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2024-1545

Starke Schmerzen und Probleme nach Knie-OP

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Fallbeschreibung:

Komplikationen nach Knie-OP: Schmerzen und Schwellung

Nach Implantation einer Endoprothese am linken Kniegelenk. Oberflächenersatzprothese : wurde zementiert. Es kam ein OP-Roboter zum Einsatz. Der Operationsbericht liegt mir in Kopie vor.

Heute, nach über 5 Wochen habe ich die gleichen Schmerzen wie vor der OP. Stärke der Schmerzen ist gleich. Waren diese Schmerzen vor der OP nur im Bereich Knie, sind sie jetzt vom Knie abwärts bis zum Fuß.

Mein Bein (ab Oberschenkel bis zum Fuß) ist stark angeschwollen (Elefantenfuß). Das Bein ist hart. Der Kniebereich strahlt enorme Wärme aus. Trotz Kühlkompressen keine Reduktion der Wärme.
Alles mögliche versucht um wieder „auf die Beine „ zu kommen.

Lymphdrainage und Krankengymnastik. Wird bei Hausbesuch durchgeführt, da ich nicht in der Lage bin 14 Treppenstufen zu bewältigen. Motorschaden ist ebenfalls vorhanden.

Schmerzen sind nur auszuhalten mit Fentanyl-Pflaster und 2 IBUPROFEN 800mg am Tag.
Nach Rückfrage beim Krankenhaus wurde mir gesagt, dass ich da hinkommen soll. Ich frage mich wie? Ich kann keine Treppenstufen gehen. Und ein Krankentransportschein über die Krankenkasse erhalte ich nicht. Ich habe keine Ahnung, wie das noch weitergehen soll.

Gut gelaufen:

Pflege im Krankenhaus

Schlecht gelaufen:

OP

Verbesserungsvorschläge:

Die Offenheit der Ärzte

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Knieoperation ist ein großer Eingriff – und die Zeit danach kann sehr belastend sein, besonders wenn die erhofften Verbesserungen ausbleiben und stattdessen neue Beschwerden hinzukommen. Wenn nach einem künstlichen Kniegelenk (einer sogenannten Endoprothese) über Wochen hinweg starke Schmerzen, massive Schwellungen und Wärmeentwicklung bestehen, ist das eine ernst zu nehmende Situation, die ärztliche Aufmerksamkeit erfordert – und zugleich kann es für Betroffene sehr schwer sein, diese Hilfe überhaupt zu erreichen.

In einer Situation wie dieser gab es für die betroffene Person keinen realistischen Spielraum zum selbstständigen Eingreifen – das ist wichtig anzuerkennen. Wer hochgradig mobilitätseingeschränkt ist, ein Mehrfamilienhaus nicht verlassen kann und auf starke Schmerzmedikamente angewiesen ist, kann nicht einfach in eine Klinik fahren. Diese Einschränkung liegt nicht in der Verantwortung der Patientin.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

  • Angehörige können beim behandelnden Hausarzt oder der Hausärztin gezielt nach einem ärztlichen Hausbesuch fragen, um die aktuelle Situation vor Ort beurteilen zu lassen – besonders wenn Zeichen einer möglichen Komplikation wie anhaltende Wärme, Schwellung und Schmerzen vorliegen.
  • Es ist möglich, beim Hausarzt oder der Hausärztin konkret nach einem Krankentransportschein (auch: Transportkostenübernahme) zu fragen – nicht nur bei der Krankenkasse direkt. Die Verordnung durch eine Ärztin oder einen Arzt ist oft der entscheidende erste Schritt, der diesen Weg öffnet.
  • Angehörige können beim Krankenhaus, in dem die Operation durchgeführt wurde, nachfragen, ob eine ambulante Vorstellung im Haus mit organisiertem Transport oder eine Wiederaufnahme stationär möglich ist – und dabei klar benennen, dass die Patientin nicht gehfähig ist: „Meine Mutter kann das Haus nicht verlassen. Wie kann die notwendige Untersuchung trotzdem stattfinden?“
  • Der Sozial- oder Pflegedienst des Krankenhauses oder ein lokaler Pflegestützpunkt kann dabei unterstützen, den Übergang zwischen Klinik und Häuslichkeit zu koordinieren – auch im Nachhinein, wenn dieser Übergang schwierig verlaufen ist.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Vor einer geplanten Operation ist es möglich, gemeinsam mit dem behandelnden Team zu besprechen, wie die Nachsorge konkret aussehen soll – insbesondere wenn die Wohnsituation (z. B. Treppen, alleinlebend) die Mobilität einschränken könnte.
  • Eine Vorsorgevollmacht ermöglicht es einer Vertrauensperson, im Bedarfsfall rechtlich verbindlich zu handeln – zum Beispiel Informationen vom Krankenhaus einzuholen oder Entscheidungen mitzutragen.
  • Eine Notfallkarte oder ein Behandlungsausweis mit den wichtigsten Diagnosen, Medikamenten und Kontaktpersonen kann in kritischen Situationen helfen, schnell die richtigen Informationen weiterzugeben.
  • Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose telefonische Beratung an – auch zu Fragen rund um Transportkostenübernahme, Nachsorge und den Umgang mit Krankenkassen. Erreichbar unter: 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr).

Sie sind nicht allein

Wenn Sie oder Angehörige sich in einer ähnlichen Situation befinden und nicht wissen, wie es weitergehen soll, ist Unterstützung erreichbar – die UPD berät unabhängig und kostenlos zu Patientenrechten und konkreten nächsten Schritten. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie außerdem eigene Erfahrungen anonym berichten und damit dazu beitragen, dass solche Situationen zukünftig besser erkannt und verhindert werden.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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