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2024-690

Nicht ernst genommen bei Narkoseeinleitung – brennende Schmerzen mit Propofolverabreichung

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Fallbeschreibung:

Propofol-Schmerzen bei Narkose: Warnung nicht gehört

Obwohl ich die behandelnden Ärzte darauf hingewiesen habe, dass ich bei der letzten Narkose starke, brennende Schmerzen bei der Einleitung hatte und ich es diesmal nicht wieder erleben möchte, haben die Anästhesisten mir nicht geglaubt, und prompt kam es wieder zu diesen Beschwerden. 

Ich habe gedacht, dass mein ganzer Arm in Flammen stehe – so stark waren die Schmerzen. Ich bemerkte noch, dass der Anästhesist/die Anästhesistin meinen Arm mit voller Kraft auf die Unterlage drückte. Dadurch konnte das Propofol nicht schnell genug in den Organismus gelangen und ich musste die Schmerzen noch länger aushalten.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Dass die Ärzte einem nicht Glauben.

Verbesserungsvorschläge:

Dass die Ärzte dem Patienten mehr glauben schenken.

Weitere Infos:

Der Arzt/die Ärztin hatte noch gemeint, dass es schon mal Wechselwirkungen zwischen Propofol und Opiate gibt. Wenn dies so ist, müssen die Ärzte erst recht alles unternehmen, damit der Patient/ die Patientin keine Probleme bei der Einleitung bekommt. Es ist auch nicht zu verstehen, dass der Patient/ die Patientin den Anästhesiten bestätigen muss über Probleme bei Narkosen, aber der Patient/ die Patientin kann sich nicht bestätigen lassen, wenn er auf Probleme hingewiesen hat.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Es ist belastend, wenn man vor einem Eingriff klar auf eine schlechte Erfahrung hinweist – und dennoch das Gefühl hat, nicht gehört zu werden. Starke Schmerzen während der Narkoseeinleitung, wie sie durch das Medikament Propofol (ein häufig verwendetes Einleitungsmittel für die Vollnarkose) entstehen können, sind eine bekannte Erscheinung und keine Einbildung.

Propofol kann beim Einspritzen in eine Vene brennende oder stechende Schmerzen verursachen. Dieses Phänomen ist medizinisch dokumentiert und kann durch verschiedene Maßnahmen – etwa die Wahl einer größeren Vene, die Vorabgabe eines schmerzlindernden Mittels oder das Verdünnen des Medikaments – abgemildert werden. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, darunter Opioide (starke Schmerzmittel), können die Verträglichkeit beeinflussen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer bereits Erfahrungen mit schwierigen Narkoseeinleitungen gemacht hat, kann diese gezielt in das Gespräch vor dem nächsten Eingriff einbringen.

  • Es ist möglich, das Vorgespräch mit der Anästhesie (Narkoseabteilung) aktiv zu nutzen, um frühere Beschwerden konkret zu schildern – am besten schriftlich vorbereitet, mit Datum des Eingriffs und Beschreibung der Symptome. Ein Beispiel: „Bei meiner letzten Operation am [Datum] hatte ich bei der Einleitung starke brennende Schmerzen im Arm. Ich möchte, dass wir das diesmal besprechen und nach Möglichkeiten suchen, das zu vermeiden.“
  • Es ist möglich, ausdrücklich nach konkreten Maßnahmen zur Schmerzvorbeugung zu fragen – etwa nach einer Vormedikation oder nach der Wahl einer geeigneteren Vene.
  • Wer das Gefühl hat, nicht ausreichend gehört zu werden, kann darum bitten, die eigenen Hinweise und die Antwort des medizinischen Teams im Aufklärungsgespräch schriftlich festzuhalten oder in der Akte zu vermerken.
  • Eine Begleitperson kann im Vorgespräch dabei sein und die genannten Punkte mit bekräftigen – das ist in vielen Einrichtungen auf Wunsch möglich.

Worauf Sie achten können

  • Frühere Narkoseerfahrungen – auch negative – vor jedem neuen Eingriff aktiv ansprechen, idealerweise schon beim ersten Kontakt mit der Anästhesie.
  • Nachfragen, welche Maßnahmen konkret geplant sind, um bekannte Beschwerden beim nächsten Mal zu reduzieren.
  • Sich erkundigen, ob ein Anästhesiepass oder eine schriftliche Dokumentation früherer Narkosereaktionen geführt werden kann – solche Dokumente können bei künftigen Eingriffen hilfreich sein.
  • Bei anhaltenden Bedenken ist es möglich, ein Gespräch mit der ärztlichen Leitung der Anästhesieabteilung oder dem Patientenfürsprechdienst der Einrichtung zu suchen.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Operationssaal, Krankenhaus
Geschlecht: männlich

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