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2025-128

Gallenblase mit Dickdarm verwechselt

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Fallbeschreibung:

Fehldiagnose Gallenblase: Verwechslung mit Dickdarm

Obwohl mir rund ein Jahr zuvor in einer Radiologie-Praxis nach CT bescheinigt wurde, dass meine Gallenblase „frei von Steinen“ sei, wurde mir innerhalb eines weiteren Jahres dreimal diagnostiziert, dass die Gallenblase „voller Steine“ sei und entfernt werden müsse.

Bei der dann eingeleiteten OP stellte sich heraus, dass ich keine Gallenblase habe! Auf meine Nachfrage, was denn da dreimal falsch diagnostiziert worden sei, bekam ich zur Antwort: „Das muss dann der Dickdarm gewesen sein.“ …
Rund 3000 Euro Eigenanteil „für die Katz“!

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Hätte sich die Ärzte im Krankenhaus den Bericht der Radiologie genauer durchgelesen, wäre ich um die OP wohl herumgekommen. Im Vorfeld hatte ich noch gefragt, ob sich denn so viele Steine innerhalb eines Jahres bilden können? Aber die Frage wurde wohl überhört …

Verbesserungsvorschläge:

Bessere Abstimmung zwischen den einzelnen Praxen und Krankenhäusern.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine bevorstehende Operation ist für viele Menschen eine belastende Situation – verbunden mit Vertrauen darauf, dass alle vorliegenden Befunde sorgfältig berücksichtigt werden. Wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass ein Organ, das entfernt werden sollte, gar nicht vorhanden war, ist das eine außerordentlich erschütternde Erfahrung, auch finanziell.

In diesem Fall lagen zu einem Organ – der Gallenblase – widersprüchliche Befunde aus verschiedenen Untersuchungen vor. Bildgebende Verfahren wie ein CT (Computertomographie) liefern Aufnahmen des Körperinneren, deren Auswertung Erfahrung und den vollständigen Kontext aller Voruntersuchungen erfordert. Wenn frühere Befundberichte nicht vollständig in eine neue Diagnose einbezogen werden, können Fehleinschätzungen entstehen – mit weitreichenden Folgen für Betroffene.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich in einer ähnlichen Situation befindet, kann verschiedene Möglichkeiten nutzen, um aktiv an der eigenen Versorgung mitzuwirken.

  • Es ist möglich, alle vorhandenen Befundberichte und Bildaufnahmen (z. B. auf CD oder digital) selbst zu sammeln und bei jedem neuen Arzttermin mitzubringen – auch wenn davon ausgegangen wird, dass Unterlagen bereits weitergeleitet wurden.
  • Eigene Fragen und Beobachtungen lassen sich direkt und nachdrücklich ansprechen. Eine Formulierung wie „Ich habe hier einen früheren Befund, der etwas anderes zeigt – können Sie mir erklären, wie sich das verhält?“ kann dabei helfen, Widersprüche offen anzusprechen.
  • Vor einer geplanten Operation ist es möglich, eine Zweitmeinung einzuholen – also einen weiteren Facharzt unabhängig um eine Einschätzung zu bitten. Das ist ein in Deutschland anerkanntes Recht und kann ohne Begründung in Anspruch genommen werden.
  • Wenn eine Diagnose sich deutlich von früheren Befunden unterscheidet, kann ausdrücklich darum gebeten werden, dass alle vorliegenden Vorberichte schriftlich in die Aufklärung einbezogen werden.

Worauf Sie achten können

  • Liegen bei Ihnen Befundberichte aus verschiedenen Einrichtungen vor? Es empfiehlt sich, diese gesammelt und chronologisch geordnet bei sich zu führen.
  • Wurde Ihnen erklärt, warum ein neuer Befund von einem früheren abweicht? Bei Widersprüchen ist eine nachvollziehbare Erklärung sinnvoll.
  • Haben Sie die Möglichkeit gehabt, eigene Fragen vor dem Eingriff vollständig zu stellen und eine Antwort darauf zu erhalten? Das Aufklärungsgespräch vor einer Operation ist der richtige Moment dafür.
  • Ist eine Zweitmeinung eine Option für Sie? Insbesondere vor planbaren Operationen – also Eingriffen, die nicht sofort notwendig sind – ist das eine gut zugängliche Möglichkeit.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus
Geschlecht: männlich

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