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2025-129

Allergien ingnoriert bis zum Asthma

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Fallbeschreibung:

Allergie-Symptome jahrelang ignoriert – Folge: Asthma

Die Beschwerden, Nase laufen, niesen, Kopfschmerzen u.a. wurde vom Arzt jahrelang als jugendliche Übertreibung oder als Erkältung abgetan. Dann kam mein erste Asthmaanfall, der so unvorbereitet und ohne Medis ausgesprochen beängstigend war.

Beim Arzt wurde doch dann tatsächlich mal einen Allergietest durchgeführt, der ergab dass sogar ziemlich viele Allergien bestanden. Dann folgte auch die Diagnose allergisches Asthma.

Gut gelaufen:

Nichts.

Schlecht gelaufen:

Jahrelang wurden (ehrlicherweise ziemlich offensichtliche) Beschwerden nicht ernst genommen. Und als Konsequenz direkt Etagenwechsel der Allergien in die Lunge!

Verbesserungsvorschläge:

Jugendliche, aber auch allgemein einfach Patient*innen, ernst nehmen!

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wiederkehrende Beschwerden wie Schnupfen, Niesen oder Kopfschmerzen über einen langen Zeitraum zu erleben – und dabei das Gefühl zu haben, nicht ernst genommen zu werden – ist eine belastende Erfahrung, besonders im Jugendalter. Wenn aus ungeklärten Symptomen schließlich ein erster Asthmaanfall wird, kann das erschreckend und überwältigend sein.

Allergische Beschwerden betreffen die Atemwege häufig in mehreren Stufen: Was zunächst als Reaktion in der Nase beginnt, kann sich im Verlauf auf die unteren Atemwege – also die Lunge – ausweiten. Dieses Phänomen wird als „Etagenwechsel“ bezeichnet. Eine frühzeitige allergologische Abklärung (Diagnosestellung durch einen Facharzt für Allergien) kann helfen, diesen Verlauf zu erkennen und zu behandeln.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn Beschwerden über längere Zeit bestehen und die Ursache unklar bleibt, gibt es Möglichkeiten, die eigene Situation aktiv einzubringen.

  • Es ist möglich, ein kurzes Beschwerde-Tagebuch zu führen – zum Beispiel wann die Symptome auftreten, wie stark sie sind und ob es Auslöser wie Jahreszeiten, Tiere oder bestimmte Orte gibt. Konkrete Aufzeichnungen können das Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin erleichtern.
  • Wer das Gefühl hat, dass die eigenen Beschwerden nicht ausreichend beachtet werden, kann das direkt ansprechen – zum Beispiel so: „Ich habe diese Symptome nun seit mehreren Monaten. Kann eine Allergie als Ursache ausgeschlossen werden?“
  • Es ist möglich, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen oder gezielt eine allergologische Praxis aufzusuchen – auch ohne Überweisung ist das in vielen Fällen möglich.
  • Gerade für Jugendliche kann eine Vertrauensperson wie ein Elternteil hilfreich sein, die beim Arztgespräch dabei ist und die geschilderten Beschwerden bekräftigt.

Worauf Sie achten können

  • Kehren Symptome wie Schnupfen, Niesen oder Husten immer wieder und ohne klare Erkältungsursache zurück, kann eine allergologische Untersuchung sinnvoll sein.
  • Ein Allergietest (Pricktest oder Bluttest) ist ein standardmäßiges Verfahren und kann auf eigenen Wunsch erfragt werden.
  • Bei Atemnot oder einem ersten Asthmaanfall ist eine sofortige ärztliche Versorgung wichtig – und eine anschließende Abklärung der Ursache empfiehlt sich in jedem Fall.
  • Wer das Gefühl hat, mit seinen Beschwerden nicht gehört zu werden, kann die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kontaktieren – kostenlos und anonym unter 0800 011 77 22.

Sie sind nicht allein

Erfahrungen wie diese sind wertvoll – für andere Betroffene und für die Verbesserung der Versorgung. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Ihren Fall anonym melden und damit dazu beitragen, dass ähnliche Situationen in Zukunft besser erkannt werden.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 15-18 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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