2024-191
Platzwunde am Kopf mit Kleber behandelt, ohne die Haare zu entfernen
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Meine Tochter ist vom Sofa gefallen und hatte am Hinterkopf eine circa 2 cm große Platzwunde. Daraufhin sind wir ins Krankenhaus gefahren und wurden vom kassenärztlichen Dienst behandelt. Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Allerdings wusste keiner so richtig, wie diese Wunde versorgt werden sollte.
Die erste Idee war mit Stripes, die Wunde zu kleben. Allerdings wurden die Haare nicht entfernt, und die Stripes wurden erst mal auf die Haare geklebt, was natürlich nicht hielt und keinen Nutzen für die Wunde hatte, die Stripes mussten wieder entfernt werden. Danach kam die Idee, Kleber zu verwenden, allerdings wurde dieser auch einfach auf die Wunde mit Haaren verschmiert, ohne die Wunde zu säubern/Haare ab rasieren, geschweige denn zur Seite zu legen. Somit wurden alle Haare mit ein geklebt und lagen quasi auch in der Wunde. Zusätzlich wurde noch Sekundenkleber oben drübergeschmiert, damit war es Bombenfest… die Wunde konnte somit nicht abheilen, die Masse an Kleber war zu viel, und die mit eingeklebt den Haaren, verhinderten die Heilung enorm… Nach drei Wochen roch die Wunde und eiterte… nach Untersuchung beim Kinderarzt, wurde immer noch drauf hingewiesen, das ist zwar schlecht behandelt, wurde aber wohl alles in Ordnung sei… Erst auf eindringlicher bitte gab es eine Überweisung zur Chirugie.
Hier wollte man uns auch erst wieder nach Hause schicken, erst nach eindrückliche Aufforderung, wurde noch mal genauer hingeschaut und die Wunde ein wenig eingeweicht, dann erkannte man das Eiter bereits vorhanden, war alles musste weggeschnitten, entfernt werden… Die Wunde war nicht ein bisschen zusammen geheilt, es trat Gewebe aus der Wunde. (wie bei einem Fußball, wo die Gummiblase austritt) Wir müssen jetzt jeden zweiten Tag die Wunde spülen und selbst versorgen… Da alles andere: nähen, tackern nun nicht mehr möglich war…
Wenn ein kleines Kind verletzt ist, handeln Eltern schnell und vertrauen darauf, dass die Wunde in der Notaufnahme fachgerecht versorgt wird – das ist eine völlig nachvollziehbare Erwartung. Es kann jedoch vorkommen, dass die Versorgung nicht dem gewünschten Standard entspricht und dass sich daraus im Verlauf ernstere Komplikationen entwickeln.
In diesem Fall wurde eine Kopfplatzwunde bei einem Kleinkind mit Wundkleber behandelt, ohne die Haare zuvor zu entfernen oder zur Seite zu legen. Das führte dazu, dass Haare in der Wunde eingeschlossen wurden und die Heilung erheblich beeinträchtigte. Wundkleber – ein spezieller medizinischer Gewebekleber – ist grundsätzlich ein anerkanntes Mittel für kleine Platzwunden, setzt jedoch eine sorgfältige Wundvorbereitung voraus. Ohne diese kann eine zunächst harmlos wirkende Verletzung zu einer ernsthaften Wundinfektion führen.
Wer ein Kind nach einer Verletzung in der Notaufnahme begleitet, kann auf verschiedene Weisen zur sicheren Versorgung beitragen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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