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2024-1269

Wundinfektion nach Venen OP und Krankenhausvirus

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Fallbeschreibung:

Wundinfektion & Krankenhausinfektion nach Venen-OP

Die geplante Venen OP, 1 Vene wurde entfernt, wurde durchgeführt. Leider hat sich die grössere Schnittwunde unterhalb des Knies trotz regelmässiger Behandlung durch die Hausarztpraxis nicht geschlossen, sondern es gab eine Entzündung und die Folge davon eine enorme Vertiefung der Wunde.

Die selbstauflösenden Fäden haben sich erst 7 Monate nach der OP selbst entfernt. Ausserdem war der gesamte Oberschenkel mit grossen Hämatomen übersät, welche teilweise heute noch sichtbar sind. Am Unterschenkel habe ich eine grössere Narbe mit Vertiefung mit blauer Verfärbung und am Oberschenkel eine kleinere blau verfärbte Narbe bis heute.

Ich war stationär 1 Nacht in der Klinik und 2 Stunden nach der Entlassung hat sich der Krankenhausvirus bemerkbar gemacht mit tagelangem Extremdurchfall und Übelkeit, Laboruntersuchungen und Diagnose kam von der Hausarztpraxis, es war ein Krankenhausvirus.
Es gab nur ein Arztgespräch, welches aus 2 Sätzen bestand, ich konnte nicht nachfragen beim Arzt am Entlassungstag.

Gut gelaufen:

Ich kann mich an keine positive Sache erinnern

Schlecht gelaufen:

OP und Krankenhausaufenthalt im Einzelzimmer 1. Klasse

Verbesserungsvorschläge:

Das wichtigste wäre ein ausführliches Arztgespräch nach der OP

Weitere Infos:

Nein, ich werde diese Klinik meiden und auch nirgendwo etwas positives berichten

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine geplante Operation soll helfen – und es ist sehr belastend, wenn danach unerwartete Komplikationen auftreten, die den Alltag über Monate beeinträchtigen. Wundheilungsstörungen nach Venenoperationen sowie Magen-Darm-Infektionen, die im Krankenhaus erworben werden (sogenannte nosokomiale Infektionen), sind bekannte Risiken, die trotz regelrechter Behandlung auftreten können.

In diesem Fall kam erschwerend hinzu, dass das abschließende Arztgespräch bei der Entlassung sehr kurz war und keine Möglichkeit blieb, Fragen zu stellen. Gerade nach einem Eingriff mit möglichen Komplikationen ist ein ausführliches Entlassungsgespräch ein wichtiger Bestandteil der Versorgung.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Für künftige Behandlungen oder für andere Betroffene kann es hilfreich sein, folgende Möglichkeiten zu kennen:

  • Vor der Entlassung ist es möglich, aktiv um ein ausführliches Gespräch zu bitten – zum Beispiel: „Ich habe noch mehrere Fragen zu meiner Wundversorgung und zum weiteren Verlauf. Kann ich bitte noch einmal ausführlich mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin sprechen?“ Dieser Wunsch lässt sich auch schriftlich beim Pflegepersonal hinterlassen, falls ein Arzt oder eine Ärztin gerade nicht erreichbar ist.
  • Fragen zur Wundversorgung nach der Entlassung können bereits vor der Operation gesammelt werden – zum Beispiel: Wie soll die Wunde zu Hause gepflegt werden? Woran erkenne ich eine Entzündung? An wen wende ich mich bei Problemen? Eine schriftliche Liste dieser Fragen kann dabei helfen, nichts zu vergessen.
  • Es ist möglich, beim Krankenhaus schriftliche Entlassungsunterlagen einzufordern, die Informationen zur Wundpflege, zu Warnzeichen und zu Kontaktmöglichkeiten enthalten. Solche Dokumente stehen Patient:innen grundsätzlich zu.
  • Eine Vertrauensperson zur Begleitung beim Entlassgespräch kann helfen, Informationen aufzunehmen und Nachfragen zu stellen – gerade in Situationen, in denen man sich körperlich noch nicht vollständig erholt hat.

Worauf Sie achten können

  • Zeichen einer Wundinfektion – wie zunehmende Rötung, Erwärmung, Schwellung, Eiter oder anhaltende Schmerzen – lassen sich frühzeitig der Hausarztpraxis oder der operierenden Klinik melden.
  • Magen-Darm-Beschwerden, die kurz nach einem Krankenhausaufenthalt auftreten, können auf eine im Krankenhaus erworbene Infektion hinweisen und ärztlich abgeklärt werden.
  • Für das Entlassungsgespräch ist es möglich, vorab eine Begleitperson zu organisieren, die unterstützt – insbesondere wenn man sich nach dem Eingriff noch geschwächt fühlt.
  • Eigene Beobachtungen und Beschwerden im Verlauf der Heilung lassen sich kurz notieren – das erleichtert die Kommunikation mit der Hausarztpraxis und ermöglicht eine lückenlose Nachverfolgung des Heilungsverlaufs.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie nach einem Krankenhausaufenthalt das Gefühl haben, nicht ausreichend informiert oder begleitet worden zu sein, können Sie sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos und vertraulich unter 0800 011 77 22. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu melden, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Operationssaal, sonstiger Bereich, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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