2026-076
Falsche Diagnostik in 1. Klinik – zum Glück selbst entlassen & 2. Klinik aufgesucht
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Mitten in der Nacht hat mich der Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, wegen sehr starker Bauchschmerzen. Man gab mir Schmerz- und Entspannungsmittel. Es besserte sich ganz leicht.
In der Röntgendiagnostik zeigte sich ein Darmverschluss. Am Morgen kam die Visite mit Chefarzt und meinte man müsse unbedingt operieren. Ich wollte versuchsweise nach Hause und bei Bedarf wider kommen. Er lehnte dies kategorisch ab. Also blieb ich da und wanderte mit meinem Infusionsständer den fast den ganzen Vormittag auf der Station auf und ab. Es besserte sich langsam weiter. Gegem Mittag kam ein Arzt, klärte mich über eine große Bauchoperation auf und ich habe unterschrieben. Als der draußen war, ging mir alles nochmals durch den Kopf und hatte das Gefühl, dass eine OP nicht gerechtfertigt ist. So bestellte ich ein Taxi und verließ das Krankenhaus auf dem schnellsten Weg in ein anderes Krankenhaus. Dort sah man keine Notwendigkeit für eine OP. Wir einigten uns, dass ich noch über Nacht dableibe. Am andern Morgen frühstückte ich kräftig und ging dankbar und frohen Mutes nach Hause. Seitdem ist alles gut. Wäre ich dort geblieben, wäre ich unters Messer gekommen. Das Problem: die ärztliche Behandlung war komplett falsch und deren Arroganz machte die Sache noch schwieriger.
Starke Bauchschmerzen mitten in der Nacht sind eine belastende Erfahrung – körperlich wie emotional. Wenn in einer solchen Situation ärztliche Einschätzungen und das eigene Körpergefühl stark auseinanderfallen, kann das zusätzlich verunsichern und die Lage schwer zu überblicken machen.
In diesem Fall wurde in einem ersten Krankenhaus ein Darmverschluss festgestellt und eine Operation empfohlen. Der betroffene Patient entschied sich, das Krankenhaus eigenständig zu verlassen und ein zweites Krankenhaus aufzusuchen. Dort wurde keine Operationsnotwendigkeit gesehen, und der Patient konnte bereits am nächsten Morgen nach Hause gehen. Medizinische Einschätzungen können zwischen Behandlungsteams voneinander abweichen – das ist ein bekanntes Phänomen im Gesundheitswesen und kein Einzelfall.
Wer sich in einer ähnlichen Lage befindet, hat verschiedene Möglichkeiten, aktiv zur eigenen Sicherheit beizutragen.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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