2024-976
Dubiose Osteopathie
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Meine Frau hatte starke Schmerzen im unteren Rückenbereich und ist zu einem Osteopathen empfohlen worden.
Dieser wusste schon in der Anamnese (also vor Beginn der Behandlung), dass sie mindestens 5 Sitzungen benötige (die Kasse bezuschusst max. 6 – ein Schelm, wer Böses dabei denkt).
Meine Frau war nach der 3. Behandlung beschwerdefrei. Dennoch therapierte er sie in der 4. einfach (sehr schmerzhaft) weiter. Danach war meine Frau auf beiden Seiten im Bereich Oberschenkel, Becken, Hüfte förmlich übersät mit großen Hämatomen. In der 5. Sitzung bat meine Frau ihn, etwas weniger schmerzhaftes zu tun. Also machte er „etwas anderes“ bei seiner beschwerdefreien Patientin.
Zu Beginn der 6. Sitzung fragte er sie „was willst Du denn noch hier?“ (Ich frage mich, wer für die Festlegung von Verlauf und Ende einer Therapie zuständig ist) Aber wo sie nun schon mal da war, machte er eben noch „etwas“. Abends sah ich dann 5 Hämatome an den Brüsten meiner Frau.
Er hatte sie aufgefordert, sich hinzulegen und nicht zu erschrecken und ihr dann ohne weitere Nachfrage in die Brüste gegriffen und die Finger durch das Brustgewebe auf die Rippen gestoßen – das sollte gut gegen Husten sein.
Wenn eine Behandlung Erleichterung bringt, ist das ein großer Erfolg – und es ist verständlich, dass man sich in dieser Phase auf die Fachperson verlässt. Manche Erfahrungen im Verlauf einer Therapie können jedoch verunsichernd oder belastend sein, insbesondere wenn Eingriffe ohne vorherige Erklärung und Zustimmung erfolgen.
In diesem Fall wurden die ursprünglichen Rückenbeschwerden erfolgreich behandelt. Gleichzeitig beschreibt der Bericht Situationen, in denen körperliche Berührungen ohne ausdrückliche Aufklärung und ohne das Einverständnis der Patientin stattfanden. Körperliche Untersuchungen und Behandlungsgriffe – auch solche, die Therapeutinnen und Therapeuten als Routinehandlungen verstehen – setzen grundsätzlich die informierte Zustimmung der behandelten Person voraus. Dieses Prinzip wird als informierte Einwilligung (englisch: informed consent) bezeichnet und gilt in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung.
Wer therapeutische Leistungen in Anspruch nimmt, hat verschiedene Möglichkeiten, die eigene Sicherheit und Selbstbestimmung zu stärken.
Wenn Sie unsicher sind, ob eine Behandlung regelgerecht verlaufen ist, oder wenn Sie eine belastende Erfahrung gemacht haben, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und neutrale Beratung an. Eigene Erfahrungen – ob negativ oder positiv – können Sie auf mehr-patientensicherheit.de anonym berichten und damit dazu beitragen, dass andere von ähnlichen Situationen erfahren und sich besser vorbereiten können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein CIRS-Fall zeigt, wie sexualisierte Kommentare in der Psychotherapie Patientinnen schaden. Was Betroffene wissen und tun können.
Fall lesen →Eine Patientin erlebt beim Hausbesuch sexualisierte Bemerkungen. Wie Betroffene reagieren können und was dieser CIRS-Fall über Schutz im Versorgungsalltag zeigt.
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Die Betriebskrankenkassen:
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