2024-1060
Doppelzimmer mit einer an Lungenentzündung erkrankten Person
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Meine über 90 jährige Asthma-kranke Mutter wurde über die Notaufnahme in eine größere Klinik aufgenommen, wg. erhöhtem Puls und Vorhofflimmern. Sie wurde in einem Zweibettzimmer unter gebracht, am Tag 2 wurde die andere Patientin verlegt und meine Mutter war allein im Zimmer. An Tag 3 wurde sie dann in ein anderes 2-Bett-Zimmer verlegt. Sie rief mich daraufhin an und berichtete, dass ihre Mitpatientin an Lungenentzündung erkrankt ist und stark hustete. Nach zwei Telefonaten mit Schwestern auf der Station wurde meine Mutter aufgrund der Vorbelastung (Asthma, hohes Alter) wieder auf ihr ursprüngliches Zimmer zurückverlegt. Die Schwestern haben meine Mutter ihren Ärger über meine „Intervention“ deutlich spüren lassen. Sie war daraufhin völlig aufgelöst und hat die Orientierung verloren. Auch ich selbst wurde am Folgetag noch einmal von der Schwester kritisiert.
Wenn man für einen nahestehenden Menschen im Krankenhaus eintritt, möchte man das Richtige tun – und genau das ist in diesem Fall gelungen. Dass eine solche Fürsprache dennoch zu belastenden Reaktionen führen kann, ist eine Erfahrung, die viele Angehörige kennen und die ernst genommen werden sollte.
In diesem Fall wurde eine hochbetagte Patientin mit Asthma – einer chronischen Erkrankung der Atemwege – auf ein Zimmer verlegt, das sie mit einer an Lungenentzündung erkrankten Person teilte. Die Angehörige erfuhr davon erst durch einen Anruf der Patientin selbst. Nach zwei Telefonaten mit dem Pflegepersonal wurde die Verlegung rückgängig gemacht. Im Anschluss erlebten sowohl die Patientin als auch die Angehörige Reaktionen des Personals, die als abwertend und belastend wahrgenommen wurden. Bei der Patientin führte dies zu starker Aufgewühltheit und vorübergehender Orientierungslosigkeit.
Wer Angehörige im Krankenhaus begleitet oder von zu Hause aus erreichbar ist, kann auf verschiedene Weisen zur Sicherheit beitragen.
Wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder Unterstützung suchen, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und neutrale Beratung an. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Ihre Erfahrungen anonym melden und so dazu beitragen, dass andere von ähnlichen Situationen erfahren und sich vorbereiten können.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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