Fallbeschreibung:
Herbst 2022: Zum ersten Mal in der Praxis für Dermatologie wegen einer Vergrößerung am Hinterkopf, die ich schon länger hatte, die sich aber in letzter Zeit verändert hatte. Die zwei Ärzte untersuchten die Vergrößerung mit ihrer Lupe, ihre Diagnose „subkutane weiche ZYSTE“. Ihrer Meinung nach wäre eine Operation nicht notwendig bzw. nicht zu empfehlen.
Erneut 6 Monate später in der Praxis wegen dieser Vergrößerung, die sich kontinuierlich veränderte und unangenehm geworden war. Wieder die Diagnose „ZYSTE, teilweise eingeblutet“.
Zuletzt im Sommer 2023 wieder die Diagnose „ZYSTE.
Ich könnte natürlich versuchen, einen Chirurgen zu finden, der bereit wäre, mir die Vergrößerung zu operieren.
Meine Friseurin (!) war beunruhigt und empfahl mir einen anderen Dermatologen. Er sagte ehrlicherweise, er wüsste es nicht, es würde aber nicht gut aussehen, und gab mir sofort eine Überweisung zum Chirurgen. Dieser Arzt entfernte mir noch vor Weihnachten 2023 den Tumor und ließ die Proben von zwei Laboren histologisch untersuchen. Anfang 2024 die vernichtende Diagnose
MALIGNES MELANOM mind. 5,8 mm am Kapillitium!
Zweizeitige NACHEXZISION. Ich bin 86 Jahre alt und muss mich einer belastenden Immuntherapie unterziehen und mit der Angst vor dem Metastasieren, vor allem im Gehirn, leben.
Abgesehen von der falschen Diagnose haben die Ärzte mit dem Unterlassen eines rechtzeitigen Überweisens zum Chirurgen gegen die ärztliche Sorgfaltspflicht verstoßen, mit verheerenden Folgen.
Abgesehen von der Zusendung des Tagesprotokolls hat die Praxis in keiner Weise reagiert.
Gut gelaufen:
Nichts…
Schlecht gelaufen:
Alle 4 Ärzte waren sehr unfreundlich, unkritisch und scheinbar unerfahren, zwei noch in Weiterbildung.
Ganz knappe Untersuchung mit der Lupe.
Verbesserungsvorschläge:
Keine Angaben
Weitere Infos:
Keine Angaben
Infos zum Fall:
Perspektive:
Patientin oder Patient
Alter:
80+ Jahre
Art der EInrichtung:
Ambulante Praxis
Geschlecht:
weiblich