2024-1367
Doppelte Medikamentendosis erhalten – angeordnete und häusliche Medikation eingenommen
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Notfalleinweisung wegen hypertensiver Krise. Nach etlichen Untersuchungen (EKG usw.) stationäre Aufnahme für 3 Tage.
Nach Abgabe meiner Dauermedikation, lediglich Gabe einer einzelnen Tablette. Erklärung: das neue Blutdruck-Medikament. Chefarzt-Visite mit einem Arzt (keine Ahnung ob Assistenz- oder Stationsarzt oder wer auch immer). Ich frage, ob ich das Antidepressiva sowie die restliche Dauermedikation weiter selbst nehmen soll. Antwort des Arztes: ja, natürlich. Ich bin wieder alleine.
Nun bekomme ich 2 Behälter mit Tabletten. Erklärung: die 2 Tabletten abends, die einzelne nachts vor dem Schlafen. Auf meine Frage, welche Tabletten das sind, keine Antwort außer: sind angesetzt.
Ich als braver Patient nehme alles ein, natürlich auch meine eigenen Medikamente.
Am nächsten Morgen werde ich einfach nicht wach, bin recht neben mir. Auf Nachfrage, was ich denn für Medikamente gestern Abend bekommen habe, erfahre ich: Blutdruckmedikament, ASS, und zur Nacht das Antidepressiva. Daraus erschließt sich die morgendliche Benommenheit, insgesamt höhere Dosierung eingenommen. Auch die Medikation von ASS wurde verdoppelt. Meine Dauermedikation für die Schilddrüse wurde überhaupt nicht verabreicht. Auf Nachfrage bekomme ich L-Thyroxin anstelle von Thyronajod.
Ich bin einfach nur enttäuscht von der ärztlichen Versorgung in diesem Klinikum. Dort wird man kränker entlassen, es ist ein Albtraum!
Wird man vielleicht als Kassenpatient besser versorgt oder noch schlechter?
Ich habe wirklich Angst vor dem nächsten Krankenhausaufenthalt.
Ein Krankenhausaufenthalt nach einer Notfalleinweisung ist für viele Menschen bereits belastend – und es ist gut nachvollziehbar, wenn die Erfahrung, durch unklare Absprachen zusätzliche Beschwerden erlitten zu haben, Enttäuschung und Verunsicherung hinterlässt. Was diese Patientin erlebt hat, ist leider kein Einzelfall: Bei der stationären Aufnahme kann es vorkommen, dass die mitgebrachte Dauermedikation und die neu angesetzten Krankenhauspräparate nicht vollständig aufeinander abgestimmt werden – mit der Folge, dass einzelne Wirkstoffe doppelt eingenommen oder bestehende Medikamente ganz ausgelassen werden.
Wer sich auf einen Krankenhausaufenthalt vorbereiten möchte, kann einige Schritte unternehmen, die die Abstimmung der Medikation erleichtern.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Trotz Hinweis auf Allergie falsches Medikament erhalten – plus Verwechslung und doppelte Dosis. Dieser CIRS-Fall zeigt, wie Mehrfachfehler entstehen.
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Die Betriebskrankenkassen:
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