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2024-632

Trotz Blut im Urin keine Prüfung auf Prostatakarzinom

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Fallbeschreibung:

Blut im Urin: Verzögerter Befund bei Prostatakarzinom

Trotz Blut im Urin keine Prüfung auf Prostatakarzinom in der Notaufnahme einer Urologie-Klinikstation, sondern auf Blasenspiegelungstermin beim niedergelassenen Urologen in zwei Monaten verwiesen.

Ausführliches Befragen und Zuhören in der Notaufnahme eines anderen Khs. wegen Schmerzen im Brustraum, dort durch CT Erkennen des metastasierenden Prostatakarzinoms als Nebendiagnose, sofort Anruf der dortigen Ärztin auf der Urologie-Station und dort dann endlich OP am Folgetag.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Ein Symptom wie Blut im Urin – medizinisch als Hämaturie bezeichnet – kann viele Ursachen haben, darunter auch ernsthafte Erkrankungen. Es ist belastend, wenn man mit einem solchen Symptom eine Notaufnahme aufsucht und das Gefühl hat, nicht vollständig gehört zu werden. Der Fall zeigt, wie unterschiedlich dieselben Beschwerden in verschiedenen Einrichtungen eingeschätzt werden können – und wie ein zweiter Blick entscheidend sein kann.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn Symptome bestehen bleiben oder sich verändern, gibt es verschiedene Möglichkeiten, aktiv zur eigenen Versorgung beizutragen.

  • Alle Symptome vollständig schildern: In der Notaufnahme ist es möglich, gezielt auf alle bestehenden Beschwerden hinzuweisen – auch auf solche, die vielleicht nicht direkt zusammenhängend erscheinen. Ein Beispiel: „Ich habe seit einiger Zeit Blut im Urin und möchte sichergehen, dass auch ernstere Ursachen ausgeschlossen werden.“
  • Nachfragen, warum abgewartet werden soll: Es ist möglich, die empfohlene Vorgehensweise zu hinterfragen – etwa: „Welche Ursachen kommen für mein Symptom in Frage, und warum kann zwei Monate gewartet werden?“ Das schafft Klarheit und eröffnet gegebenenfalls weitere Schritte.
  • Eine zweite medizinische Meinung einholen: Wer sich mit der Einschätzung einer Einrichtung nicht sicher fühlt, kann eine andere Notaufnahme oder einen anderen Arzt aufsuchen – insbesondere wenn Symptome anhalten oder sich verschlechtern.
  • Begleitperson mitbringen: Eine Begleitperson kann helfen, Informationen zu behalten, Fragen zu stellen und im Gespräch mit dem medizinischen Personal zu unterstützen.

Worauf Sie achten können

  • Blut im Urin ist ein Symptom, das ärztlich abgeklärt werden sollte – auch wenn es schmerzlos auftritt.
  • Wenn eine Überweisung oder ein Termin erst in weiter Zukunft liegt, ist es möglich, nachzufragen, ob eine frühere Abklärung sinnvoll wäre oder welche Warnsignale eine sofortige Wiedervorstellung erfordern.
  • Neue oder zusätzliche Symptome – zum Beispiel Schmerzen, Erschöpfung oder ungewollter Gewichtsverlust – können auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung hinweisen und sind einen ärztlichen Hinweis wert.
  • Eine zweite Meinung einzuholen ist kein Misstrauensvotum – es ist ein legitimes Mittel der Patientensicherheit.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Notaufnahme, Krankenhaus
Geschlecht: männlich

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