, Schuheinlagen und Kompressionsstrumpf. Sichtbare Verklebungen von Sehnen am Gelenk
Anfang 25 Überweisung Neurologie Nervenmessung … nur kleine Veränderungen an der Nervenleitfähigkeit, dennoch Verjüngung des Fußgelenks und sichtbare Einschränkungen beim Laufen
Zurück in der Fußchirurgie: Verordnung CT Lendenwirbelsäule und Überweisung zum Orthopäden!Monat später Orthopäde stellt ohne jegliche Untersuchung (!) Überweisung für ein MRT aus – ich habe Schrauben im Genick! – und verordnet eine Physio für die Funktionserhaltung meines Fußgelenks
Nun erster Physiotermin: Muskulatur total verklebt, keinerlei Fußfehlstellung sichtbar (warum also Schuheinlagen?)
Insgesamt habe ich nun seit 18 Monaten immer starke Schmerzen!

Gut gelaufen:

Die jetzige Physiotherapie könnte mental eine Unterstützung sein!

Schlecht gelaufen:

Alles! Bisher wurde nicht die Ursache aktiv behandelt, sondern nur die Symptome! Ein Arzt schrie mich an und alle anderen waren komplett desinteressiert, die Ursache zu behandeln

Verbesserungsvorschläge:

Vor allem zuhören und den Patient ernst nehmen! Nicht einfach OHNE Untersuchung Verordnungen ausstellen!

Weitere Infos:

Ich brauche Hilfe und einen Arzt, der in der Lage ist, mir wirklich zu helfen! Seit 18 Monaten nehme ich täglich 200 mg Tramadol (wegen Schmerzen u Einschränkungen im HWS Bereich) und 1200 mg Ibuprofen.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Anhaltende starke Schmerzen über viele Monate sind belastend – körperlich und seelisch. Wenn das Gefühl entsteht, dass die eigentliche Ursache der Beschwerden trotz mehrerer Arztbesuche und Untersuchungen nicht gefunden oder behandelt wird, kann das zusätzlich zermürbend sein.

In manchen Fällen gestaltet sich die Ursachensuche bei komplexen Beschwerden schwierig: Verschiedene Fachrichtungen sind beteiligt, Befunde werden unterschiedlich bewertet, und die Koordination zwischen den behandelnden Stellen bleibt lückenhaft. Symptome werden dann einzeln behandelt, ohne dass jemand das Gesamtbild im Blick behält. Das ist eine bekannte Herausforderung in der medizinischen Versorgung – und keine Seltenheit bei Erkrankungen, die mehrere Körperregionen betreffen können.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich in einer ähnlichen Lage befindet, kann verschiedene Wege nutzen, um die eigene Versorgung aktiv zu begleiten.

  • Eine koordinierende Stelle suchen: Bei komplexen Beschwerden, an denen mehrere Fachbereiche beteiligt sind, kann es helfen, eine Hausarztpraxis oder ein hausärztliches Versorgungszentrum als zentrale Anlaufstelle zu nutzen. Diese kann Befunde zusammenführen und den Überblick behalten – sofern sie aktiv einbezogen wird.
  • Eine zweite Fachmeinung einholen: Wenn Diagnosen widersprüchlich erscheinen oder Befunde unterschiedlich bewertet werden, ist es möglich, eine Zweitmeinung in einer anderen Einrichtung einzuholen. Das ist ein medizinisch anerkanntes Vorgehen und kann ausdrücklich bei der Krankenkasse angefragt werden.
  • Beschwerden strukturiert schildern: Eine kurze schriftliche Zusammenfassung der Krankengeschichte – mit Daten, Diagnosen und bisherigen Behandlungen – kann beim nächsten Arztkontakt hilfreich sein. Möglich ist auch, direkt anzusprechen: „Ich habe nun seit 18 Monaten täglich starke Schmerzen. Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam nach der Ursache suchen, nicht nur nach Möglichkeiten, die Schmerzen zu lindern.“
  • Schmerzmedikation ansprechen: Tramadol und Ibuprofen (Schmerzmittel aus unterschiedlichen Wirkstoffgruppen) in hohen Dauerdosen über längere Zeit können selbst gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Eine schmerztherapeutische Fachpraxis – auch „Schmerzambulanz“ genannt – kann eine spezialisierte Begleitung bieten und ist über die Krankenkasse anfragbar.

Worauf Sie achten können

  • Alle Befunde, Arztbriefe und Untersuchungsergebnisse sammeln und bei jedem neuen Termin mitbringen – das erleichtert die Einschätzung der Gesamtsituation.
  • Wenn eine Untersuchung ausbleibt, aber eine Verordnung ausgestellt wird, ist es möglich nachzufragen: „Auf welcher Grundlage basiert diese Empfehlung?“
  • Bei respektlosem oder abweisendem Verhalten durch medizinisches Personal ist es möglich, das Gespräch zu unterbrechen und zu einem anderen Zeitpunkt oder in einer anderen Einrichtung fortzusetzen – niemand ist verpflichtet, sich anschreien zu lassen.
  • Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, neutrale Beratung – auch bei unklaren Diagnoseverläufen oder Fragen zur Weiterbehandlung.

Sie sind nicht allein

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) ist kostenlos erreichbar und unterstützt bei Fragen rund um Diagnose, Behandlung und Patientenrechte: 0800 011 77 22 (Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr). Weitere Informationen und Erfahrungsberichte finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de – dort können Sie auch eigene Erlebnisse anonym melden und damit anderen Betroffenen helfen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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